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Käse

MOSCHUS, AMBER, ANIMALISCHE NOTEN  /  warm · cremig · reichhaltig
Käse
Käse perfume ingredient
CategoryMOSCHUS, AMBER, ANIMALISCHE NOTEN
Subcategorywarm · cremig · reichhaltig
Origin
VolatilityBasisnote
BotanicalN/A — fermentiertes Milchprodukt
AppearanceVariiert stark je nach Typ — von Weiß bis tiefem Orange, von weich bis hart
Odor StrengthMittel
Producing CountriesFrankreich, Italien, Schweiz, Niederlande, Vereinigtes Königreich
PyramidBasis

Butterhaltig, sauer, fermentiert-tierisch. Käse ist in der Parfümerie der Geruch der mikrobiellen Umwandlung von Milchfett – scharf, polarisierend, absichtlich unangenehm.

  1. Scent
  2. The Full Story
  3. Fun Fact
  4. Extraction & Chemistry
  5. In Perfumery

Scent

Buttersäureartig, fermentiert, stechend. In voller Stärke: unverkennbar Käse — scharf, animalisch, mikrobiell lebendig. In niedrigen Dosen: eine cremige Reichhaltigkeit, die gourmandige Kompositionen unterstützt, ohne explizite Milchidentität. Die Dosis bestimmt, ob man Essen oder Duft riecht.

Evolution over time

Immediately

Immediately

Scharf buttersäureartig, stechend, fermentiert
After a few hours

After a few hours

Verwandelt sich in cremige Fülle oder bleibt stechend (dosisabhängig)
After a few days

After a few days

Langanhaltend — Buttersäure bleibt lange auf der Haut präsent

The Full Story

Käse als Parfümnote fängt die flüchtigen Säuren der Milchfermentation ein: Buttersäure (ranzig-süß), Isovaleriansäure (schweißig-scharf), verschiedene Schwefelverbindungen (Waschrinden-Funk). Niemand destilliert Käse für Duftstoffe.

Der Akkord besteht aus Buttersäure (in Schwellenmengen – ein Molekül, das bei hoher Konzentration als Käse wahrgenommen wird und bei niedriger Konzentration als „cremiger Reichtum“), Isovaleriansäure und möglicherweise Schwefelverbindungen für den Waschrindencharakter.

Funktioniert ausschließlich in avantgardistischen und provokativen Kompositionen. Die Note ist bewusst polarisierend – sie testet die Grenze zwischen Parfümerie und Körpergeruch. In Schwellenmengen unterstützt Buttersäure gourmandige Kompositionen, ohne als „Käse“ wahrgenommen zu werden.

Diese Note in Première Peau. Doppel Dänçers · Albâtre Sépia. Probieren Sie alle sieben Extrakte im Entdeckerset.

Verwandt: Celestolide · Nirvanolide · Phantolide · Sclareol · Sublimolide · Reifen · Tolu-Balsam · Traseolide

Did You Know?

Did you know?
Buttersäure verdankt ihren Namen dem lateinischen Wort butyrum (Butter) – sie wurde 1814 von Michel Eugene Chevreul erstmals aus ranziger Butter isoliert. In hohen Konzentrationen ist sie der typische Geruch von Erbrochenem und Körpergeruch. In sehr niedrigen Konzentrationen (Teile pro Million) wirkt sie als angenehme, cremige Fülle. Viele Parfümeure verwenden sie, ohne dies offenzulegen.

Extraction & Chemistry

Extraction method: Keine Extraktion aus Käse. Buttersäure und Isovaleriansäure werden synthetisch hergestellt. Beide kommen natürlicherweise im menschlichen Schweiß und im gereiften Käse vor.

Molecular FormulaN/A — Hauptgeruchsstoffe: Buttersäure C₄H₈O₂, Isovaleriansäure C₅H₁₀O₂, Diacetyl C₄H₆O₂
CAS NumberN/A — fermentierte Milchprodukte, keine einzelne Substanz
Botanical NameN/A — fermentiertes Milchprodukt
IFRA StatusKeine bekannten Einschränkungen
SynonymsMILCHPRODUKTE
Physical Properties
Odor StrengthMittel
AppearanceVariiert stark je nach Typ — von Weiß bis tiefem Orange, von weich bis hart

In Perfumery

Avantgardistisches Konzept unter Verwendung von Buttersäure und verwandten Fermentationsverbindungen. Fügt bei Grenzdosen eine cremige Fülle hinzu. Bei höheren Dosen lautet die Aussage explizit „Käse/Körper“. Funktioniert in provokanten und körperbezogenen Kompositionen. Die Dosis-Wirkungs-Kurve ist die künstlerische Herausforderung des Materials.

Vom Rohstoff zum Duft

Das ist, was daraus wird.