Eine schwache, besenartige Süße mit einem grün-kräuterigen Rückgrat. Die gelben Blüten verströmen einen dezenten, leicht kumarinartigen Duft, der an Heu im Sonnenlicht erinnert.
Leicht süßlich mit besenartiger Note und grün-kräuterigen Untertönen. Eine dezente Cumarinnote sorgt für warme Süße. Weniger scharf als Ginster, weniger kokosnussartig als Ginster. Der Gesamteindruck ist sanft, sonnig und eher landwirtschaftlich als dekorativ.
Evolution over time
Immediately
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Leicht grün-süß, besenartig
After a few hours
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Warmer Kumarin, krautige Sanftheit
After a few days
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Sanfte süß-krautige Spur
Terroir & Origins
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The Full Story
Färber-Ginster (Genista tinctoria) ist ein Strauch aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), der in Europa und Westasien heimisch ist. Historisch wurde er als Quelle für gelbe Farbe kultiviert: Die Blüten und jungen Triebe erzeugen ein gelbes Pigment, wenn sie mit Alaun als Beize kombiniert werden. Die Pflanze liefert auch grüne Farbe, wenn sie mit Färberwaid (Blau) kombiniert wird.
Die Blüten haben einen subtilen, besenartigen Duft: leicht süßlich, leicht kumarinartig, mit einer grün-krautigen Note. Der Duft ist weniger intensiv als der von Besenginster oder Stechginster, teilt aber den gleichen Familiencharakter. In der Parfümerie ist Färber-Ginster eine natürliche Note, wird aber selten verwendet. Die Pflanze enthält Isoflavone, Flavonoide und kleine Mengen flüchtiger Verbindungen.
In Düften fungiert die Note als Modifikator in krautigen, mediterranen und handwerklich geprägten Kompositionen. Sie verleiht eine ruhige, handwerkliche Qualität, die auf Textil- und Färbetraditionen verweist, statt auf gärtnerische Schönheit.
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Lincolngrün, die Farbe, die mit Robin Hood in Verbindung gebracht wird, wurde traditionell dadurch hergestellt, dass Wolle zuerst mit Färberwaid (blau) und dann mit Färberkraut (gelb) überfärbt wurde. Mit der gleichen Doppelfärbetechnik wurden die grünen Stoffe der mittelalterlichen europäischen Textilproduktion hergestellt.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Nicht kommerziell für die Parfümerie gewonnen. Die Pflanze wurde früher eher zum Färben als zum Duften verwendet. Eine Wasserdampfdestillation ist theoretisch möglich, wird jedoch nicht in großem Maßstab praktiziert.
Färber-Grünkraut ist ein seltener natürlicher Modifikator in Kräuter- und Kunsthandwerkskompositionen. Es sorgt für eine ruhige, besenartige Süße mit Cumarin-Untertönen. Der historische Färberverband verleiht ihm in Kompositionen, die sich auf Textilkunst und handwerkliche Traditionen beziehen, erzählerischen Wert. Selten kommerziell destilliert.