Rauchig, trocken und leicht teeartig. Der Rauch ist sauber – nicht Lagerfeuer, sondern eher räucherwerkähnlich, mit einer klaren, fast kalten Qualität. Eine leichte rosig-blumige Untertonnote von Guaiol erscheint im Herzen. Weniger süß als Vanille-Hölzer, weniger erdig als Vetiver. Der Gesamteindruck ist streng, zurückhaltend und unverkennbar holzig.
Teeähnliche Eleganz, zarter rosig-blumiger Duft von Guaiol
After a few days
After a few days
Anhaltender trockener Rauch, streng und raffiniert
Terroir & Origins
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The Full Story
Guaya kann (Guaiacum officinale, Lignum vitae) ist ein extrem dichtes, harzreiches Hartholz, das in der Karibik und im nördlichen Südamerika heimisch ist. Es ist das dichteste kommerziell geerntete Holz mit einer Dichte über 1,0 – das bedeutet, es sinkt im Wasser. Das Holz gibt ein natürliches Harz (Guajakharz) ab, das ihm einen besonderen rauchigen, süßen und leicht vanilleähnlichen Duft verleiht.
Guajakholzöl wird typischerweise aus dem verwandten Bulnesia sarmientoi destilliert, nicht aus echtem Guaiacum, da letzteres stark gefährdet und im CITES-Anhang gelistet ist. Das Öl enthält hohe Konzentrationen von Guaiol und Bulnesol, Sesquiterpenalkoholen, die einen rauchigen, teeähnlichen, leicht blumigen Charakter erzeugen.
In der Parfümerie bietet Guajakholz eine rauchig-holzige Basisnote, die trockener und transparenter als Patchouli, weniger cremig als Sandelholz und spezieller als Zedernholz ist. Sein rauchiger Charakter stammt von natürlichen phenolischen Verbindungen, die mit Guaiacol verwandt sind, dem Molekül, das für den Geruch von geräuchertem Fleisch verantwortlich ist.
Lignum vitae ist so dicht, dass es früher für Schiffspropellerwellenlager und Polizeiknüppel verwendet wurde. Es ist selbstschmierend – das natürliche Harz im Holz macht eine externe Schmierung bei mechanischen Anwendungen überflüssig.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Wasserdampfdestillation von Holzspänen, typischerweise von Bulnesia sarmientoi und nicht von CITES-gelisteten Guaiacum-Arten. Öl reich an Guaiol und Bulnesol. Produktion: Paraguay, Argentinien. Echtes Guaiacum officinale ist vom Aussterben bedroht.
Guajakholz fungiert als Fixiermittel für die Basisnote in rauchigen, holzigen und lederartigen Kompositionen. Sein sauberer Rauchgeschmack bietet eine Alternative zu schwereren rauchigen Materialien wie Birkenteer oder Cade. Funktioniert gut in Chypre-Strukturen, Lederakkorden und modernen Holzkompositionen. Die teeähnliche Qualität macht es nützlich für Kompositionen, die Kontemplation und Raffinesse hervorrufen.