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Erhitztes Metall

NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, BELIEBT UND SELTSAM  /  warm · fruchtig · metallisch
Erhitztes Metall
Erhitztes Metall perfume ingredient
CategoryNATÜRLICH UND SYNTHETISCH, BELIEBT UND SELTSAM
Subcategorywarm · fruchtig · metallisch
Origin
VolatilityHerznote
BotanicalN/A — olfaktorisches Konzept
AppearanceKlare farblose bis blassgelbe Flüssigkeit
Odor StrengthMittel
Producing CountriesN/A — konzeptionelle Übereinkunft
PyramidHerz

Eisenhaltig, ozonisch, leicht blutähnlich. Erhitztes Metall ist der Duft eines frisch angezündeten Streichholzes in einer gusseisernen Pfanne – mineralisch, scharf, unverkennbar anorganisch.

  1. Scent
  2. The Full Story
  3. Fun Fact
  4. Extraction & Chemistry
  5. In Perfumery

Scent

Scharf, eisenhaltig, leicht blutähnlich, mit ozonischer Note. Das 1-Okten-3-Eins-Zeichen liest sich gleichzeitig pilzartig und metallisch. Heißes Metall fügt eine thermische Dimension hinzu – das Gefühl der Wärmestrahlung. Als würde man seine Handfläche an ein von der Sonne erwärmtes Eisengeländer drücken – mineralisch, leicht biologisch, elektrisch.

Evolution over time

Immediately

Immediately

Scharfe metallisch-mineralische, ozonische, blutähnliche Kante
After a few hours

After a few hours

Weicher, mineralischer, weniger scharf, warm
After a few days

After a few days

Leichter mineralischer Rückstand, kaum wahrnehmbar

The Full Story

Erhitztes Metall ist ein konzeptioneller Akkord in der Parfümerie, der den besonderen Geruch von heißem Eisen, Stahl oder anderen Metallen einfängt. Der charakteristische metallische Geruch stammt tatsächlich nicht vom Metall selbst – Metalle sind größtenteils geruchlos. Der Geruch entsteht durch die Reaktion von Hautölen (insbesondere Lipidperoxiden) mit Metalloberflächen, wobei 1-Octen-3-on und verwandte Carbonylverbindungen gebildet werden.

Dies wurde in einer Studie von Dietmar Glindemann an der Universität Leipzig aus dem Jahr 2006 gezeigt: Der „metallische“ Geruch ist ein menschlicher Körpergeruch, der durch Kontakt mit Metall ausgelöst wird, nicht eine Eigenschaft des Metalls selbst. Der Schlüsselgeruchsstoff, 1-Octen-3-on, hat bei niedrigen Konzentrationen eine pilzartige, metallische Qualität.

Weitere metallisch-typische Geruchsstoffe umfassen Abbauprodukte von Eisenpentacarbonyl, verschiedene Aldehyde aus thermischer Zersetzung und Ozon (entsteht, wenn einige Metalle bei hohen Temperaturen mit Sauerstoff reagieren).

In der Parfümerie verwenden erhitzte Metall-Akkorde mineralisch-metallische Synthetika, ozonische Noten, blutähnliche Eisenverbindungen und aldehydbasierte Metalliknoten. Die Note verleiht einen industriellen, modernen, deutlich unnatürlichen Charakter.

Diese Note in Première Peau. Doppel Dänçers · Albâtre Sépia. Probieren Sie alle sieben Extrakte im Discovery Set.

Verwandt: Aldron · Ambretone · Ambrette Musk Mallow · Ambrettolide Natural Musk · Ambrinol · Coral Reef · Cyclopentadecanolide · Exaltolide

Did You Know?

Did you know?
Der metallische Geruch von Eisen kommt nicht vom Eisen selbst – eine Studie von Dietmar Glindemann aus dem Jahr 2006 zeigte, dass Metalle mit Hautölen reagieren und 1-Octen-3-on produzieren, was bedeutet, dass der „Metallgeruch“ tatsächlich ein menschlicher Körpergeruch ist, der durch Metallkontakt entsteht.

Extraction & Chemistry

Extraction method: Nicht anwendbar – erhitztes Metall ist ein synthetisches Konzeptabkommen. 1-Octen-3-on (der wichtigste metallische Geruchsstoff) wird kommerziell synthetisiert. Ozonische Noten (Meeresoxide, Calone) sind vollsynthetisch. Es wird keine Extraktion von Metalloberflächen durchgeführt.

Molecular FormulaN/A — Schlüsselgeruchsstoff: 1-Octen-3-on C₈H₁₄O (metallisch blutähnlich)
CAS NumberN/A — olfaktorisches Konzept, keine einzelne Substanz
Botanical NameN/A — olfaktorisches Konzept
IFRA StatusKeine bekannten Einschränkungen
Synonymsmetallische Note, metallischer Akkord
Physical Properties
Odor StrengthMittel
AppearanceKlare farblose bis blassgelbe Flüssigkeit

In Perfumery

Erhitztes Metall ist ein Konzeptakkord, der mineralisch-metallische Synthetika, aldehydartige Metalle (Triplal, metallische Aldehyde), ozonische Noten und eisenblutartige Verbindungen (Hämatin-Analoga) verwendet. Er fungiert als industrieller, konzeptioneller Modifikator in avantgardistischen, maskulinen und mineralistischen Kompositionen. Bietet Kontrast zu organischen Materialien – der Geruch der gemachten Welt im Gegensatz zur natürlichen. Mikrodosierungen genügen.

Vom Rohstoff zum Duft

Das ist, was daraus wird.