Rauchig, cremig-holzig mit einer teeartigen, rosigen Weichheit. Guajakholzöl riecht wie ein kaltes Lagerfeuer im Morgengrauen – trockener Rauch, feuchtes Holz, ein Flüstern von Veilchen in der Asche.
Öffnet rauchig und trocken, mit einer teeähnlichen Transparenz. Das Herz ist cremig-holzig mit einer unerwarteten rosavioletten Weichheit — anders als jedes andere holzige Öl. Rauchiger als Sandelholz, weicher als Vetiver, weniger scharf als Zedernholz. Der Ausklang ist warm, beständig und leicht süßlich. Auf dem Teststreifen dominiert der rauchig-teeartige Charakter; auf der Haut tritt die rosig-cremige Qualität deutlicher hervor.
Evolution over time
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Rauchiger, trockener, teeartiger Auftakt. Klar und holzig.
Ätherisches Öl, gewonnen aus dem Kernholz von Bulnesia sarmientoi, einem langsam wachsenden Baum, der in der Gran-Chaco-Region Südamerikas (Paraguay, Argentinien, Bolivien) heimisch ist. Das Öl ist bei Raumtemperatur halbfest aufgrund des hohen Guaiolgehalts und muss vorsichtig erwärmt werden, um es zu gießen.
Der Duft ist eigenartig und komplex: rauchig, teeartig, mit einer cremig-rosigen Qualität, die weicher und vielschichtiger ist als die meisten holzigen Öle. Guaiol (ein Sesquiterpenalkohol, etwa 30-50 % des Öls) und Bulnesol sind die Hauptbestandteile, die dem Öl seinen charakteristischen rauchig-blumig-holzigen Charakter verleihen. Es gibt auch eine subtile Veilchen-ähnliche Note durch Spuren von iononähnlichen Verbindungen.
Guajakholzöl sollte nicht mit Guaiacol (einem phenolischen Molekül, das aus Kreosot gewonnen wird) verwechselt werden, trotz des ähnlichen Namens. Das Öl ist ein sanfteres, komplexeres Material. In der Parfümerie nimmt es eine einzigartige Nische ein — rauchig genug, um Feuer zu vermitteln, weich genug, um sich mit floralen Noten zu verbinden, holzig genug, um als Anker oder Basis zu dienen. CITES-Vorschriften beschränken nun den Handel mit Bulnesia sarmientoi, was eine nachhaltige Beschaffung zu einer wichtigen Herausforderung macht.
Bulnesia sarmientoi-Holz ist so dicht (spezifisches Gewicht ~1,1), dass es im Wasser versinkt – eines der wenigen kommerziell gehandelten Hölzer, bei denen dies der Fall ist. Frühe spanische Kolonisatoren nannten es „Palo Santo“ (heiliges Holz), obwohl sich dieser Name heute häufiger auf die nicht verwandte Bursera Graveolens bezieht.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Wasserdampfdestillation von Kernholzspänen und Sägespänen. Die Ausbeute beträgt ca. 4–5 % – relativ hoch für ein Holzöl. Aufgrund der hohen Guaiol-Kristallisation ist das Öl bei Raumtemperatur halbfest (Schmelzpunkt etwa 40–50 °C). Hauptproduktion in Paraguay. Bulnesia sarmientoi ist im CITES-Anhang II aufgeführt und erfordert Exportgenehmigungen und die Dokumentation einer nachhaltigen Ernte.
Basisnote in holzigen, rauchigen und holzig-blumigen Kompositionen. Guajakholzöl verleiht eine einzigartige rauchig-cremige Holzigkeit, die die Kategorien Holz und Blumen verbindet. Es wird in holzig-rosigen Akkorden verwendet (seine rosige Qualität ergänzt die natürliche Rose), in rauchig-holzigen Basen und als Alternative zu schwereren Hölzern. Der Guaiol-Gehalt macht es zu einem wirksamen Fixativ. Aufgrund von CITES-Beschränkungen und Nachhaltigkeitsbedenken wird Clearwood (eine biotechnologische Alternative, die aus fermentiertem Patchouli gewonnen wird) zunehmend als Teilersatz verwendet, obwohl es nicht die rauchige Komplexität von Guajak besitzt.