Was ist Opoponax (Süßer Myrrhe)? | Première Peau
| Category | HARZE UND BALSAME |
| Subcategory | balsamisch · warm · süß |
| Origin | |
| Volatility | Basisnote |
| Botanical | Commiphora erythraea var. glabrescens (syn. C. guidottii) |
| Appearance | Öl: bernsteinbraun, halbfest. Resinoid: dunkelbernsteinfarbene Paste. Rohharz: harte, dunkle, tränenförmige Klumpen. |
| Odor Strength | Mittel |
| Producing Countries | Somalia, Äthiopien, Kenia, Eritrea |
| Pyramid | Basis |
Warme, honigartige Harznoten von Commiphora erythraea – weicher als Myrrhe, weniger kirchlich als Weihrauch. Opoponax riecht, als würde man bernsteinfarbene Harztränen auf einem somalischen Gewürzmarkt aufbrechen: süß, balsamisch, leicht pilzartig, mit einer trockenen animalischen Wärme darunter, die auf Stoffen tagelang anhält.
Scent
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Terroir & Origins
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Extraction & Chemistry
Extraction method: Drei Formen sind kommerziell erhältlich. Das ätherische Öl wird durch Dampfdestillation des rohen Oleo-Gummiharzes gewonnen und liefert etwa 2–3 % Öl (ungefähr 35–50 kg Harz pro 1 kg Öl). Die überkritische CO₂-Extraktion erzielt eine vergleichbare Ausbeute (~2,5 %), bewahrt jedoch ein breiteres molekulares Profil, einschließlich schwererer Sesquiterpene. Das Resinoid, das durch Extraktion mit Petroleumether oder anderen Kohlenwasserstoffen hergestellt wird, enthält nichtflüchtige Bestandteile, die im destillierten Öl fehlen — diese Form ist reichhaltiger, balsamischer und wird für hochwertige Parfums bevorzugt. Ein Absolue kann aus dem Resinoid durch Ethanolwäsche weiter verfeinert werden. Das rohe Harz wird gewonnen, indem Einschnitte in die Rinde wilder Commiphora erythraea-Bäume in Somalia, Äthiopien, Kenia und Eritrea gemacht werden; das austretende Harz härtet bei Luftkontakt über mehrere Wochen aus, bevor es gesammelt wird.
↑ See Terroir & Origins for origin-specific methods.
| Molecular Formula | Komplexe Mischung (keine einzelne Formel) |
| CAS Number | 9000-78-6 |
| Botanical Name | Commiphora erythraea var. glabrescens (syn. C. guidottii) |
| IFRA Status | Beschränkt (49. Zusatz). Kritische Wirkung: Hautsensibilisierung. Grenzwerte gelten sowohl für das Öl (CAS 8021-36-1) als auch für das Harz (CAS 9000-78-6). Die Anwendungsgrenzen variieren je nach Produktkategorie; Feine Parfums gehören zu den großzügigeren Kategorien. Konsultieren Sie stets den aktuellen IFRA-Standard für genaue Grenzwerte pro Kategorie. |
| Synonyms | SÜSSE MYRRHE · OPOPANAX |
| Physical Properties | |
| Odor Strength | Mittel |
| Lasting Power | Sehr langanhaltend (Basisnote) |
| Appearance | Öl: bernsteinbraun, halbfest. Resinoid: dunkelbernsteinfarbene Paste. Rohharz: harte, dunkle, tränenförmige Klumpen. |
| Flash Point | Öl: 64 °C (147 °F). Harz: 47 °C (117 °F) TCC. |
| Specific Gravity | 0,865–0,932 @ 25 °C |
| Refractive Index | 1,488–1,504 @ 20 °C |
In Perfumery
Opoponax fungiert als Basismodifikator in orientalischen, Amber- und Weihrauchkompositionen. Seine Hauptfunktion besteht darin, süße, harzige Wärme zu verleihen, ohne die Bitterkeit von Myrrhe oder die Schwere von Benzoe. In klassischen Amber-Akkorden steht es neben Labdanum und Benzoe als dritte harzige Stimme – diejenige, die honigartige Tiefe hinzufügt und die scharfen Kanten anderer Balsame abrundet. Die resinoide Form wird in der feinen Parfümerie wegen ihres reicheren, komplexeren Profils bevorzugt. Das ätherische Öl ist dünner, aber nützlich als Top-of-Base-Modifikator in leichteren Orientalen. Opoponax harmoniert gut mit Weihrauch (verbindet dessen kampferartige Frische mit süßeren Noten), mit Styrax (verstärkt balsamische Süße) und mit vanilligen Basen (Tonka, Vanille-Absolue), wo es harzige Struktur verleiht. Dies sind funktionale Workarounds, keine echten Ersatzstoffe.
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