Was ist Sclareol? | Première Peau
| Category | NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, BELIEBT UND SELTSAM |
| Subcategory | ambra · krautig · Tabak |
| Origin | |
| Volatility | Basisnote |
| Botanical | Salvia sclarea L. (Muskatellersalbei, Primärquelle) |
| Appearance | Weißes bis cremefarbenes kristallines Feststoff |
| Odor Strength | Schwach |
| Producing Countries | Frankreich, Ungarn, Russland |
| Pyramid | Basis |
Warm, wächsern, leicht tabakartig – ein dezentes Amber, das nach getrockneten Muskatellersalbeiblüten riecht, die in einer sonnengewärmten Scheune liegen. Sclareol ist weniger wegen seines eigenen Dufts wichtig, sondern wegen dessen, was es wird: halbsynthetisch zu Ambroxid verarbeitet, bildet es die Grundlage des gesamten modernen Ambergris-Akkords.
Scent
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Terroir & Origins
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The Full Story
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Extraction & Chemistry
Extraction method: Sclareol wird nicht durch Destillation gewonnen. Es wird aus der verbrauchten Biomasse des Muskatellersalbeis (Salvia sclarea) extrahiert, nachdem das ätherische Öl bereits durch Dampfdestillation entfernt wurde. Das nach der Destillation verbleibende Pflanzenmaterial wird einer Lösungsmittel-Extraktion (typischerweise Hexan) unterzogen, um ein Konzentrat zu erhalten. Dieses Konzentrat enthält je nach Terroir und Sorte 50–75 % Sclareol nach Gewicht, wobei das bulgarische Material am oberen Ende liegt. Die direkte Feststoff-Flüssig-Extraktion von 1.000 kg trockenem Muskatellersalbeistroh ergibt etwa 15 kg Sclareol (1,5 % Ausbeute). Im Vergleich dazu liefert die Dampfdestillation von 1.000 kg trockener Blütenstände nur etwa 100 mg Sclareol in 10 kg ätherischem Öl – eine vernachlässigbare Ausbeute von 0,01 %. Auch die überkritische CO₂-Extraktion wurde untersucht und erzielte Extraktionsausbeuten von 6–9 % aus dem Konzentrat. Das Sclareol wird anschließend durch Rekristallisation aus Ethanol gereinigt. Es erscheint als weiße bis cremefarbene Kristalle, löslich in Ethanol und Ethylacetat, unlöslich in Wasser.
↑ See Terroir & Origins for origin-specific methods.
| Molecular Formula | C₂₀H₃₆O₂ |
| CAS Number | 515-03-7 |
| Botanical Name | Salvia sclarea L. (Muskatellersalbei, Primärquelle) |
| IFRA Status | Keine IFRA-Beschränkung. Sclareol ist in allen Produktkategorien ohne Mengenbegrenzung erlaubt. IFRA verlangt eine Mindestreinheit von 98 % für Duftstoffqualität. Keine Allergenklassifizierung. |
| Synonyms | SALBEI SCLAREOL · AMBERMOLEKÜL · AMBROXAN-VORSTUFE |
| Physical Properties | |
| Odor Strength | Schwach |
| Lasting Power | 292 Stunden bei 100,00% |
| Appearance | Weißes bis cremefarbenes kristallines Feststoff |
| Boiling Point | 218,00 bis 220,00 °C. @ 19,00 mm Hg |
| Flash Point | 336,00 °F. TCC (169,10 °C.) (geschätzt) |
| Melting Point | 105,00 bis 107,00 °C. @ 760,00 mm Hg |
In Perfumery
Sclareol wirkt als Basisnoten-Fixativ mit einem natürlichen Bernsteincharakter, aber seine direkte Verwendung in fertigen Kompositionen ist ungewöhnlich. Seine geringe Duftintensität und seine kristalline feste Form (Schmelzpunkt 101–107 °C) schränken die Formulierungsfreundlichkeit ein. Wo es verwendet wird, dient es als Natürlichkeitsmodifikator – es verleiht eine organische, ungezwungene Bernsteinqualität, die rein synthetische Alternativen nicht nachahmen können. Dieser pflanzliche Weg von den Muskatellersalbei-Feldern zum fertigen Molekül verleiht Ambroxid eine Nachhaltigkeitsgeschichte, die rein petrochemische Verfahren nicht bieten können. Eine Dürre in der Provence oder eine schlechte Ernte in Bulgarien kann die globalen Ambroxidpreise in die Höhe treiben. Über Ambroxid hinaus dient Sclareol auch als Vorstufe für Sclareolid und Norlabdanoxid – weitere nachgelagerte Bernsteinmoleküle. In der Première Peau Kollektion stimmt die Bernstein-Moschus-Achse, in die Sclareol einfließt, mit der warmen Basis von Insuline Safrine (/products/insuline-safrine-saffron-perfume) überein, wo Bernsteinakkorde den hartnäckigen Ausklang unter Safran und Oud bilden.
See Also
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