Moschus
| Category | MOSCHUS, AMBER, ANIMALISCHE NOTEN |
| Subcategory | animalisch · sauber · Haut |
| Origin | |
| Volatility | Basisnote |
| Botanical | N/A - synthetische Familie |
| Appearance | farblose klare ölige Flüssigkeit |
| Odor Strength | Mittel |
| Producing Countries | Tibet, China (Yunnan, Sichuan), Indien, Nepal (historische natürliche Moschushirsch-Quellen); synthetische Herstellung weltweit |
| Pyramid | Basisnote |
Warme Münze, die an die Innenseite des Handgelenks gepresst wird. Ein Kissenbezug nach dem Schlaf. Moschus ist kein einzelnes Molekül, sondern eine strukturelle Familie — makrozyklische Ketone, Lactone, polyzyklische Indane — entwickelt, um die pudrige, intime Ausstrahlung zu replizieren, die einst aus der Bauchdrüse des Himalaya-Moschushirsches gewonnen wurde.
Scent
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After a few hours
After a few days
The Full Story
Did You Know?
Extraction & Chemistry
Extraction method: Historisch (heute verboten): Natürlicher Moschus wurde aus der Präputialdrüse des männlichen Moschushirsches (Moschus moschiferus) gewonnen. Die Drüse, die sich in der Nähe des Bauches befindet, wurde entfernt und getrocknet. Schätzungsweise 160 Hirsche wurden getötet, um ein Kilogramm Moschuskörner zu erhalten, was zum Beinahe-Aussterben der Art und ihrer Aufnahme in das CITES-Abkommen beitrug. Modern (100 % synthetisch): Makrocyclische Moschusverbindungen werden durch Ring-Schluss-Metathese oder enzymatische Laktonisierung von langkettigen Vorläufern hergestellt. Exaltolid kann durch Ringvergrößerung von Cyclotetradecanon oder Depolymerisation von Polyestern der 15-Hydroxypentadecansäure synthetisiert werden. Polycyclische Moschusverbindungen wie Galaxolid werden durch Friedel-Crafts-Alkylierung aromatischer Vorläufer hergestellt. Nitro-Moschus, die älteste Klasse (1888), entsteht durch Nitrierung aromatischer Kohlenwasserstoffe, wird aber heute aufgrund von Photosensibilität und Umweltbedenken weitgehend nicht mehr verwendet.
| Molecular Formula | C₁₈H₂₆O (Galaxolid) · C₁₅H₂₆O₂ (Habanolid) |
| CAS Number | Muscon 541-91-3 · Galaxolid 1222-05-5 · Habanolid 111879-80-2 · Exaltolid 106-02-5 |
| Botanical Name | N/A - synthetische Familie |
| IFRA Status | Variiert je nach Molekül. Galaxolide: eingeschränkt (bioakkumulativ). Habanolid: keine Einschränkung. |
| Synonyms | WEIßER MOSCHUS · GALAXOLID (HHCB) · HABANOLID · MUSCON · EXALTOLID · ETHYLEN-BRASSYLAT |
| Physical Properties | |
| Odor Strength | Mittel |
| Lasting Power | 400 Stunden bei 100,00% |
| Appearance | farblose klare ölige Flüssigkeit |
| Boiling Point | 127,00 bis 136,00 °C. @ 2,00 mm Hg |
| Flash Point | 201,00 °F. TCC (93,89 °C) |
| Specific Gravity | 1,03700 bis 1,04700 @ 25,00 °C. |
| Refractive Index | 1,51600 bis 1,52600 @ 20,00 °C. |
In Perfumery
Moschus wirkt als Fixativ, Vermischer und Volumenverstärker – häufig alle drei Funktionen gleichzeitig. Er verankert die Basis einer Komposition und verlangsamt die Verdunstungsrate der leichteren Moleküle darüber. Er überbrückt die Lücke zwischen floralen Herzen und holzigen oder bernsteinartigen Ausklängen und verhindert so harte Übergänge, die auf eine schlecht konstruierte Formel hinweisen. Moschus ist strukturell in allen Duftfamilien unverzichtbar. In Ambernoten verstärkt er die Wärme von Vanille und Benzoe, ohne Süße hinzuzufügen. In floralen Düften sorgt er für die Intimität, die verhindert, dass Jasmin oder Rose wie Raumspray wirken. In sauberen und aquatischen Kompositionen erzeugen weiße Moschusnoten die Illusion von frisch gewaschener Wäsche und Morgenlicht. Wichtige Moleküle in der modernen Verwendung: Galaxolid (polyzyklisch, CAS 1222-05-5 – sauber, süß, diffus, steht jedoch wegen Bioakkumulation unter Umweltbeobachtung), Habanolid (makrozyklisch, CAS 111879-80-2 – metallisch, pudrig, Charakter von heiß gebügelter Wäsche), Muskon (makrozyklisches Keton, CAS 541-91-3 – dem natürlichen Hirschmoschus am nächsten, animalische Wärme), Exaltolid (makrolidisches Lacton, CAS 106-02-5 – weich, pudrig, bemerkenswerte Fixierung). Makrozyklische Moschusverbindungen unterliegen keinen IFRA-Beschränkungen und gelten als die Zukunft der Kategorie. Bei Première Peau verankert Moschus die hautnahen Signaturen von DOPPEL DANCERS (/products/doppel-dancers-iris-skin-perfume), wo er sich mit Iris verbindet und einen pudrigen Zweit-Ich-Effekt erzeugt, und bildet die warme Basisstruktur unter dem Jasminakkord von NUIT ELASTIQUE.