Österreich, Kanada, Finnland, Russland, Skandinavien
Pyramid
Herz
Dunkelgrün, harzig und tief bewaldet – Fichte riecht wie das Innere eines nördlichen Waldes in der Höhe. Ernsthafter als Tanne, weniger scharf als Kiefer, mit einer balsamischen Tiefe durch Bornylacetat und einer leicht bitteren, fast medizinischen Note.
Tiefgrün, harzig und balsamisch mit einem ölig-süßen Unterton. Der Gehalt an Bornylacetat verleiht ihm Wärme und Rundheit, während das Camphen eine bitter-medizinische Note verleiht, die der Tanne fehlt. Dunkler und grüblerischer als Tannenbalsam – näher an einem Winterwald als an einem Frühlingswald. Das Alpha-Pinen sorgt für etwas Auftrieb, aber der Gesamteindruck ist dicht und erdend. Im Vergleich zur Kiefer ist Fichte runder und weniger aggressiv; Im Vergleich zur Tanne ist es ernster und weniger honigsüß.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Grün, harzig, belebend — dunkle Nadelzweige mit kampferartigem Biss. Ölig-süße balsamische Wärme.
After a few hours
After a few hours
Bornylacetat vertieft sich. Dicht, waldig, dezent medizinisch. Weniger scharf, mehr erdend.
Fichtenöl in der Parfümerie stammt hauptsächlich von zwei Arten: Gemeine Fichte (Picea abies) und Schwarzfichte (Picea mariana). Das Öl wird durch Dampfdestillation aus Nadeln und Zweigen gewonnen. Schwarzfichte — die gebräuchlichere Parfümeriequalität — enthält 37-46 % Bornylacetat als dominierende Komponente, gefolgt von Alpha-Pinen (16 %), Kampen (10 %), Beta-Pinen (6,5 %) und Limonen (6,5 %). Das Öl der Gemeinen Fichte zeigt eine ähnliche Dominanz von Bornylacetat (14-40 %) mit höherem Alpha-Cadinol-Gehalt.
Charakter und Unterscheidung
Unter den drei großen Nadelbaumfamilien nimmt die Fichte eine mittlere Position ein. Sie teilt die Bornylacetat-Signatur mit der Tanne, wirkt aber grüner, dunkler und harziger. Sie besitzt etwas von der Schärfe der Kiefer, jedoch ohne deren Terpentin-Härte. Der Kampengehalt verleiht ihr eine leicht bittere, fast medizinische Note, die bei der Tanne fehlt. Besonders die Schwarzfichte hat einen öligen, süßen, tief balsamischen Charakter, den Parfümeure wegen seiner Dichte und Beständigkeit schätzen.
Herkunft
Schwarzfichte wächst in den borealen Wäldern Kanadas und im Norden der USA. Die Gemeine Fichte erstreckt sich über Nordeuropa von Skandinavien bis auf die Balkanhalbinsel. Kanadisches Schwarzfichtenöl ist der Standard in der Parfümerie. Die Zusammensetzung des Öls variiert saisonal — Studien an Picea abies zeigen signifikante Verschiebungen im Terpenverhältnis zwischen Sommer- und Winternadeln.
Diese Note in Première Peau. Nuit Elastique · Albâtre Sépia. Probieren Sie alle sieben Extrakte im Discovery Set.
Die resonanten akustischen Eigenschaften von Fichtenholz machten es zum Standardmaterial für den Resonanzboden von Violinen, Gitarren und Klavieren. Antonio Stradivari baute seine Geigen aus Alpenfichte (Picea abies), die in einer Zeit ungewöhnlich langsamen Wachstums geerntet wurde, die durch das Maunder-Minimum verursacht wurde – einer 70-jährigen Periode reduzierter Sonnenaktivität (1645–1715) –, die Holz mit außergewöhnlich gleichmäßiger, dichter Maserung hervorbrachte. Dendrochronologische Studien haben diesen Zusammenhang bestätigt.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Wasserdampfdestillation von Nadeln und Zweigen. Schwarzfichte (Picea mariana) wird hauptsächlich in kanadischen Borealwäldern geerntet. Die Gemeine Fichte (Picea abies) wird in Skandinavien und Mitteleuropa angebaut. Die Ölzusammensetzung variiert je nach Erntesaison erheblich – Sommernadeln weisen tendenziell einen höheren Monoterpengehalt auf, während Winterernten mehr Bornylacetat produzieren. Das Rohöl ist eine hellgelbe bis farblose Flüssigkeit.
Fichtenöl – insbesondere Schwarze Fichte (Picea mariana) – wirkt als Herz- bis Basisnote mit starken diffusen Eigenschaften. Sein hoher Bornylacetat-Gehalt (37-46 %) sorgt für eine ausgezeichnete Fixierung und eine süß-balsamische Wärme, die koniferische Akkorde verankert. In Fougère-Strukturen verstärkt es die grün-aromatische Achse mit mehr Tiefe als Tanne oder Kiefer. In holzig-ambernen Kompositionen fügt es eine kühle, waldige Dimension hinzu. Fichte verbindet sich gut mit Vetiver, Zedernholz, Labdanum und Weihrauchmaterialien. Der dichte, harzige Charakter des Öls macht es besonders nützlich in maskulinen und Unisex-Kompositionen, in denen eine ernsthafte, nicht-dekorative koniferische Note erforderlich ist.