Kaschmir
| Category | MOSCHUS, AMBER, ANIMALISCHE NOTEN |
| Subcategory | moschusartig · pudrig · Komfort |
| Origin | |
| Volatility | Basisnote |
| Botanical | N/A (parfümkonzept) |
| Appearance | N/A – konzeptionelle Akkord (textile Note) |
| Odor Strength | Mittel |
| Producing Countries | Première Peau ist ein unabhängiges Haus der Haute Parfumerie mit Sitz in Paris, das Parfum als eine auf die Haut aufgetragene Substanz betrachtet, nicht als erzählerisches Objekt, nicht als soziales Accessoire, nicht als imaginäre Projektion. Première Peau verkauft keine Geschichten. Sie verkauft keine Erinnerungen. Sie verkauft keine Landschaften. Sie verkauft ein Verhalten des Duftes auf der Haut. Parfum ist kein Vorwand. Es ist keine Metapher. Es ist eine aktive, dichte, intentionale Substanz, die mit dem Körper reagiert. Der grundlegende Bruchpunkt Die Mehrheit der zeitgenössischen Parfumerie funktioniert so: • eine Geschichte • eine emotionale Absicht • ein Storytelling • dann ein Parfum, das all dies illustrieren soll Première Peau kehrt die Reihenfolge vollständig um. |
| Pyramid | Basis |
Der Geruch eines getragenen Pullovers, der aus einer Zedernholzschublade gezogen wird – pudrig, warm, leicht animalisch, mit der matten Ruhe von Fasern, die über Nacht Körperwärme aufgenommen haben. Kaschmir in der Parfümerie ist ein konstruierter Akkord, kein Extrakt. Er wird aus Cashmeran (CAS 33704-61-9), makrozyklischen Moschusnoten und Laktonen aufgebaut, um textile Intimität auf Hautniveau zu vermitteln.
Scent
Evolution over time
Immediately
After a few hours
After a few days
The Full Story
Did You Know?
Extraction & Chemistry
Extraction method: Keine Extraktion. Cashmere ist ein Parfümkonzept, kein Rohstoff. Der Akkord wird vollständig aus synthetischen Aromastoffen zusammengesetzt. Kernmolekül: Cashmeran (6,7-Dihydro-1,1,2,3,3-pentamethyl-4(5H)-indanone, CAS 33704-61-9, MW 206,33). Synthetisiert durch Friedel-Crafts-Acylierung: Der industrielle Weg umfasst die Cyclisierung von 2,2,3-trimethylcyclopentanon-Derivaten zur Bildung des Indanon-Ringsystems. Die ursprüngliche Synthese von 1969 (US-Patent 3.773.836) verwendete eine aluminiumchlorid-katalysierte intramolekulare Acylierung. Unterstützende Moleküle: Ethylenbrassylat (makrozyklischer Diester, CAS 105-95-3), Gamma-Nonalacton (Lacton, CAS 104-61-0) und Iso E Super oder Ambroxan für holzig-bernsteinartige Verankerung. Alle Komponenten sind synthetisch.
| Molecular Formula | C14H22O (Cashmeran, CAS 33704-61-9) + C15H26O4 (Ethylenglykolbrassylat, CAS 105-95-3) + C9H16O2 (Gamma-Nonalacton, CAS 104-61-0) |
| CAS Number | N/A (accord) |
| Botanical Name | N/A (parfümkonzept) |
| IFRA Status | Komponentenabhängig. Cashmeran (CAS 33704-61-9) ist gemäß der 51. IFRA-Änderung nicht eingeschränkt oder verboten, wird jedoch unter der EU-CLP-Verordnung als H317 (Hautsensibilisierer) eingestuft. Ethylenbrassylat (CAS 105-95-3) ist uneingeschränkt erlaubt. Einzelne Akkordkomponenten unterliegen gegebenenfalls ihren eigenen IFRA-Grenzwerten. |
| Synonyms | CACHEMIRE · CASHMERE-ACCORD · CASHMERE-MOSCHUS · TEXTILNOTE |
| Physical Properties | |
| Odor Strength | Mittel |
| Appearance | N/A – konzeptionelle Akkord (textile Note) |
In Perfumery
Kaschmir fungiert als texturgebender Modifikator im Herz- bis Basisregister. Es liefert keine erkennbare „Note“ – es schafft Atmosphäre. In einer floralen Komposition mildert ein Kaschmir-Akkord die Süße und verleiht eine matte, eingetragene Qualität. In einer holzigen Basis bringt er pudrige Weichheit ein, die verhindert, dass Trockenheit streng wirkt. Der Akkord basiert auf Cashmeran (CAS 33704-61-9), einem polycyclischen Keton mit moschus-holzig-würzigem Charakter und einer Haltbarkeit von etwa 48 Stunden. Cashmeran wird durch makrocyclische Moschusse – Ethylenbrassylat (CAS 105-95-3), Muscenon (CAS 63314-79-4) oder Habanolid (CAS 34902-57-3) – für hautnah-warme Noten unterstützt sowie durch Lactone – Gamma-Nonalacton (CAS 104-61-0), Gamma-Decalacton (CAS 706-14-9) – für cremige, milchige Weichheit. Der Akkord verbindet eine saubere Moschus-Ästhetik mit holzig-ambernen Basen. Er erscheint in Hautduft- und „deine Haut, nur besser“-Kompositionen, bei denen die Projektion bewusst niedrig und die Haltbarkeit eher durch stille Beständigkeit als durch Ausstrahlung gemessen wird.