Salzige, windgepeitschte, leicht gewürzte Rose mit der Härte grüner Blätter. Hamanasu riecht nach wilder Rosa rugosa, die an einem kalten Nordstrand wächst – salzige Luft vermischt mit zerdrückten Blütenblättern.
Grüngewürzte Rose mit salziger, windgepeitschter Note. Weniger honigartig als Damascena, weniger cremig als Centifolia, mit einer ausgeprägten nelkenartigen Wärme und einem rauen, blattgrünen Rand. Die maritime Assoziation bringt einen mineralisch-salzigen Unterton mit sich – nicht fischig, sondern küstennah: kalte Luft, salzverwittertes Holz, Dünengras.
Hamanasu ist der japanische Name für Rosa rugosa, die Rugosa- oder Strandrose – eine robuste Art, die an der Küste Nordostasiens (Japan, Korea, Nordchina, Sibirien) heimisch ist. Im Gegensatz zur kultivierten Damascena oder Centifolia wächst Rugosa wild auf Sanddünen und felsigen Küstenlinien und trotzt Salznebel, Wind und nährstoffarmem Boden. Dieses maritime Terroir prägt ihren olfaktorischen Charakter.
Der Duft von Rosa rugosa ist grüner, würziger und weniger honigsüß als der von Rosa damascena. Die Rosenalkohole (Citronellol, Geraniol) sind vorhanden, teilen sich aber den Raum mit einem ausgeprägten grünen Blattcharakter und einer leichten Nelkenähnlichen Würze (durch Eugenol). Die maritimen Wachstumsbedingungen verleihen eine salzige, mineralische Note, die Parfümeure als brackig oder iodhaltig beschreiben – eine Qualität, die bei Rosen aus dem Binnenland fehlt.
In der Parfümerie vermittelt Hamanasu einen wildere, weniger polierte Rosenimpression. Er eignet sich für naturalistische, maritime und japanisch inspirierte Kompositionen, bei denen die Präzision der bulgarischen Rose zu kultiviert wirken würde. Die Note befindet sich im Herzbereich.
Diese Note in Première Peau. Nuit Elastique · Rose Monotone. Probieren Sie alle sieben Extrakte im Entdeckerset.
Hamanasu bedeutet auf Japanisch „Strandbirne“ – benannt nach den großen, tomatenähnlichen Hagebutten, die im Herbst an die Strände von Hokkaido gespült werden. Diese Hüften sind essbar und außergewöhnlich reich an Vitamin C – bis zum 20-fachen der Konzentration von Orangen.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Die Wasserdampfdestillation frischer Blütenblätter ergibt eine kleine Menge ätherisches Öl, Rosa rugosa ist jedoch keine wichtige kommerzielle Quelle. Einige japanische und koreanische Hersteller bieten Rugosa-Rosenöl oder -Hydrosol in kleinen Mengen an. Die Notiz wird häufiger rekonstruiert.
Hamanasu (Rosa rugosa) verleiht der Herzphase eine wilde, vom Meer geprägte Rosenote. Weniger verfeinert als Damaszener-Rose, mit grünblattiger Schärfe, Nelkengewürz (Eugenol) und einem salzig-mineralischen Unterton, der von seinem Küstenterroir stammt. Die Note eignet sich für naturalistische, maritime und japanisch inspirierte Kompositionen. Sie harmoniert mit Meeresakkorden, Hinoki, grünem Tee und Treibholznoten.