Weicher, holzig-pfeffriger Balsam mit reiner, fast transparenter Wärme. Leiser als Weihrauch, weniger süß als Perubalsam – ein Harz, das im Hintergrund wirkt.
Holzig, pfeffrig und sauber. Trockener als Perubalsam, weniger rauchig als Myrrhe, ohne die animalische Tiefe von Labdanum. Als würde man ein Stück frisch geschliffenes tropisches Hartholz halten – warm, leicht harzig, mit einer subtilen Würze, die von seinem hohen Beta-Caryophyllen-Gehalt herrührt.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Saubere, pfeffrig-holzige Wärme. Transparent und mild, mit einer leichten balsamischen Süße.
After a few hours
After a few hours
Der Pfeffer mildert sich. Sanfter, holziger Balsam tritt hervor – ruhig, warm und unaufdringlich.
After a few days
After a few days
Ein subtiler, sauberer holzig-amberner Nachklang. Beständig, aber sanft.
Terroir & Origins
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The Full Story
Copaiba-Balsam ist ein Oleoresin, das aus Bäumen der Gattung Copaifera gewonnen wird, hauptsächlich Copaifera officinalis und Copaifera langsdorffii, die in den tropischen Wäldern Südamerikas beheimatet sind. Die Begriffe Copaiba und Copahu werden oft synonym verwendet, obwohl einige Quellen sie nach Art oder Verarbeitungsmethode unterscheiden.
Das Harz wird von Beta-Caryophyllen dominiert, einem bicyclischen Sesquiterpen, das je nach Art und Herkunft 40-60 % des Öls ausmacht. Weitere bedeutende Bestandteile sind Alpha-Copaen, Alpha-Bergamoten und Beta-Bisabolen. Dieses sesquiterpenreiche Profil verleiht Copaiba seine charakteristische Transparenz – es ist ein Balsam, der eher holzig und pfeffrig als süß und klebrig wirkt.
Die Dampfdestillation des rohen Balsams ergibt Copaiba-Ätherisches Öl, eine blassgelbe Flüssigkeit mit einem milden, holzig-balsamischen Geruch. Das Öl ist eines der kostengünstigsten natürlichen Fixative, die Parfümeure verwenden, geschätzt gerade weil es die Haltbarkeit einer Komposition verlängert, ohne einen starken eigenen Charakter aufzudrängen.
In der Formulierung verankert Copaiba die Basis von Amber-, Holz- und Amber-Kompositionen. Es verbindet sich harmonisch mit anderen Balsamen (Benzoin, Tolu), Hölzern (Sandelholz, Zeder) und Gewürzen (Schwarzer Pfeffer, Kardamom). Seine relative Neutralität macht es zu einem vielseitigen Material – eher Infrastruktur als Signatur.
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Copaifera-Bäume können bei nachhaltiger Bewirtschaftung jahrzehntelang Harz produzieren. Einige Bäume im brasilianischen Amazonasgebiet werden seit über 40 Jahren ununterbrochen angezapft, wobei jeder 10–40 Liter Balsam pro Jahr produziert, ohne dass der Baum nennenswert geschädigt wird.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Das Oleoresin wird durch Klopfen (Einschneiden) des Stammes von Copaifera-Bäumen gesammelt. Der rohe Balsam kann dann dampfdestilliert werden, um ätherisches Copaiba-Öl zu erhalten (CAS 8001-61-4 für Balsam, 8013-97-6 für Öl). Der Ertrag variiert je nach Art und Baumalter.
Komplexes Oleoresin — Hauptbestandteil: Beta-Caryophyllen (C₁₅H₂₄, bis zu 50%)
CAS Number
8001-61-4
Botanical Name
Copaifera langsdorffii
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Synonyms
Copaiba-Öl, Copaiba-Harz
Physical Properties
Odor Strength
Mittel bis stark
Lasting Power
100 Stunden bei 20,00 %
Appearance
Dunkelbraune bis braune viskose Flüssigkeit
Flash Point
>93°C
Specific Gravity
0,890–0,910 @ 25°C
Refractive Index
1,492–1,500 @ 20°C
In Perfumery
Basisnote und Fixativ in Amber-, Holz- und Amber-Kompositionen. Die Hauptfunktion von Copaiba ist strukturell: Es verankert flüchtige Materialien und verlängert die Haltbarkeit, ohne schwere Süße oder Rauchigkeit hinzuzufügen. Sein hoher Beta-Caryophyllen-Gehalt (40-60 %) verleiht ihm eine pfeffrige Transparenz, die gut mit Benzoe, Myrrhe, Sandelholz und Zeder harmoniert. Als kostengünstiges natürliches Fixativ im Repertoire des Parfümeurs dient es eher als Infrastruktur denn als charakteristisches Element.