Trocken, warm, leicht animalisch. Federn in der Parfümerie riechen wie ein Daunenkissen, das man ans Gesicht hält – eine ruhige Wärme mit einem subtilen Unterton von Tierhaut und einer staubigen Keratinweichheit.
Trocken, warm und sanft pudrig – die Innenseite eines Daunenkissens, nicht die Außenseite eines Vogels. Eine Textil-Keratin-Wärme mit einem kaum wahrnehmbaren animalischen Flüstern darunter. Weniger moschusartig als Haut, weniger süß als Kaschmir, weniger biologisch als Fell. Die Trockenheit ist der Schlüssel: Federn riechen nach Wärme ohne Feuchtigkeit, nach Körperwärme, die in einer leichten, luftigen Struktur eingefangen ist.
Leicht animalischer Unterton tritt neben anhaltender pudrig-staubiger Wärme hervor
After a few days
After a few days
Leiser, warmer, pudrig-trockener Nachklang — der verweilende Duft auf Bettwäsche, intim und sanft
The Full Story
Federn in der Parfümerie fangen die intime Wärme des Gefieders ein – der Duft, den man spürt, wenn man sein Gesicht in ein Daunenkissen drückt oder eine Flügelfeder berührt. Er ist tierisch-nahe, ohne im schweren Sinne von Moschus, Zibet oder Bibergeil animalisch zu sein. Die Wärme ist trockener, weicher, eher textilartig.
Der Akkord besteht aus pudrig-warmen Materialien: Cashmeran sorgt für die textilartige Weichheit, Heliotropin fügt eine sanfte pudrige Wärme hinzu, und saubere Moschusnoten verleihen eine intime Nähe. Der leicht animalische Unterton – die Qualität, die Federn von generischem „Puder“ unterscheidet – stammt von Spuren der Costuswurzel (für eine subtile tierische Hautqualität) oder von Mikrodosen Indol (das Molekül, das bei unterschiedlichen Konzentrationen die Brücke zwischen blumig und fäkal schlägt).
Die Note fungiert als atmosphärische Wärme in einer Komposition. Sie lässt den Duft lebendig, intim und körperlich warm wirken, ohne Süße oder Schwere hinzuzufügen. Sie passt zu Kaschmir-ähnlichen Akkorden, zu sauberen Hautmoschusnoten und zu weichen floralen Noten in Kompositionen, die das olfaktorische Äquivalent zum Eingehülltsein in etwas Weiches und Warmes anstreben.
Der charakteristische Geruch von Federn stammt hauptsächlich von dem Talgöl (Sekrete der Bürzeldrüse), das Vögel zur Imprägnierung ihres Gefieders verteilen. Das Öl enthält Diesterwachse, Fettsäuren und artspezifische flüchtige Verbindungen. Taubenfedern riechen anders als Hühnerfedern, weil jede Art ein chemisch unterschiedliches Talgöl produziert – der „Federgeruch“ ist tatsächlich die einzigartige chemische Signatur des Vogels.
Extraction & Chemistry
Extraction method: N/A – völlig zusammengesetzter Akkord. In der Parfümerie wird kein Federextrakt verwendet. Der Duft ist aus pudrig-warmen, leicht animalischen und trocken-textilen Molekülen rekonstruiert.
Molecular Formula
N/A — olfaktorische Akkord
CAS Number
N/A — olfaktorische Akkord
Botanical Name
N/A — abstrakter Parfümakkord
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Synonyms
animalische Noten, weiche Noten
Physical Properties
Odor Strength
Mittel
Lasting Power
200 Stunden
Appearance
farblose bis gelbliche klare Flüssigkeit
Specific Gravity
0,98790 bis 0,99670 @ 25,00 °C.
Refractive Index
1,50540 bis 1,51390 @ 20,00 °C.
In Perfumery
Federn sind ein Konzeptakkord, der an den trockenen, warmen, leicht animalischen Duft von Gefieder erinnert – vogelspezifische Wärme ohne den schwereren animalischen Charakter von Moschus, Zibet oder Bibergeil. Der Akkord besteht aus pudrig-warmen Materialien (Cashmeran für die Weichheit von Textilfedern, Heliotropin für pudrige Wärme), schwachen animalischen Noten (Kostus-Spuren für die subtile Tierhautqualität, Indol in Mikrodosen) und trocken-staubigen Elementen (papiertrockener Moschus, Spuren von Zedernholz). Die Note fungiert als atmosphärischer Modifikator vom Herzen bis zur Basis in Kompositionen, die Vogelbilder, gefiederten Luxus oder die intime Wärme von Daunenbettwäsche hervorrufen. Es ist weicher, trockener und textiler als Leder- oder Pelzakkorde.