NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, BELIEBT UND SELTSAM / pudrig · rauchig · holzig
Schwarzpulver
Category
NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, BELIEBT UND SELTSAM
Subcategory
pudrig · rauchig · holzig
Origin
Volatility
Herznote
Botanical
N/A — mineralisch/chemische Akkord
Appearance
Klare farblose bis blassgelbe Flüssigkeit
Odor Strength
Mittel
Producing Countries
N/A — olfaktorisches Konzept
Pyramid
Herz
Schwefelhaltig, mineralisch, trocken. Die Nachwirkungen von Schwarzpulver – Holzkohle, Salpeter und Schwefel in einer heißen, beißenden Wolke, die sich in trockenem Mineralstaub niederschlägt.
Schweflig, mineralisch, trocken, mit einer Holzkohle-Asche-Qualität. Weniger scharf als frischer Schießpulverrauch, ruhiger und staubiger. Das Kaliumnitrat verleiht eine leichte kristallin-mineralische Note. Trockener als Weihrauchrauch, weniger organisch als Holzfeuer. Auf der Haut entwickelt es sich zu einer warmen, trockenen Mineral-Asche-Note.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Schweflig-scharfer Blitz, Holzkohle und mineralisch
Schwacher mineralisch-rauchiger Rückstand, staubig und abgesetzt
The Full Story
Schwarzpulver als Duftnote trägt die Verbrennungsprodukte von Schwarzpulver: eine Mischung aus Holzkohle (15 %), Schwefel (10 %) und Kaliumnitrat/Salpeter (75 %). Der Geruch ist schwefelig, beißend und mineralisch, mit einer trockenen, staubigen Qualität, sobald der anfängliche Rauch sich verzieht.
Der Duft unterscheidet sich von Schussrauch (der den momentanen Schuss fokussiert) – Schwarzpulver als Note umfasst den gesamten Bogen vom rohen gemischten Pulver (das schwach nach Schwefel und Holzkohle riecht) über die Zündung (beißend, schwefelig) bis zum Nachklang (trockener mineralischer Staub, Kaliumsulfatresiduum).
In der Parfümerie wird der Schwarzpulver-Akkord aus rauchigen Materialien (Wacholderöl, Birkenpech), mineralischen Noten, schwefelhaltigen Spuren und trocken-holzigen Materialien aufgebaut. Er hat auch eine unerwartete Verbindung zum chinesischen Schwarzpulver-Tee (Camellia sinensis, zu Pellets gerollt), der den Namen „Schwarzpulver“ teilt, aber einen rauchig-vegetal-grünen Charakter bietet.
Chinesischer Schießpulvertee verdankt seinen Namen der Art und Weise, wie die Blätter zu kleinen, dichten Kügelchen gerollt werden, die Schießpulverkörnern ähneln. Der Tee hat nichts mit echtem Schießpulver zu tun, aber beim Aufbrühen entsteht ein deutlich rauchiger Aufguss, der sich mit einigen der gleichen Pyrazinmoleküle überlagert, die auch in Verbrennungsrückständen vorkommen.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Kein natürlicher Extrakt. Der Schießpulver-Akkord besteht aus rauchigen Naturstoffen (Kadeöl, Birkenpech), mineralischen Modifikatoren, Spuren schwefelhaltiger Chemikalien und trockenen holzigen Materialien. Gunpowder-Tee CO2 oder Absolue kann eine rauchig-grüne Note beisteuern.
Molecular Formula
Traditionell: KNO₃ + C + S (Kaliumnitrat, Holzkohle, Schwefel)
Gunpowder fungiert in Nischenkompositionen als atmosphärische Note vom Herzen bis zur Basis. Es verleiht dem schwefelig-mineralischen Drama mehr Dauer als der flüchtige Gun-Smoke-Akzent. Hergestellt aus Cade-Öl, Birkenteer, mineralischen Noten, schwefelhaltigen Spuren und trocken-holzigen Materialien. Wird in Leder-, Tabak- und konzeptuell-atmosphärischen Kompositionen verwendet. Die Assoziation mit Gunpowder-Tee ermöglicht es ihm, in Kombination mit Teeakkorden eine Brücke in grün-rauchiges Terrain zu schlagen.