N/A – konzeptionelle Übereinkunft, nicht von einer einzelnen Pflanze abgeleitet
Appearance
N/A — konzeptionelle Übereinkunft
Odor Strength
Mittel
Producing Countries
N/A — konzeptionelle Übereinstimmung, die in animalischen Kompositionen verwendet wird
Pyramid
Basis
Herzhaft, blutig, umamireich. Rohes oder gekochtes tierisches Eiweiß – reich an Eisen, leicht schwefelhaltig, mit der Maillard-Kruste aus angebratenem Fleisch.
Herzhaft, eisenreich, mit Umami-Tiefe und je nach Zusammensetzung entweder roh-blutig oder gekocht-krustig. Rohes Fleisch ist metallisch-schwefelhaltig; Gekochtes Fleisch ist Maillard-gebräunt, rauchig und leicht süßlich. Beiden gemeinsam ist die unverkennbare Qualität tierischer Proteine, die im Widerspruch zu den meisten Parfümeriekonventionen steht.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Eisenmetallisch, leicht schwefelig, herzhaft
After a few hours
After a few hours
Warmes, rauchiges Maillard-Aroma bei gekochter Variante
After a few days
After a few days
Anhaltender herzhafter Nachklang, beunruhigend, wenn wahrnehmbar
The Full Story
Fleisch als Duftnote bezieht sich auf den herzhaften, umami-reichen Geruch von tierischem Protein – sowohl roh (Blut-Eisen, leicht metallisch) als auch gekocht (Maillard-Kruste, karamellisiert, rauchig). Die Unterscheidung ist wichtig: rohes Fleisch riecht nach Hämoglobin (Eisen-metallisch), Myoglobin und leichten schwefelhaltigen Verbindungen; gekochtes Fleisch riecht nach Hunderten von Maillard- und Strecker-Abbauprodukten.
Wichtige Aromastoffe in gekochtem Fleisch sind 2-Methyl-3-furanthiol (geröstet-fleischig), bis(2-methyl-3-furyl)disulfid (intensiv fleischig) und verschiedene Pyrazine (geröstet-nussig). Die angebratene Kruste entsteht durch die Maillard-Reaktion zwischen Aminosäuren und Zuckern bei Temperaturen über 140 Grad C.
In der Parfümerie ist Fleisch eine extreme Nischenote, die zu den animalischen, herzhaften und provokativen Kategorien gehört. Sie stellt die Annahme infrage, dass Parfum angenehm oder schön riechen sollte, und gehört fest zum konzeptuell-künstlerischen Spektrum.
Der Geruch von Blut (und rohem Fleisch) wird hauptsächlich durch trans-4,5-Epoxy-(E)-2-decenal verursacht, ein Aldehyd, der durch die Oxidation von Lipiden durch Eisen im Hämoglobin entsteht. Der metallische „Geschmack von Blut“ ist eigentlich eine olfaktorische Wahrnehmung – die eisenreichen Lipidoxidationsprodukte stimulieren die Nase retronasal.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Kein natürlicher Parfümextrakt. Chemikalien mit Fleischaroma (2-Methyl-3-furanthiol, Bis(2-methyl-3-furyl)disulfid) werden für die Lebensmittelindustrie hergestellt, aber nicht standardmäßig in der Parfümerie verwendet.
Molecular Formula
N/A — olfaktorische Komposition, die rohe oder gekochte Fleischnoten hervorruft
CAS Number
N/A — olfaktorische Harmonie, kein einzelnes Molekül
Botanical Name
N/A – konzeptionelle Übereinkunft, nicht von einer einzelnen Pflanze abgeleitet
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Synonyms
animalisch, fleischig, herzhaft
Physical Properties
Odor Strength
Mittel
Lasting Power
Über 200 Stunden auf Riechstreifen
Appearance
N/A — konzeptionelle Übereinkunft
In Perfumery
Fleisch ist eine extreme konzeptuelle Note, die nur in provokanten und avantgardistischen Kompositionen verwendet wird. Hergestellt aus schwefelhaltigen Materialien (bei extremer Verdünnung), eisenmetallischen Noten, rauchigen Materialien und synthetischen Stoffen vom Maillard-Typ. Fungiert als Schockelement in Kompositionen, die sich mit Fleischlichkeit, Sterblichkeit und der Grenze zwischen Anziehung und Abstoßung befassen. Kein funktioneller Parfümbestandteil.