GRÜNE, KRÄUTER UND FOUGERES / holzig · erdig · bitter
Neem
Category
GRÜNE, KRÄUTER UND FOUGERES
Subcategory
holzig · erdig · bitter
Origin
Volatility
Herznote
Botanical
Azadirachta indica
Appearance
hellbraune Flüssigkeit
Odor Strength
Mittel
Producing Countries
Indien, Myanmar, Subsahara-Afrika
Pyramid
Herz
Scharf, bitter und schwefelhaltig. Neemöl riecht nach Knoblauch, gekreuzt mit verbrannten Erdnüssen – ein herausforderndes Material, das eher funktional als schön ist und aufgrund seiner animalischen Tiefe in Spuren verwendet wird.
Intensiv stechend, schweflig und bitter. In Konzentration: Knoblauch, verbrannte Erdnüsse und eine scharfe, fast toxische grüne Bitterkeit. Bei extremer Verdünnung (0,01 % oder weniger) tritt die schweflige Schärfe zurück und eine eigenartige fettig-animalische Qualität tritt hervor — ähnlich bestimmten Zibet- oder Bibergeil-Noten.
Nicht vergleichbar mit irgendeinem angenehmen Parfümrohstoff in voller Stärke. Der nächste Bezugspunkt könnte stark verdünntes Sulfurol oder bestimmte Allylsulfid-Verbindungen sein.
Fettig-animalischer Unterton tritt hervor, wenn Schwefelverbindungen verfliegen
After a few days
After a few days
Schwacher, fettiger Rückstand – weniger störend, aber immer noch herausfordernd
Terroir & Origins
Indicative 2025 wholesale prices.
The Full Story
Neem (Azadirachta indica) ist ein schnell wachsender tropischer Baum, der auf dem indischen Subkontinent heimisch ist. Das aus seinen Samen gepresste Öl ist ein scharfes Naturmaterial — intensiv bitter, schwefelhaltig und knoblauchartig, mit einem darunterliegenden fettig-nussigen Charakter.
Der Duft von Neemöl wird von Schwefelverbindungen, verschiedenen Limoniden (einschließlich Azadirachtin) und Fettsäurebestandteilen bestimmt. Die Kombination ist in konzentrierter Form für die meisten westlichen Nasen tief unangenehm, aber bei extremer Verdünnung kann Neem eine eigenartige animalische Tiefe beitragen — ein Gefühl biologischer Rohheit, das kein synthetischer Duft leicht nachahmen kann.
In der traditionellen indischen und südostasiatischen Parfümerie und Medizin wird Neem seit Jahrtausenden verwendet. Der Baum wird manchmal als „Dorfarznei“ bezeichnet wegen seiner Vielzahl bioaktiver Eigenschaften. In der westlichen Parfümerie ist Neem in kommerziellen Formulierungen im Wesentlichen nicht vorhanden, taucht aber gelegentlich in avantgardistischen oder konzeptgetriebenen Arbeiten auf.
Ein einzelner ausgewachsener Neembaum kann 30–50 kg Früchte pro Jahr produzieren und seine Blätter, Rinde und Samen enthalten über 140 identifizierte bioaktive Verbindungen – mehr als fast jede andere Pflanzenart, die auf ihr pharmazeutisches Potenzial untersucht wurde.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Kaltpressung von Neemsamen (Azadirachta indica). Die Samen enthalten 40-50 Gewichtsprozent Öl. Bei der industriellen Extraktion wird das Lösungsmittel Hexan verwendet, um höhere Ausbeuten zu erzielen. Das Öl ist dick, dunkel und stark riechend. Durch die Wasserdampfdestillation von Neemblättern entsteht ein leichteres, weniger anstößiges Öl, das gelegentlich in der Aromatherapie verwendet wird.
Aufgrund seiner überwältigenden Bitterkeit und schwefelhaltigen Intensität spielt Neem in der gängigen Parfümerie praktisch keine Rolle. In Spurenmengen kann es als animalischer Modifikator in experimentellen oder avantgardistischen Kompositionen fungieren. Seine bioaktiven Eigenschaften (insektizid, antimykotisch) sind kommerziell weitaus relevanter als sein Duft. In funktionellen Duftstoffen (Insektenschutzmittel, landwirtschaftliche Produkte) wird Neemöl in höheren Konzentrationen verwendet, wenn sein Duft aus Zweckmäßigkeitsgründen toleriert wird.