Safranal
| Category | GEWÜRZE |
| Subcategory | würzig · krautig · Safran |
| Origin | |
| Volatility | Von oben bis zum Herzen |
| Botanical | Crocus sativus |
| Appearance | Gelbe klare Flüssigkeit mit intensivem, safranähnlichem, krautigem Geruch |
| Odor Strength | Hoch |
| Producing Countries | Synthetisches Molekül – weltweit hergestellt. Natürlicher Safran (die Ausgangspflanze) wird hauptsächlich im Iran (85–90 % der weltweiten Produktion), in Afghanistan, Indien (Kaschmir), Griechenland, Marokko und Spanien angebaut. |
| Pyramid | Oben |
Getrocknetes Heu und heißes Jod auf Baumwollgaze. Safranal ist das Monoterpenaldehyd, das dem Safran seinen Geruch verleiht – nicht in der lebenden Blüte, sondern erst nach dem Trocknen, wenn das geschmacklose Glycosid Picrocrocin seine Glukose abspaltet und flüchtig wird. Erstmals benannt von Kuhn und Winterstein im Jahr 1933.
Scent
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After a few hours
After a few days
The Full Story
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Extraction & Chemistry
Extraction method: Natürliches Safranal wird kommerziell nicht als eigenständiger Inhaltsstoff isoliert. Es macht etwa 60-70 % der flüchtigen Fraktion von Safran aus, aber diese flüchtige Fraktion entspricht nur 0,001-0,006 % der getrockneten Narbenmasse – die Extraktion ist wirtschaftlich unsinnig angesichts der Großhandelspreise für Safran von 3.000-4.000 USD/kg für Premiumqualitäten aus dem Iran. Das Molekül bildet sich während des Trocknens: Picrocrocin unterliegt einer enzymatischen Hydrolyse (Beta-Glucosidase) und thermischen Dehydratisierung, wobei es seine Glukoseeinheit über das Zwischenprodukt HTCC (4-Hydroxy-2,6,6-trimethyl-1-cyclohexen-1-carboxaldehyd) verliert und freies Safranal entsteht. Trocknungstemperatur und -dauer steuern direkt die Ausbeute an Safranal – Trocknung im Schatten, Ofentrocknung bei 40-60 °C und Sonneneinstrahlung führen jeweils zu unterschiedlichen Konzentrationen. Kommerzielles Safranal in Parfümqualität wird durch chemische Synthese hergestellt. Veröffentlichten Synthesewege umfassen die Dehydrierung von Beta-Cyclocitral (Kuhn und Wendt, geringe Ausbeuten von 1-3 %) und allylische Bromierung mit N-Bromsuccinimid. Die Synthese bleibt herausfordernd: Das konjugierte Dien-System neigt unter oxidativen Bedingungen zur Polymerisation, und die meisten veröffentlichten Verfahren liefern nur mäßige Ausbeuten.
| Molecular Formula | C₁₀H₁₄O |
| CAS Number | 116-26-7 |
| Botanical Name | Crocus sativus |
| IFRA Status | Eingeschränkt — IFRA-Standard 082. Bedenken wegen dermaler Sensibilisierung. Kategorie 4 (Feinparfüm): max. 0,012 % im Endprodukt. Kategorie 3 (Gesicht): max. 0,013 %. Kategorie 1 (Lippen): max. 0,0022 %. Kategorie 2 (Deodorants): max. 0,00066 %. Kategorie 12 (kein Hautkontakt): keine Beschränkung. Grenzwerte eingeführt mit der 47. Änderung; aktuelle Grenzwerte festgelegt durch die 49. Änderung (Januar 2020), unverändert übernommen durch die 51. Änderung (Juni 2023). |
| Synonyms | SAFRAN-ALDEHYD · DEHYDRO-BETA-CYCLOCITRAL · 2,6,6-TRIMETHYL-1,3-CYCLOHEXADIEN-1-CARBOXALDEHYD · FEMA 3389 |
| Physical Properties | |
| Odor Strength | Hoch |
| Lasting Power | 64 Stunden bei 100,00 % |
| Appearance | Gelbe klare Flüssigkeit mit intensivem, safranähnlichem, krautigem Geruch |
| Boiling Point | 265 °C bei 760 mm Hg (70 °C bei 1 mm Hg) |
| Flash Point | 186,00 °F. TCC (85,56 °C) |
| Specific Gravity | 0,96800 bis 0,98000 @ 25,00 °C. |
| Refractive Index | 1,52500 bis 1,53300 @ 20,00 °C. |
In Perfumery
Spurenmodifikator für Safran-Akkorde, der unter strenger IFRA-Beschränkung steht (Standard 082 — Bedenken wegen dermaler Sensibilisierung). In zulässigen Konzentrationen trägt Safranal keine Komposition — es lenkt sie. Ein Bruchteil eines Prozents verschiebt eine orientalische oder würzige Basis in Richtung Safranspezifität auf eine Weise, die kein anderes einzelnes Molekül nachahmt. Funktioniert als Modifikator von Kopf- zu Herznoten: Eröffnet mit trockener, stroh-lederner Klarheit und entwickelt sich dann zu einem warmen, medizinisch-würzigen Herzen. Die klassische Safran-Rosen-Kombination — ein struktureller Archetyp in der orientalischen Parfümerie — beruht auf der kantigen Trockenheit von Safranal, um die Süße der Rose auszubalancieren. Ebenfalls wirksam in Kombination mit Cuminaldehyd, das das warme-würzige Register teilt, aber eine schweißige statt lederartige Qualität beiträgt. Isophoron und 4-Ketoisophoron, gemeinsam vorkommende flüchtige Bestandteile im Safran-Ätheröl, werden manchmal zusammen mit Safranal verwendet, um vollständigere Safran-Rekonstruktionen zu erstellen.