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Duftspur

POPULÄR UND EIGENWILLIG  /  Konzept · Leistung · Vokabular
Duftspur
CategoryPOPULÄR UND EIGENWILLIG
SubcategoryKonzept · Leistung · Vokabular
Origin

Vom französischen Wort für die Bugwelle eines Schiffes im Wasser. In der Parfümerie beschreibt „Sillage“ die Duftspur, die eine Person hinterlässt, wenn sie sich durch einen Raum bewegt. Es unterscheidet sich von der Projektion (wie weit der Duft vom ruhenden Körper ausstrahlt) und der Haltbarkeit (wie lange der Duft auf der Haut wahrnehmbar bleibt).

  1. Scent
  2. The Full Story
  3. Fun Fact
  4. Extraction & Chemistry
  5. In Perfumery

Scent

Sillage ist keine Zutat. Es ist eine Eigenschaft eines komponierten Duftes, die im Raum und in der Zeit erlebt wird. Ein Duft mit starkem Sillage hinterlässt eine wahrnehmbare Spur; ein Duft mit engem Sillage bleibt nah an der Haut.

The Full Story

Sillage ist ein räumliches und zeitliches Phänomen. Wenn eine Person, die Parfum trägt, sich durch einen Raum bewegt, erzeugt sie Turbulenzen in der Luft hinter sich. Diese Turbulenzen tragen Duftmoleküle von der Haut und der Kleidung in die Umgebung und bilden eine Spur, die bestehen bleibt, nachdem die Person den Raum verlassen hat. Die Intensität, Dauer und Reichweite dieser Spur nennen Parfümeure und Träger Sillage.

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Das Wort gelangte direkt aus dem Französischen in den englischen Parfümerievokabular, wo es seit mindestens dem siebzehnten Jahrhundert in nautischen Kontexten verwendet wird. Die Analogie ist präzise: Der Kielwasser eines Schiffes ist lange sichtbar und messbar, nachdem der Rumpf vorbeigefahren ist, verschwindet aber schließlich. Sillage verhält sich genauso.

Drei Faktoren bestimmen das Sillage. Erstens das Flüchtigkeitsprofil der Komposition: Materialien mit hohem Dampfdruck (Kopfnote, bestimmte synthetische Moschusstoffe, Ambroxan-ähnliche Diffusoren) projizieren sich stärker in die umgebende Luft. Zweitens die Konzentration und die aufgetragene Menge: Mehr Moleküle auf der Haut bedeuten mehr zur Diffusion verfügbare Moleküle. Drittens die körperliche Bewegung des Trägers: Gehen erzeugt mehr Turbulenzen als Sitzen, daher erzeugt derselbe Duft in Bewegung ein stärkeres Sillage.

Sillage wird oft mit Projektion und Haltbarkeit verwechselt. Projektion ist der Radius des Duftes um den Körper, wenn dieser stillsteht – sie beantwortet die Frage „Wie weit kann mich jemand gerade riechen?“ Haltbarkeit ist die Gesamtdauer, in der der Duft auf der Haut wahrnehmbar bleibt. Sillage beantwortet eine andere Frage: „Was riechen die Leute, nachdem ich schon weg bin?“

Ein Duft kann eine starke Projektion, aber ein schwaches Sillage haben (wenn seine diffusionsfähigen Materialien sehr flüchtig sind und in der Luft nicht lange verbleiben). Er kann auch eine schwache Projektion, aber ein bemerkbares Sillage haben (wenn seine Basisnoten substanzreich genug sind, um an Stoffen zu haften und beim Bewegen des Trägers langsam freigesetzt zu werden).

Did You Know?

Did you know?
Das Wort wird auf Französisch als see-YAZH oder im englischsprachigen Raum meist als see-LAHJ ausgesprochen. Es reimt sich in den meisten englischsprachigen Parfümeriekontexten auf „mirage“. Es gibt keine standardisierte Maßeinheit für Sillage – Parfümeure beschreiben es qualitativ als intim, moderat oder expansiv.

Extraction & Chemistry

In Perfumery

Sillage ist ein Designparameter. Parfümeure passen den Sillage an, indem sie Materialien mit spezifischem Dampfdruck und Substantivität auswählen. Diffusive Moleküle (Ambroxan, Iso E Super, bestimmte Moschusnoten) erhöhen den Sillage. Schwerere Basisnoten (Harze, Balsame) können die Haltbarkeit verlängern, ohne den Sillage zu erhöhen. Hautduft-Kompositionen sind bewusst darauf ausgelegt, den Sillage zu minimieren und so Intimität zu schaffen.

Vom Rohstoff zum Duft

Das ist, was daraus wird.