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Copal

HARZE UND BALSAME  /  balsamisch · warm · reichhaltig
Copal
Copal perfume ingredient
CategoryHARZE UND BALSAME
Subcategorybalsamisch · warm · reichhaltig
Origin
VolatilityBasisnote
BotanicalVerschiedene — Protium copal, Bursera spp., Hymenaea courbaril und andere
Appearanceblassgelbe klare Flüssigkeit
Odor StrengthMittel bis stark
Producing CountriesAfrika, Mittelamerika
PyramidBasis

Hell, kiefernartig, warm harzig. Copal riecht wie der jüngere, weniger feierliche Cousin von Weihrauch – ein reines, zitrusartiges Harz mit einem frischen, fast terpentinartigen Hauch.

  1. Scent
  2. The Full Story
  3. Fun Fact
  4. Extraction & Chemistry
  5. In Perfumery

Scent

Hell, frisch, kiefernartig-harzig mit einer zitrusartigen Note – sauberer und transparenter als Weihrauch, weniger süß als Benzoeharz, weniger bitter als Myrrhe. Der monoterpenreiche Anteil verleiht ihm eine fast terpentinartige Frische, die sich schnell in warmes, sauberes Harz verwandelt.

Beim Verbrennen als Räucherwerk erzeugt Copal einen süßen, leicht kiefernartigen Rauch, der leichter als Weihrauch ist. In der Parfümformulierung trägt es zu einer hellen, harzigen Qualität mit einem leicht balsamischen, holzigen Abgang bei.

Evolution over time

Immediately

Immediately

Helle, kiefernige, zitrusfrisch-harzige Frische – klar und transparent
After a few hours

After a few hours

Kiefer verblasst; warme, honigartige harzige Tiefe tritt hervor, leicht balsamisch
After a few days

After a few days

Leiser warm-harziger Nachklang; sauber, holzig, mit einem Hauch von Weihrauchqualität

The Full Story

Copal ist ein Sammelbegriff für aromatische Harze aus verschiedenen botanischen Quellen, hauptsächlich Burseraceae. Die wichtigsten Parfümharze stammen von Protium copal und verschiedenen Bursera-Arten (B. bipinnata, B. copallifera). Jede Quelle erzeugt ein charakteristisches Profil, doch alle teilen einen hellen, harzigen Charakter.

Der flüchtige Anteil wird von Monoterpenen dominiert: Alpha-Pinen, Beta-Pinen, Limonen und Sabinen. Der nicht-flüchtige Anteil enthält Triterpenoide (Lupane-, Ursan-, Oleanan-Typen) und Lignane, die zur Härte des Harzes und seinem langsamen Brennverhalten beitragen.

Die kulturelle Bedeutung von Copal in Mesoamerika ist tiefgreifend. Die Azteken und Maya verbrannten Copal als heiligen Weihrauch – das Nahuatl-Wort copalli bedeutet „Weihrauch“. Archäologische Funde belegen die Verwendung von Copal seit über 2.000 Jahren.

In der Parfümerie erscheint Copal in Weihrauch-, Amber- und holzig-harzigen Kompositionen. Sein heller, harziger Charakter verleiht Frische, die schwerere Harze (Benzoin, Opoponax, Myrrhe) nicht bieten.

Diese Note in Première Peau. Albâtre Sépia · Simili Mirage. Probieren Sie alle sieben Extrakte im Discovery Set.

Verwandt: Amberwood · Andiroba · Bakhoor · Balsamische Noten · Benzoin · Benzoin-Resinoid · Benzylbenzoat · Benzylsalicylat

Did You Know?

Did you know?
Spanische Kolonisten verzeichneten, dass aztekische Priester jährlich bis zu 60.000 Kopalkugeln im Templo Mayor in Tenochtitlan verbrannten. Bei archäologischen Ausgrabungen vor Ort wurden intakte Kopalopfer geborgen, von denen einige noch die Abdrücke der Stoffumhüllungen tragen, in denen sie aufbewahrt wurden.

Extraction & Chemistry

Extraction method: Kopalharz wird gewonnen, indem man die Rinde von Protium- oder Bursera-Bäumen anklopft und das ausgeschiedene Gummiharz auffängt. Verarbeitet zu Resinoid (Lösungsmittelextraktion) oder Tinktur (Ethanolmazeration). Durch Wasserdampfdestillation entsteht ein ätherisches Öl, das reich an Monoterpenen ist.

Molecular FormulaKomplexes Diterpenharz (Hauptbestandteil: Kommuniksäure C₂₀H₃₀O₂)
CAS Number9000-14-0
Botanical NameVerschiedene — Protium copal, Bursera spp., Hymenaea courbaril und andere
IFRA StatusKeine bekannten Einschränkungen
SynonymsDAMMARHARZ · KOPALHARZ
Physical Properties
Odor StrengthMittel bis stark
Appearanceblassgelbe klare Flüssigkeit
Flash Point> 230,00 °F. TCC ( > 110,00 °C )
Melting Point90,00 bis 140,00 °C. @ 760,00 mm Hg

In Perfumery

Copal fungiert als harziger Modifikator, der Weihrauch- und Amber-Akkorden Helligkeit und Frische verleiht. Sein monoterpenreicher Charakter (Alpha-Pinen, Limonen) hebt schwerere Basisharze an. In Räucherkompositionen sorgt es für den ersten hellen Ausbruch, bevor tiefere Stoffe die Oberhand gewinnen. In seinem feinen Duft weniger verbreitet als Weihrauch oder Myrrhe, wird aber wegen seines spezifisch mittelamerikanischen Weihrauchcharakters geschätzt.

Vom Rohstoff zum Duft

Das ist, was daraus wird.