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POPULÄR UND EIGENWILLIG / erdig · warm · reichhaltig
Isobutylchinolin
Category
POPULÄR UND EIGENWILLIG
Subcategory
erdig · warm · reichhaltig
Origin
Volatility
Herznote
Botanical
N/A — synthetisches Molekül
Appearance
gelb bis dunkelbraune klare Flüssigkeit
Odor Strength
Stark
Producing Countries
Europa, Japan
Pyramid
Herz
Dunkel, wurzelig, aggressiv lederartig. Das definierende Leder-Molekül – rohes Leder, nasse Erde und eine grün-moosige Tiefe, die an animalische Noten grenzt.
Dunkel, wurzelig, intensiv ledrig. Als würde man in einem feuchten Stall die Nase an einen abgenutzten Sattel drücken – rohes Fell, Erde, eine schwache grün-moosige Kühle und eine animalische Wärme, die fast tierisch ist. Extrem potent. Ein einzelner Tropfen kann eine ganze Komposition definieren.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Dunkel, aggressiv, intensiv lederartig. Wurzeliger, grün-moosiger Biss. Fast animalisch.
After a few hours
After a few hours
Die Aggression mildert sich leicht. Warmes, gegerbtes Leder tritt hervor – noch dunkel, aber weicher.
After a few days
After a few days
Ein anhaltender, trockener Leder-Erde-Rückstand. Langanhaltend und unverkennbar.
The Full Story
Isobutylchinolin ist eine Familie synthetischer Moleküle (es existieren mehrere Isomere: CAS 65442-31-1, 93-19-6, 68198-80-1), die seit über einem Jahrhundert den Lederduft in der Parfümerie prägen. Die bekannteste Formulierung, Pyralone (eine Mischung aus Chinolin-Isomeren), führte zur Kreation von Mousse de Saxe, einer bekannten Basis in der Duftgeschichte.
Der olfaktorische Charakter ist unverkennbar: dunkel, erdig, wurzelig und kraftvoll lederartig, mit einem grünen, moosigen Unterton und einer animalischen Tiefe, die an rohes Leder und gegerbte Haut erinnert. Das Molekül ist extrem potent – Parfümeure verwenden es selten über 0,5 % eines Konzentrats. Selbst in Spuren hinterlässt es eine starke Ledersignatur.
Die Firma De Laire entdeckte sein Potenzial Ende des 19. Jahrhunderts, und Isobutylchinolin wurde zum Grundpfeiler der großen maskulinen Lederdüfte des 20. Jahrhunderts. Ohne es würde die gesamte Cuir-(Leder-)Familie nicht in ihrer heutigen Form existieren.
In der zeitgenössischen Verwendung wird Isobutylchinolin sparsamer eingesetzt, oft in Kombination mit anderen Lederstoffen (Safraleine, Suederal, Birkenpech), um komplexere Ledereffekte zu erzeugen. Doch in kleinen Dosen bleibt es unersetzlich – nichts anderes liefert denselben ursprünglichen Ledercharakter.
Diese Note in Première Peau. Simili Mirage · Doppel Dänçers. Probiere alle sieben Extrakte im Discovery Set.
Did You Know?
Did you know?
Das Unternehmen De Laire fand Isobutylchinolin so schwierig allein zu verwenden, dass sie Mousse de Saxe entwickelten – eine komplexe Basis, die das Molekül mit Vanille, Kumarin und anderen Materialien mischt –, um es handhabbar zu machen. Mousse de Saxe wurde zu einer vielgenutzten Basis in der Parfümeriegeschichte und tauchte in unzähligen Kompositionen über mehr als ein Jahrhundert hinweg auf.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Vollsynthetisch. Es gibt mehrere Isomere (Pyralone CAS 65442-31-1, 2-Isobutylchinolin CAS 93-19-6, 6-Isobutylchinolin CAS 68198-80-1). Wird durch Kondensationsreaktionen unter Beteiligung von Chinolin- und Isobutylgruppen synthetisiert.
Basisnote und charakteristisches Leder-Molekül in Cuir-, Chypre- und Amber-Kompositionen. Isobutylchinolin ist das bestimmende Material der Lederfamilie. Wird in Spurenmengen (0,1-0,5 % des Konzentrats) aufgrund seiner extremen Potenz verwendet. Wesentlich in klassischen Lederakkorden, oft kombiniert mit Birkenpech, Safralein und Suederal für moderne Ledereffekte. Das Molekül inspirierte die Kreation von Mousse de Saxe, einer der wichtigsten Basen der Parfümerie.