HARZE UND BALSAME / balsamisch · warm · reichhaltig
Copal
Category
HARZE UND BALSAME
Subcategory
balsamisch · warm · reichhaltig
Origin
Volatility
Basisnote
Botanical
Verschiedene — Protium copal, Bursera spp., Hymenaea courbaril und andere
Appearance
blassgelbe klare Flüssigkeit
Odor Strength
Mittel bis stark
Producing Countries
Afrika, Mittelamerika
Pyramid
Basis
Hell, kiefernartig, warm harzig. Copal riecht wie der jüngere, weniger feierliche Cousin von Weihrauch – ein reines, zitrusartiges Harz mit einem frischen, fast terpentinartigen Hauch.
Hell, frisch, kiefernartig-harzig mit einer zitrusartigen Note – sauberer und transparenter als Weihrauch, weniger süß als Benzoeharz, weniger bitter als Myrrhe. Der monoterpenreiche Anteil verleiht ihm eine fast terpentinartige Frische, die sich schnell in warmes, sauberes Harz verwandelt.
Beim Verbrennen als Räucherwerk erzeugt Copal einen süßen, leicht kiefernartigen Rauch, der leichter als Weihrauch ist. In der Parfümformulierung trägt es zu einer hellen, harzigen Qualität mit einem leicht balsamischen, holzigen Abgang bei.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Helle, kiefernige, zitrusfrisch-harzige Frische – klar und transparent
Leiser warm-harziger Nachklang; sauber, holzig, mit einem Hauch von Weihrauchqualität
The Full Story
Copal ist ein Sammelbegriff für aromatische Harze aus verschiedenen botanischen Quellen, hauptsächlich Burseraceae. Die wichtigsten Parfümharze stammen von Protium copal und verschiedenen Bursera-Arten (B. bipinnata, B. copallifera). Jede Quelle erzeugt ein charakteristisches Profil, doch alle teilen einen hellen, harzigen Charakter.
Der flüchtige Anteil wird von Monoterpenen dominiert: Alpha-Pinen, Beta-Pinen, Limonen und Sabinen. Der nicht-flüchtige Anteil enthält Triterpenoide (Lupane-, Ursan-, Oleanan-Typen) und Lignane, die zur Härte des Harzes und seinem langsamen Brennverhalten beitragen.
Die kulturelle Bedeutung von Copal in Mesoamerika ist tiefgreifend. Die Azteken und Maya verbrannten Copal als heiligen Weihrauch – das Nahuatl-Wort copalli bedeutet „Weihrauch“. Archäologische Funde belegen die Verwendung von Copal seit über 2.000 Jahren.
In der Parfümerie erscheint Copal in Weihrauch-, Amber- und holzig-harzigen Kompositionen. Sein heller, harziger Charakter verleiht Frische, die schwerere Harze (Benzoin, Opoponax, Myrrhe) nicht bieten.
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Spanische Kolonisten verzeichneten, dass aztekische Priester jährlich bis zu 60.000 Kopalkugeln im Templo Mayor in Tenochtitlan verbrannten. Bei archäologischen Ausgrabungen vor Ort wurden intakte Kopalopfer geborgen, von denen einige noch die Abdrücke der Stoffumhüllungen tragen, in denen sie aufbewahrt wurden.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Kopalharz wird gewonnen, indem man die Rinde von Protium- oder Bursera-Bäumen anklopft und das ausgeschiedene Gummiharz auffängt. Verarbeitet zu Resinoid (Lösungsmittelextraktion) oder Tinktur (Ethanolmazeration). Durch Wasserdampfdestillation entsteht ein ätherisches Öl, das reich an Monoterpenen ist.
Verschiedene — Protium copal, Bursera spp., Hymenaea courbaril und andere
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Synonyms
DAMMARHARZ · KOPALHARZ
Physical Properties
Odor Strength
Mittel bis stark
Appearance
blassgelbe klare Flüssigkeit
Flash Point
> 230,00 °F. TCC ( > 110,00 °C )
Melting Point
90,00 bis 140,00 °C. @ 760,00 mm Hg
In Perfumery
Copal fungiert als harziger Modifikator, der Weihrauch- und Amber-Akkorden Helligkeit und Frische verleiht. Sein monoterpenreicher Charakter (Alpha-Pinen, Limonen) hebt schwerere Basisharze an. In Räucherkompositionen sorgt es für den ersten hellen Ausbruch, bevor tiefere Stoffe die Oberhand gewinnen. In seinem feinen Duft weniger verbreitet als Weihrauch oder Myrrhe, wird aber wegen seines spezifisch mittelamerikanischen Weihrauchcharakters geschätzt.