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NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, BELIEBT UND SELTSAM / holzig · würzig · warm
Raketentreibstoff
Category
NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, BELIEBT UND SELTSAM
Subcategory
holzig · würzig · warm
Origin
Volatility
Basisnote
Botanical
N/A — abstrakter Akkord
Appearance
Klare farblose bis blassgelbe Flüssigkeit
Odor Strength
Mittel
Producing Countries
N/A — Duftakkord
Pyramid
Basis
Scharf, chemisch und aggressiv metallisch. Raketentreibstoff in der Parfümerie ist industrieller Extremismus – der Geruch von Hydrazin, Oxidationsmitteln und verbranntem Metall, der an die Grenze der Tragbarkeit getrieben wird.
Beim ersten Aufprall wirkt es aggressiv metallisch und chemisch – scharfe Lösungsmittel, heißes Metall, der ozonische Biss einer elektrischen Entladung. Weniger organisch als Rauch, weniger natürlich als Erde, rein industriell. Darunter ein schwach verbranntes Gefühl – kein Lagerfeuer, sondern ein Schweißbrenner. Es soll nicht im herkömmlichen Sinne schön sein, sondern kraftvoll, spezifisch und kompromisslos.
Raketentreibstoff als Parfümnote ist reine Provokation – der Geruch industrieller Extreme, übersetzt in tragbaren (kaum) Duft. Es werden keine echten Raketentreibstoffe verwendet; der Akkord ist eine kreative Annäherung, die den metallischen, chemischen, verbrannten Charakter der Luft- und Raumfahrtverbrennung einfängt, ohne die Toxizität von Hydrazin oder Distickstofftetroxid.
Der Akkord besteht aus Molekülen, die verschiedene Qualitäten industrieller Intensität suggerieren: metallische Noten (Eisen-ähnliche Akkorde, metallische Aldehyde), scharf-chemische Helligkeit (Ozonmoleküle in hohen Dosen, Dihydromyrcenol auf industriellem Niveau), und rauchig-verbrannter Charakter (Guajakol, Spuren von Wacholderöl, verbrannte Streichholzakkorde). Das Ergebnis riecht wie eine Startrampe nach der Zündung: heißes Metall, chemische Dämpfe und das ozonische Nachspiel extremer Verbrennung.
Die Note existiert nur in experimenteller und avantgardistischer Parfümerie – Kompositionen, die Duft als konzeptuelle Kunst behandeln statt als Dekoration. Sie stellt konventionelle Schönheitsstandards infrage und schlägt vor, dass das Feine ebenso gut in industrieller Extreme wie auf einer Blumenwiese existieren kann.
Der spezifische Geruch des Space Shuttles nach der Landung wurde von Astronauten als „metallisch, wie mit Schießpulver vermischter Schweißrauch“ beschrieben. Hierbei handelt es sich nicht um Raketentreibstoff selbst, sondern um die Nebenprodukte der Verbrennung des hypergolen Treibstoffs (Monomethylhydrazin + Stickstofftetroxid) und der Oxidation der Wärmeschutzkacheln des Shuttles. Der Geruch des Weltraums selbst – ausgegaste Moleküle, die an Raumanzügen haften – wurde als „verbranntes Steak, Schießpulver und Himbeeren“ beschrieben, was polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen zugeschrieben wird.
Extraction & Chemistry
Extraction method: N/A – völlig zusammengesetzter Akkord. In der Parfümerie werden keine eigentlichen Raketentreibstoffkomponenten (Hydrazin, Stickstofftetroxid, Kerosin/RP-1) verwendet – sie sind akut giftig. Die Notiz ist eine kreative Annäherung unter Verwendung sicherer aromatischer Moleküle, die den metallisch-chemisch verbrannten Charakter der Antriebschemie suggerieren.
Molecular Formula
N/A — Duftakkord
CAS Number
N/A — abstrakter industrieller Akkord
Botanical Name
N/A — abstrakter Akkord
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Physical Properties
Odor Strength
Mittel
Lasting Power
Über 200 Stunden auf Riechstreifen
Appearance
Klare farblose bis blassgelbe Flüssigkeit
In Perfumery
Raketentreibstoff ist eine Konzeptnote in der experimentellen und avantgardistischen Parfümerie, die den scharfen, metallischen, chemischen Charakter von Raumfahrtantrieben hervorruft. Der Akkord besteht aus industriell-metallischen Molekülen (metallische Akkorde, eisenartige Noten), scharf-chemischen Materialien (Ozon-ähnliche Moleküle, Aldehyde in hohen Dosen) und rauchig-verbrannten Qualitäten (Guajakol, Spuren von Wacholder). Die Note befindet sich an der Grenze der Trageverträglichkeit – sie stellt die Annahme infrage, dass Parfum angenehm sein muss. In konzeptuellen Kompositionen repräsentiert sie industrielle Kraft, Geschwindigkeit und die Ästhetik der Maschine. Sie hat keine traditionelle Duftfamilienzuordnung und erscheint nur in experimentellen, künstlerischen und aussagekräftigen Düften.