Vanillin ist der stärkere Verwandte — 3-4 Mal intensiver, mit einem cremigeren, süßeren Charakter. Ethylvanillin riecht wie ein Vanillekonzentrat: reicher, süßer und weniger vielschichtig als der natürliche Extrakt.
Intensive, cremige Vanille – süßer und süßer als Vanillin, mit pudrig-warmer Qualität. Weniger holzig-balsamisch als natürlicher Vanilleextrakt, weniger würzig als Tonka, reiner „süßer“ als jedes andere Vanillemolekül. Bei hoher Konzentration wird es süßlich; Bei mäßiger Dosierung ist es reichhaltig und umhüllend. Der Charakter erinnert eher an eine Eisdiele als an eine Vanilleplantage – bewusst sanft, bewusst einfach.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Intensive, cremig-süße Vanille — reichhaltiger und mehr süßwarenartig als Vanillin, mit einer pudrigen Wärme
After a few hours
After a few hours
Vanille-Süße bleibt bestehen und vertieft sich, ein subtiler Karamell-Toffee-Unterton tritt hervor
Ethylvanillin (CAS 121-32-4) ist die synthetische Verstärkung von Vanillin – derselbe Vanillin-Archetyp, der 3-4 Mal intensiver und in Richtung cremiger, süßer Konfekt-Noten verschoben ist. Während Vanillin (CAS 121-33-5) eine holzig-balsamische Qualität behält, die an die echte Vanilleschote erinnert, ist Ethylvanillin reiner und eindimensionaler: Vanilleeis, Vanilleglasur, Vanille als Konzept statt als botanische Realität.
Das Molekül ist ein weißes kristallines Pulver, das vollständig synthetisch hergestellt wird. Es kommt natürlich kaum vor, im Gegensatz zu Vanillin, das in Vanilleschoten, Tonkabohnen vorkommt und aus Lignin oder Guajakol hergestellt werden kann. Der Vorteil von Ethylvanillin ist seine Potenz: Da weniger Material benötigt wird, um dieselbe Vanillewirkung zu erzielen, verursacht es weniger Verfärbungen in Formeln (sowohl Vanillin als auch Ethylvanillin vergilben mit der Zeit, aber niedrigere Konzentrationen verlangsamen den Prozess).
In der Parfümerie ist Ethylvanillin allgegenwärtig. Es erscheint in Amber-, Gourmand-, Amber- und blumig-süßen Kompositionen. In Kombination mit Vanillin erzeugt es eine reichere, vielschichtigere Vanille als jede der beiden Moleküle allein. Mit Kumarin bildet es die klassische „warme Amber“-Basis. Mit Ethylmaltol verschiebt es sich in den vollen Gourmand-Bereich. Die Einschränkung des Moleküls ist seine Eindimensionalität – es braucht unterstützende Materialien (Benzoin, Labdanum, Tonka-Absolue), um nicht flach und synthetisch zu wirken.
Obwohl Ethylvanillin 3-4 Mal stärker als Vanillin ist, gilt es allgemein als weniger „natürlich riechend“. Vanillin-Experten und Parfümeure können Ethylvanillin in Blindtests zuverlässig von Vanillin unterscheiden: Ethylvanillin hat eine eher „lebensmittelartige“, süßwarenähnliche Qualität, während Vanillin eine holzig-balsamische Note behält, die an die Vanilleschote erinnert. Die meisten kommerziellen Vanillearomen sind eine Mischung beider Moleküle in sorgfältig abgestimmten Verhältnissen.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Komplett synthetisch. Ethylvanillin (3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd) wird durch chemische Synthese hergestellt, typischerweise über die Reimer-Tiemann-Reaktion oder durch Ethylierung von Vanillin. Es kommt in der Natur nicht in nennenswerten Mengen vor. Das Produkt ist ein weißes kristallines Pulver mit intensivem Vanillegeruch. Löslich in Ethanol und heißem Wasser. Schmelzpunkt: ca. 77°C. Im Gegensatz zu Vanillin, das aus Lignin, Guajakol oder natürlichen Vanilleschoten hergestellt werden kann, hat Ethylvanillin keine natürliche Quelle.
Molecular Formula
C9H10O3
CAS Number
121-32-4
Botanical Name
N/A — synthetisches Molekül
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Synonyms
Ethylvanillin, 3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd
Physical Properties
Odor Strength
Mittel
Lasting Power
400 Stunden
Appearance
weißes bis cremefarbenes Pulver
Boiling Point
285,00 bis 294,00 °C bei 760,00 mm Hg
Flash Point
293,00 °F TCC (145,00 °C)
Melting Point
76,00 bis 78,00 °C bei 760,00 mm Hg
In Perfumery
Ethylvanillin (CAS 121-32-4) ist ein synthetisches Vanillemolekül, das etwa 3-4 Mal stärker wirkt als Vanillin (CAS 121-33-5). Es dient als Basisnoten-Süßstoff und Fixativ in Amber-, Gourmand- und Amber-Kompositionen. Im Vergleich zu Vanillin ist Ethylvanillin cremiger und süßer – es wirkt wie „Vanilleeis“, während Vanillin eher wie „Vanilleschote“ wahrgenommen wird. Die stärkere Intensität bedeutet, dass weniger Material benötigt wird, was die Verfärbung in Formeln reduziert (sowohl Vanillin als auch Ethylvanillin können mit der Zeit vergilben, aber eine geringere Dosierung minimiert dies). Ethylvanillin ist in nahezu allen Gourmand-Düften enthalten, meist zusammen mit Vanillin und Ethylmaltol. In Kombination mit Cumarin entsteht die klassische „warme süße“ Basis. Mit Ambroxan erzeugt es einen modernen Amber-Vanille-Effekt. Seine Verwendung ist so weit verbreitet, dass es zum de facto Geruch von „Vanille“ in der kommerziellen Parfümerie geworden ist.