Gefunden in Pelargonium graveolens, Cymbopogon martinii, Rosa spp.
Appearance
Farblos bis blassgelbe klare Flüssigkeit
Producing Countries
China, Ägypten, Indien, Indonesien
Pyramid
Herz
Die Rose, die Sie in Rosenöl riechen, besteht größtenteils aus Geraniol. Ein Monoterpenalkohol, der süß, rein und blumig ist – weniger marmeladig als Phenylethylalkohol, weniger grün als Citronellol – die molekulare Basis dessen, was „rosig“ bedeutet.
Süß, rein, unverkennbar rosig mit einer wachsartigen Zitrus-Unterseite. Weniger schwer als Phenylethylalkohol (das andere „Rosen“-Molekül), weniger grün und pflanzlicher als Citronellol. Der erste Eindruck ist hell und transparent – eine bis auf ihr geometrisches Skelett reduzierte Rose. Im Abgang erscheint ein schwacher zitronengrasartiger Zitrusgeschmack, der an die Anwesenheit von Geraniol in Grasölen erinnert.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Hell, süß, deutlich rosig. Sauber und transparent mit einem Zitrusblitz.
After a few hours
After a few hours
Die Süße mildert sich. Ein wachsartiger, leicht zitrus-lemongrassartiger Unterton tritt hervor. Noch immer klar rosig.
After a few days
After a few days
Leicht süß-florale Rückstände. Mittlere Haltbarkeit — Geraniol verfliegt innerhalb von 4-6 Stunden auf der Haut ohne Fixativunterstützung.
The Full Story
Geraniol ((2E)-3,7-Dimethylocta-2,6-dien-1-ol, CAS 106-24-1) ist ein natürlich vorkommender monoterpenoider Alkohol mit der Summenformel C10H18O. Es wurde in über 160 ätherischen Ölen nachgewiesen. Palmarosaöl (Cymbopogon martinii) enthält die höchste Konzentration — 70 bis 85 % — und ist somit die wichtigste kommerzielle Quelle. Rosenöl, Geranienöl, Zitronellaöl und Zitronengrasöl enthalten ebenfalls bedeutende Mengen.
Der Duft ist süß, rosig-blumig, mit einer subtilen Zitrusnote und einer leicht wachsartigen Qualität. Er ist klarer und transparenter als Rosenabsolute und fehlt die Honig- und Gewürznoten der vollen Blüte. Im Vergleich zu seinem Isomer Nerol ist Geraniol süßer und weniger scharf. Im Vergleich zu Citronellol — seinem Hydrierungsprodukt — ist Geraniol deutlicher rosig und hat eine bessere Diffusion.
Industriell wird Geraniol auch durch selektive Hydrierung von Citral (ein Zwischenprodukt bei der Vitamin-A-Synthese) oder durch chemische Synthese hergestellt. Sowohl natürliche als auch synthetische Qualitäten werden in der Parfümerie austauschbar verwendet. Es verfärbt Seifen nicht, was es besonders wertvoll für funktionale Duftanwendungen macht.
Geraniol ist ein chemischer Baustein für andere Duftstoffe: Geranylacetat (fruchtig-rosig), Citronellol (weiche Rose) und Linalool teilen sich überlappende Terpenwege. Das Molekül ist als IFRA-gelisteter Allergenstoff klassifiziert und muss auf Produktetiketten über bestimmten Schwellenwerten deklariert werden (0,001 % in Leave-on-Produkten, 0,01 % in Rinse-off-Produkten).
Geraniol ist eines der wirksamsten Insektenschutzmittel der Natur – die EPA hat es seit 1960 als Biopestizid registriert. Pflanzen produzieren es teilweise als chemische Abwehr gegen pflanzenfressende Insekten, was bedeutet, dass sich das Molekül, das Menschen am „rosenähnlichsten“ finden, als Toxin entwickelt hat.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Natürliches Geraniol wird durch fraktionierte Destillation aus ätherischem Palmarosaöl (Cymbopogon martinii, 70–85 % Geraniolgehalt) isoliert. Auch in Rosenotto (15–22 %), Geranienöl (15–25 %) und Citronellaöl (20–40 %) enthalten. Synthetisches Geraniol wird durch selektive Hydrierung von Citral hergestellt, das wiederum von Beta-Pinen oder Isopren abgeleitet ist. In der Parfümerie werden sowohl natürliche als auch synthetische Qualitäten verwendet.
Molecular Formula
C10H18O
CAS Number
106-24-1
Botanical Name
Gefunden in Pelargonium graveolens, Cymbopogon martinii, Rosa spp.
Geraniol ist einer der grundlegenden Bausteine der Parfümerie für Rosen. Es ist unverzichtbar in Rosenakkorden, Pfingstrosenrekonstruktionen und Magnolienbasen, wo es die klare, süß-blumige Grundlage bildet. Es wirkt als Herznote mit mittlerer Haltbarkeit und verbindet sich harmonisch mit Citronellol, Phenylethylalkohol und Rosenoxid, um überzeugende Roseneffekte zu erzeugen. Über florale Düfte hinaus verleiht Geraniol chypre- und Fougère-Basen eine rosige Süße. Es wird auch als chemisches Zwischenprodukt zur Herstellung von Geranylacetat und anderen Estern verwendet. Das Molekül ist in alkalischen Medien stabil, was es zu einem der wenigen floralen Materialien macht, die in Seifenformulierungen zuverlässig funktionieren.