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Stinktierkohl

GRÜNE, KRÄUTER UND FOUGERES  /  grün · erdig · blumig
Stinktierkohl
Stinktierkohl perfume ingredient
CategoryGRÜNE, KRÄUTER UND FOUGERES
Subcategorygrün · erdig · blumig
Origin
VolatilityHerznote
BotanicalSymplocarpus foetidus
AppearanceDunkelgrünes bis bräunliches Pflanzenmaterial; kein handelsübliches ätherisches Öl
Odor StrengthMittel
Producing CountriesNordamerika
PyramidHerz

Stinkend, schwefelhaltig, sumpfwarm. Symplocarpus foetidus – eine Pflanze, die sich erhitzt, um durch den Schnee zu schmelzen und nach verrottendem Fleisch riecht, um Fliegen anzulocken.

  1. Scent
  2. The Full Story
  3. Fun Fact
  4. Extraction & Chemistry
  5. In Perfumery

Scent

Stinkend, schwefelig, mit der Qualität von verwesendem Fleisch und einem warmen, sumpfigen Hintergrund. Nicht blumig im herkömmlichen Sinne. Der Geruch wirkt aus nächster Nähe aktiv abstoßend – Dimethyldisulfid und Skatol erzeugen einen überzeugenden Leichenblumeneffekt. Aus der Ferne ein schwaches warmgrünes, fast kohlartiges Aroma.

Evolution over time

Immediately

Immediately

Schwefeliger, fauliger Ausbruch – verrottetes Fleisch und Sumpf
After a few hours

After a few hours

Warme, grünkohlartige Qualität aus der Ferne
After a few days

After a few days

Anhaltende schwefelige Spur, unangenehm, wenn wahrnehmbar

The Full Story

Der östliche Stinktierkohl (Symplocarpus foetidus) ist eine nordamerikanische Feuchtgebietspflanze, die durch Thermogenese Wärme erzeugt – ihr Spadix kann Temperaturen 15-35 Grad C über der Umgebung halten, wodurch sie im späten Winter gefrorenen Boden durchdringen kann. Um ihre Bestäuber (Aasfliegen und Käfer) anzulocken, verströmt sie einen fauligen Geruch, der verwesendem Fleisch ähnelt.

Der Geruch ist schwefelhaltig und faulig, verursacht durch Dimethyldisulfid, Skatol und Trimethylamin – dieselben Moleküle, die in verrottendem Fleisch und Fäkalien vorkommen. Die Strategie der Pflanze ist klassisches Aasmimese: Sie lockt Fliegen an, die normalerweise Eier auf toten Tieren ablegen, und täuscht sie, stattdessen zu bestäuben.

In der Parfümerie ist Stinktierkohl eine konzeptionelle Note, die fast nie wörtlich verwendet wird. Sie repräsentiert das extreme Ende des animalisch-fäkalen Spektrums – wird häufiger im Duftjournalismus als in tatsächlichen Formulierungen erwähnt. Jede praktische Anwendung würde stark verdünnte animalische Materialien (Indol, Skatol) verwenden, um den Effekt anzudeuten statt zu replizieren.

Diese Note in Première Peau. Simili Mirage · Gravitas Capitale. Probieren Sie alle sieben Extrakte im Entdeckerset.

Verwandt: Acronychia Pedunculata · Adoxal · Agave · Algen · Aloe Vera · Aromatische Noten · Spargel · Avocado

Did You Know?

Did you know?
Stinktierkohl ist eine der wenigen Pflanzen, die zur Thermogenese fähig sind – er kann seine Temperatur bis zu zwei Wochen lang um 15–35 °C über die Umgebungslufttemperatur erhöhen. Die erforderliche Stoffwechselrate ist vergleichbar mit der eines Kolibris. Dies macht sie zu einer der ersten Pflanzen, die im Frühling schlüpfen und sich durch den Schnee drängen.

Extraction & Chemistry

Extraction method: Kein kommerzielles ätherisches Öl oder Absolue. Die flüchtigen Verbindungen der Pflanze (Dimethyldisulfid, Skatol, Trimethylamin) sind als einzelne Chemikalien verfügbar, werden jedoch nicht für Parfümeriezwecke aus der Pflanze selbst extrahiert.

Molecular FormulaN/A — komplexe Mischung (Schlüsselverbindungen: Dimethyldisulfid, Skatol)
CAS NumberN/A — natürliche Pflanze, komplexe Mischung flüchtiger Stoffe
Botanical NameSymplocarpus foetidus
IFRA StatusKeine bekannten Einschränkungen
SynonymsSumpfkohl, Iltiskraut, Stinkkraut
Physical Properties
Odor StrengthMittel
AppearanceDunkelgrünes bis bräunliches Pflanzenmaterial; kein handelsübliches ätherisches Öl

In Perfumery

Stinktierkohl ist eine konzeptionelle extrem-animalische Note, die in der tatsächlichen Formulierung fast nie verwendet wird. Wenn darauf verwiesen wird, deutet es auf das dunkelste Ende des tierischen Spektrums hin – jenseits der Zibetkatze, jenseits des Bibergeils. Bei der theoretischen Rekonstruktion würden Skatol, Indol und Dimethyldisulfid in extremer Verdünnung neben warmgrünen und sumpfähnlichen Materialien verwendet. Funktioniert nur in der extremen konzeptuellen Parfümerie, die den Verfall, die Natur und die Grenzen der olfaktorischen Akzeptanz erforscht.

Vom Rohstoff zum Duft

Das ist, was daraus wird.