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Pyramid
Herz
Grün, pollenstaubig und leicht honigartig. Sonnenblume riecht, als stünde man an einem heißen Tag auf einem Feld – warmer Pollen, grüner Stängelsaft und eine milde, heuähnliche Süße, die eher nach Natur als nach Luxus schmeckt.
Grün, pollenstaubig und mild honigsüß. Der Pollencharakter ist trocken und pudrig, nicht klebrig. Die grüne Stängelnote ist saftig und leicht bitter. Die Süße erinnert an Heu und ist sanft — nicht zuckrig. Der Gesamteindruck ist der eines warmen Agrarfeldes.
Weniger blumig als Kamille (die eine ausgeprägte apfelartige Süße hat). Weniger krautig als Ringelblume. Mehr pollenbetont und territorial ausgerichtet als die meisten Blumennoten.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Grün, pollenstaubig — warmer Stengelsaft und Blütenstaub
After a few hours
After a few hours
Sanfter, heuähnlicher Süße — weniger grün, mehr warm-golden
Die Sonnenblume (Helianthus annuus) ist keine konventionell duftende Blume – ihr Duft ist subtil, pollenreich und grün statt süß oder blumig. Das aromatische Profil wird vom Pollen (reich an carotinoid-abgeleiteten flüchtigen Stoffen), dem grünen Saft der dicken Stängel und einer leichten, heuähnlichen Süße der trocknenden Blütenblätter dominiert.
Sonnenblumenöl ist nach der Raffinierung geruchlos. Das aromatische Interesse der Pflanze liegt im Blütenkopf selbst – der Kombination aus Pollen, grünem Gewebe und warmem, von der Sonne erhitztem Pflanzenmaterial. Es ist eine Feldnote statt einer Gartennote und ruft landwirtschaftliches Gebiet statt Blumenstrauß hervor.
In der Parfümerie verleiht die Sonnenblume eine spezifische atmosphärische Qualität – Wärme, Sommerfelder, goldenes Licht. Sie ist selten die Hauptfigur; stattdessen suggeriert sie eine Umgebung.
Junge Sonnenblumenpflanzen zeigen Heliotropismus – sie folgen der Sonne tagsüber von Osten nach Westen und kehren nachts wieder nach Osten zurück. Sobald der Blütenkopf reif ist und sich vollständig öffnet, stoppt diese Bewegung und der Kopf ist dauerhaft nach Osten gerichtet. In Science (2016) veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigten, dass diese Bewegung durch unterschiedliche Wachstumsraten auf gegenüberliegenden Seiten des Stammes angetrieben wird.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Sonnenblumenöl oder ätherisches Öl aus den Blütenköpfen ist ein seltenes Spezialprodukt. Die meisten im Handel erhältlichen Sonnenblumenöle sind Samenöle (nach der Raffinierung geruchlos). Die Extraktion aromatischer Blütenköpfe erfordert eine Lösungsmittelextraktion frischer Blütenköpfe, die kommerziell nicht in großem Maßstab praktiziert wird. Die Note wird typischerweise aus grünen, pollen- und heuartigen Molekülen rekonstruiert.
Komplexe Mischung — Linolsäure C₁₈H₃₂O₂ (Hauptbestandteil von Samenöl)
CAS Number
8001-21-6
Botanical Name
Helianthus annuus
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Synonyms
SONNENBLUMENÖL · HELIANTHUSÖL
Physical Properties
Appearance
farblose bis blassgelbe klare Flüssigkeit
Boiling Point
438,40 °C. @ 760,00 mm Hg (geschätzt)
Flash Point
328,00 °F. TCC (164,60 °C) (geschätzt)
Specific Gravity
0,92200 bis 0,99600 @ 25,00 °C.
Refractive Index
1,46630 bis 1,68400 @ 20,00 °C.
In Perfumery
Sonnenblume ist eine Nischen-Herznote, die pollen-grüne, atmosphärische Wärme verleiht. Sie trägt Sommerfelder und landwirtschaftliche Landschaften, statt konventioneller Floralie. Besteht aus grün-stängeligen Molekülen (cis-3-Hexenol), pollenähnlichen pudrigen Elementen, Heunoten (Coumarin in Spuren) und sanfter Wärme. Nützlich in Territoriums-, Sommer- und naturalistischen Kompositionen. Eine stimmungsgebende Note statt eines charakteristischen Bestandteils.