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Neem

GRÜNE, KRÄUTER UND FOUGERES  /  holzig · erdig · bitter
Neem
Neem perfume ingredient
CategoryGRÜNE, KRÄUTER UND FOUGERES
Subcategoryholzig · erdig · bitter
Origin
VolatilityHerznote
BotanicalAzadirachta indica
Appearancehellbraune Flüssigkeit
Odor StrengthMittel
Producing CountriesIndien, Myanmar, Subsahara-Afrika
PyramidHerz

Scharf, bitter und schwefelhaltig. Neemöl riecht nach Knoblauch, gekreuzt mit verbrannten Erdnüssen – ein herausforderndes Material, das eher funktional als schön ist und aufgrund seiner animalischen Tiefe in Spuren verwendet wird.

  1. Scent
  2. Terroir & Origins
  3. The Full Story
  4. Fun Fact
  5. Extraction & Chemistry
  6. In Perfumery

Scent

Intensiv stechend, schweflig und bitter. In Konzentration: Knoblauch, verbrannte Erdnüsse und eine scharfe, fast toxische grüne Bitterkeit. Bei extremer Verdünnung (0,01 % oder weniger) tritt die schweflige Schärfe zurück und eine eigenartige fettig-animalische Qualität tritt hervor — ähnlich bestimmten Zibet- oder Bibergeil-Noten.

Nicht vergleichbar mit irgendeinem angenehmen Parfümrohstoff in voller Stärke. Der nächste Bezugspunkt könnte stark verdünntes Sulfurol oder bestimmte Allylsulfid-Verbindungen sein.

Evolution over time

Immediately

Immediately

Intensiv schwefelhaltig, knoblauchartig, bitter-grüne Schärfe
After a few hours

After a few hours

Fettig-animalischer Unterton tritt hervor, wenn Schwefelverbindungen verfliegen
After a few days

After a few days

Schwacher, fettiger Rückstand – weniger störend, aber immer noch herausfordernd

Terroir & Origins

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The Full Story

Neem (Azadirachta indica) ist ein schnell wachsender tropischer Baum, der auf dem indischen Subkontinent heimisch ist. Das aus seinen Samen gepresste Öl ist ein scharfes Naturmaterial — intensiv bitter, schwefelhaltig und knoblauchartig, mit einem darunterliegenden fettig-nussigen Charakter.

Der Duft von Neemöl wird von Schwefelverbindungen, verschiedenen Limoniden (einschließlich Azadirachtin) und Fettsäurebestandteilen bestimmt. Die Kombination ist in konzentrierter Form für die meisten westlichen Nasen tief unangenehm, aber bei extremer Verdünnung kann Neem eine eigenartige animalische Tiefe beitragen — ein Gefühl biologischer Rohheit, das kein synthetischer Duft leicht nachahmen kann.

In der traditionellen indischen und südostasiatischen Parfümerie und Medizin wird Neem seit Jahrtausenden verwendet. Der Baum wird manchmal als „Dorfarznei“ bezeichnet wegen seiner Vielzahl bioaktiver Eigenschaften. In der westlichen Parfümerie ist Neem in kommerziellen Formulierungen im Wesentlichen nicht vorhanden, taucht aber gelegentlich in avantgardistischen oder konzeptgetriebenen Arbeiten auf.

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Verwandt: Erle · Alpha Humulen · Amaranth · Amberever · Ambramone · Amburana-Rinde · Antillone · Apfelbaum

Did You Know?

Did you know?
Ein einzelner ausgewachsener Neembaum kann 30–50 kg Früchte pro Jahr produzieren und seine Blätter, Rinde und Samen enthalten über 140 identifizierte bioaktive Verbindungen – mehr als fast jede andere Pflanzenart, die auf ihr pharmazeutisches Potenzial untersucht wurde.

Extraction & Chemistry

Extraction method: Kaltpressung von Neemsamen (Azadirachta indica). Die Samen enthalten 40-50 Gewichtsprozent Öl. Bei der industriellen Extraktion wird das Lösungsmittel Hexan verwendet, um höhere Ausbeuten zu erzielen. Das Öl ist dick, dunkel und stark riechend. Durch die Wasserdampfdestillation von Neemblättern entsteht ein leichteres, weniger anstößiges Öl, das gelegentlich in der Aromatherapie verwendet wird.

↑ See Terroir & Origins for origin-specific methods.

Molecular FormulaKomplexe Mischung (Azadirachtin C₃₅H₄₄O₁₆, Nimbin C₃₀H₃₆O₉)
CAS Number8002-65-1
Botanical NameAzadirachta indica
IFRA StatusKeine bekannten Einschränkungen
SynonymsINDISCHER LILAK · NIMTREE
Physical Properties
Odor StrengthMittel
Appearancehellbraune Flüssigkeit
Flash Point> 200 °F TCC (> 93 °C)
Specific Gravity0,908 bis 0,934 @ 25 °C
Refractive Index1,462 bis 1,473 @ 25 °C

In Perfumery

Aufgrund seiner überwältigenden Bitterkeit und schwefelhaltigen Intensität spielt Neem in der gängigen Parfümerie praktisch keine Rolle. In Spurenmengen kann es als animalischer Modifikator in experimentellen oder avantgardistischen Kompositionen fungieren. Seine bioaktiven Eigenschaften (insektizid, antimykotisch) sind kommerziell weitaus relevanter als sein Duft. In funktionellen Duftstoffen (Insektenschutzmittel, landwirtschaftliche Produkte) wird Neemöl in höheren Konzentrationen verwendet, wenn sein Duft aus Zweckmäßigkeitsgründen toleriert wird.

Vom Rohstoff zum Duft

Das ist, was daraus wird.