N/A – synthetisches Molekül (abgeleitet von Salvia sclarea)
Appearance
Klare farblose bis blassgelbe Flüssigkeit
Odor Strength
Mittel bis stark
Producing Countries
Frankreich, Schweiz
Pyramid
Oben
Wachsartig, bernsteinartig, leicht krautig. Der Geruch von Muskatellersalbei drang durch einen Filter aus warmem Harz – ein niederfrequentes Summen, das man eher spürte als wahrnahm.
Wachsig, leicht krautig, mit einer ruhigen, bernsteinwarmen Note. Trockener als Ambroxid, weniger strahlend, mit einer subtilen pflanzlichen Nuance ähnlich den Stängeln des Muskatellersalbeis. Auf dem Teststreifen wirkt es wie ein weicher, harziger Film – nicht aufdringlich, einfach präsent. Näher an Bienenwachs als an Baumharz.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Leicht krautige Wachsigkeit, kaum wahrnehmbare grüne Note
After a few hours
After a few hours
Sanfte Bernsteinwärme, trocken und harzig, Rest von Muskatellersalbei
After a few days
After a few days
Leiser wachshaltiger Film, fast geruchlos, aber dennoch auf dem Stoff vorhanden
The Full Story
Sclarene ist ein Triterpen-Hydrocarbon (C30H50), das aus Muskatellersalbei (Salvia sclarea) isoliert wird. Sein Geruch liegt zwischen bernsteinartiger Wärme und einer leichten krautigen Trockenheit – weniger süß als Ambroxid, mehr pflanzlich, mit einem dezenten wachsartigen Unterton. Es riecht wie der Rückstand, der nach der Destillation von Muskatellersalbei-Absolue in der Destille zurückbleibt.
Das Molekül wird als Nebenprodukt bei der Verarbeitung von Sclareol gewonnen. Sclareol, extrahiert aus Muskatellersalbei, ist der Vorläufer von Ambroxid (Ambrox). Während dieser Umwandlung entsteht Sclarene zusammen mit anderen terpenischen Nebenprodukten. Seine CAS-Nummer ist 511-02-4. Es handelt sich um eine hochsiedende Verbindung mit niedrigem Dampfdruck, was ihm eine ausgezeichnete Haftung auf der Haut und auf Duftstreifen verleiht.
In der Formulierung fungiert Sclarene als Fixativ und als bernsteinartige Hintergrundnote. Es fehlt ihm die Strahlkraft von Ambroxid, aber es bietet eine ruhige, diffusive Basis, die andere Materialien unterstützt, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Parfümeure verwenden es, um den Ausklang von Kompositionen zu verlängern und synthetischen Amber-Akkorden eine natürlich wirkende Wärme zu verleihen.
Sclarene teilt sein Kohlenstoffgerüst mit Squalen, dem Lipid, das in Haifischleberöl und menschlichem Talg vorkommt. Bei beiden handelt es sich um C30-Triterpene, weshalb Muskatellersalbei-Derivate oft eine hautähnliche Qualität haben.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Sclaren ist ein Nebenprodukt der industriellen Umwandlung von Sclareol (aus Muskatellersalbei, Salvia sclarea) in Ambroxid. Es wird bei der chemischen Verarbeitung von Sclareol durch säurekatalysierten Abbau isoliert. Nicht direkt aus Pflanzenmaterial destilliert.
Molecular Formula
C₂₀H₃₂
CAS Number
511-02-4
Botanical Name
N/A – synthetisches Molekül (abgeleitet von Salvia sclarea)
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Physical Properties
Odor Strength
Mittel bis stark
Lasting Power
Unter 24 Stunden auf Riechstreifen
Appearance
Klare farblose bis blassgelbe Flüssigkeit
Boiling Point
337,00 bis 338,00 °C. @ 760,00 mm Hg
Flash Point
305,00 °F. TCC (151,67 °C.)
In Perfumery
Sclarene wirkt als Fixiermittel und milder Ambermodifikator. Es projiziert nicht stark, verlängert aber die Haltbarkeit einer Austrocknung, insbesondere in holzigen und bernsteinigen Kompositionen. Es verbindet natürliche Muskatellersalbei-Materialien mit synthetischen Bernsteinmolekülen wie Ambrox und Ambroxan. Nützlich für Fougere- und Chypre-Basis, wo ein ruhiger, kräuterig-bernsteinfarbener Unterton ohne zusätzliche Süße gewünscht wird. Es gehört zur gleichen Sclareol-abgeleiteten Familie wie Ambrox, steht aber auf der Strahlungsskala weiter unten – eher ein Gebrauchsstoff als ein Markenzeichen.