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FRÜCHTE, GEMÜSE UND NÜSSE / tropisch · fruchtig · süß
Mango
Category
FRÜCHTE, GEMÜSE UND NÜSSE
Subcategory
tropisch · fruchtig · süß
Origin
Volatility
Kopfnote
Botanical
Mangifera indica
Appearance
Blassgelbe bis bernsteinfarbene Flüssigkeit
Odor Strength
Mittel bis stark
Producing Countries
Indien, Pakistan
Pyramid
Oben
Überreif, laktonisch, sonnenlastig. Mango riecht wie eine Frucht, die in äquatorialer Hitze gesessen hat – eine dicke, an Pfirsiche angrenzende Süße, unterbrochen von einer grünen, terpenischen Schärfe und einem schwachen schwefeligen Funk darunter.
Kräftige, laktonische Süße mit einem terpenhaltigen grünen Rand – stellen Sie sich vor, Sie schälen einen überreifen Alphonso in einer heißen Küche. Reichhaltiger und üppiger als Pfirsich, weniger säuerlich als Passionsfrucht. Eine Kokoscreme-Unterströmung (Gamma-Octalacton) trennt Mango von anderen tropischen Früchten. Unter der Süße erscheint eine schwache schwefelig-pflanzliche Note – die Spur, die natürliche Mango eher lebendig als kandiert duften lässt. Der Auftakt ist explosiv und diffus; Innerhalb einer Stunde verdampfen die grünen Terpene und nur die laktonische Wärme bleibt bestehen.
Evolution over time
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After a few days
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Terroir & Origins
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The Full Story
Mango (Mangifera indica) erzeugt in der Natur ein chemisch komplexes Fruchtaroma – über 270 flüchtige Verbindungen wurden in verschiedenen Sorten identifiziert. Der dominierende Charakter stammt von Terpenkohlenwasserstoffen: Terpinolen, 3-Caren, Alpha-Pinen und Caryophyllen bilden das grün-harzige Rückgrat. Die fruchtige Süße beruht auf Estern – Ethylbutanoat ist ein Hauptbeitragender – während Gamma-Octalacton eine cremige, kokosnussähnliche Facette hinzufügt. Beta-Damascenon, das nur in Spuren vorkommt, sorgt aufgrund seines außergewöhnlich niedrigen Geruchsschwellenwerts für eine unverhältnismäßig starke aromatische Wirkung.
Indien produziert etwa die Hälfte der weltweiten Mangos. Die Alphonso-Sorte von der Konkan-Küste in Maharashtra gilt als Maßstab für aromatische Intensität. Weitere bedeutende Herkunftsgebiete sind die Philippinen (Carabao), Thailand (Nam Dok Mai) und Mexiko (Ataulfo). Das Terroir ist entscheidend: dieselbe Sorte, die in unterschiedlichen Höhenlagen und Bodentypen angebaut wird, erzeugt deutlich unterschiedliche flüchtige Profile.
In der Parfümerie ist Mango immer eine synthetische Rekonstruktion. Weder Dampfdestillation noch CO2-Extraktion können den Fruchtduft originalgetreu einfangen – das Aroma ist zu flüchtig, zu vielschichtig und zu sehr auf Spuren von Schwefelverbindungen angewiesen, die in höheren Konzentrationen als Fehlnoten wahrgenommen würden. Parfümeure komponieren Mango-Akkorde aus Laktonen (für Cremigkeit), Fruchtestern (für Saftigkeit), Terpenen (für grünen Auftrieb) und manchmal einer Spur Dimethylsulfid für eine natürliche Würze. Die Note sitzt im Übergang von Kopf- zu Herznote und sorgt für tropisches Volumen, bevor sie an schwerere Basisnoten übergibt.
GC-MS-Studien haben über 270 verschiedene flüchtige Verbindungen in verschiedenen Mangosorten identifiziert. Beta-Damascenon, das nur in Teilen pro Milliarde vorhanden ist, trägt überproportional zum Aroma der Frucht bei, da seine Nachweisschwelle bei etwa 0,002 ppb liegt – eine der niedrigsten aller bekannten natürlichen Aromaverbindungen.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Für die Parfümerie gibt es kein kommerziell nutzbares ätherisches Mangoöl. Die CO2-Extraktion des Fruchtmarks liefert etwas aromatisches Material, aber das Flüchtigkeitsprofil verschlechtert sich schnell und kann nicht im Maßstab stabilisiert werden. Durch Kaltpressen des Kerns entsteht Mangobutter – ein kosmetischer Weichmacher ohne nennenswerten Aromabeitrag. Die Parfümnote ist eine synthetische Rekonstruktion aus Lactonen, Fruchtestern, Terpenkohlenwasserstoffen und Spurenmodifikatoren.
Intensive tropische Fruchtnote. Mango verleiht fruchtig-blumigen und köstlichen Kompositionen laktonisches Volumen, cremige Süße und einen grünen Terpengehalt. Es verbindet Zitrusnoten und blumige Herznoten mit einer Wärme, die kühlere Früchte (Apfel, Birne) nicht bieten können. Die Note gehört zur fruchtig-tropischen Familie und erscheint in fruchtig-blumigen, tropischen und gourmandigen Akkorden. Da das natürliche Aroma auf über 270 flüchtigen Stoffen beruht – darunter Terpinolen, Ethylbutanoat, Gamma-Octalacton und Beta-Damascenon – wird es immer synthetisch neu aufgebaut. Lactone sorgen für die Creme, Ester für den Saft und Terpene für den grünen Auftrieb.