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BELIEBT UND SELTSAM / marin · ozonisch · aquatisch
Calone
Category
BELIEBT UND SELTSAM
Subcategory
marin · ozonisch · aquatisch
Origin
Volatility
Herznote
Botanical
N/A (synthetische Moleküle)
Appearance
weiße Pulverkristalle
Odor Strength
Stark
Producing Countries
Synthetisch — weltweit hergestellt
Pyramid
Herz
Nasser Beton nach dem Regen, Wassermelonenschale, die in der Sonne liegt, das Innere einer Muschel, die man ans Ohr hält. Calone ist das Molekül, das der Parfümerie beigebracht hat, wie der Ozean riecht – obwohl der Ozean überhaupt nicht so riecht.
Ozonal und metallisch-frisch, mit einem anhaltenden Wassermelonen-Gurken-Unterton. Schärfer und mineralischer als Helional, weniger pflanzlich als cis-3-Hexenol, kälter als jedes natürliche Meeresmaterial. In der Konzentration wirkt es wie nasses Eisen und Meeresgischt. In der Verdünnung verschwindet es in reine Luft — eine strukturelle Transparenz statt eines erkennbaren Dufts. Die Wassermelonen-Note bleibt am längsten erhalten und verleiht eine unerwartete Süße, die das Ozon davor bewahrt, steril zu wirken.
Evolution over time
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Terroir & Origins
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The Full Story
Calone (8-Methyl-1,5-benzodioxepin-3-on, CAS 28940-11-6, MW 178,18 g/mol) ist ein synthetisches cyclisches Keton. Es wurde erstmals 1966 von J. J. Beereboom, D. P. Cameron und C. R. Stephens synthetisiert — Chemiker, die bei Camilli, Albert & Laloue arbeiteten, einem Parfümhaus in Grasse, das 1830 gegründet wurde und 1963 in die Pfizer-Pharma-Gruppe eingegliedert wurde. Der Name selbst ist eine Laborabkürzung: die Anfangsbuchstaben von Camilli, Albert, Laloue + Keton = CALone. Die Zahl 1951 ist ein Verbindungsregistrierungsindex, kein Jahr.
Das Team forschte an Benzodiazepin-Beruhigungsmitteln — dem Programm, das schließlich Diazepam (Valium) hervorbringen sollte. Calone war ein Nebenprodukt. Zwei Jahrzehnte lang wurde es nur in Spuren verwendet, um Maiglöckchen-Akkorde eine leichte Frische zu verleihen. Der Durchbruch kam 1988-1989 mit Aramis New West, besonders der Damenversion, die Calone in einer beispiellosen Konzentration von 1,2 % einsetzte. Die Kategorie der aquatischen Düfte existierte vor diesem Moment nicht.
Der Duft selbst: ozonisch, metallisch, scharf frisch. Eine kalte mineralische Qualität liegt über einer deutlichen Wassermelonen-Gurken-Süße. In voller Stärke ist er fast aggressiv — nasser Stahl, Jod, die Luft in einer Küstenhöhle. Unter 0,1 % verdünnt wird er zur unsichtbaren Architektur: transparenter Auftrieb, wahrgenommene Luftigkeit, ohne erkennbaren maritimen Charakter. Diese Dosierungsempfindlichkeit macht Calone technisch interessant. Er riecht nicht nach Meer. Er teilt bestimmte flüchtige Eigenschaften mit Dimethylsulfid und Verbindungen, die von marinem Phytoplankton freigesetzt werden, was ausreicht, um ozeanische Assoziationen im Gehirn auszulösen.
Calone kombiniert sich mit Helional (Alpha-Methyl-1,3-benzodioxol-5-propanal) für grün-ozonische Tiefe, mit Dihydromyrcenol für eine zitrusfrische Verstärkung und mit Hedione für florale Transparenz. Seine moderate Haltbarkeit — es ist eine Herznote, keine Basisnote — bedeutet, dass es fixative Unterstützung von Moschus oder Hölzern benötigt, um zu verweilen.
Did You Know?
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Der Name Calone ist kein chemischer Begriff. Es ist ein Laborkode: die ersten Buchstaben von Camilli, Albert und Laloue (dem Parfümhaus in Grasse, in dem es synthetisiert wurde) plus „Keton“ — C.A.L.+one. Die Zahl 1951 ist sein interner Verbindungsregistrierungsindex. Die Chemiker, die es erschufen, suchten nach Beruhigungsmitteln, nicht nach Parfümrohstoffen.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Vollsynthetisch. Calone (8-Methyl-1,5-benzodioxepin-3-on) wird durch chemische Synthese aus substituierten Katechol-Derivaten hergestellt. Erstmals 1966 im von Pfizer betriebenen Labor Camilli, Albert & Laloue in Grasse synthetisiert. Ein natürliches Äquivalent existiert nicht, obwohl strukturell verwandte Benzodioxepinone in Spurenmengen in bestimmten Meeresorganismen vorläufig identifiziert wurden.
Nicht eingeschränkt, verboten oder unterliegen keinen kategoriespezifischen Konzentrationsgrenzen gemäß der 51. IFRA-Änderung (Juni 2023). Nicht im Anhang III der EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 als verpflichtend deklarationspflichtiges Allergen aufgeführt.
Calone ist das Gründungsmolekül der aquatisch-marinen Duftfamilie. Bevor es Ende der 1980er Jahre in großem Maßstab eingesetzt wurde, existierte diese Kategorie nicht. Es fungiert als Herznote und verleiht die ozonisch-marine Signatur, um die aquatische Kompositionen aufgebaut werden. In Mikrodosen (0,01–0,1 %) wirkt es als transparenter Modifikator – es verleiht Blumen-, Holz- oder Moschusnoten wahrgenommene Frische und Luftigkeit, ohne explizit ozeanisch zu wirken. In höheren Konzentrationen wird es zum dominanten Charakter. Es kombiniert sich mit Helional für grün-ozonische Schichtung, Dihydromyrcenol für zitrusfrische Verstärkung und Hedione für florale Diffusion. Die Wassermelonen-Note macht es auch in fruchtigen Akkorden nützlich. Moderate Haltbarkeit bedeutet, dass es typischerweise fixative Unterstützung durch synthetische Moschusnoten oder holzige Basen benötigt, um den Duft im Abgang zu erhalten.