Tanninhaltiges, trockenes, leicht adstringierendes Grün, das sich ins Braune verwandelt. Eichenblätter riechen unter den Füßen nach Herbst – knackig, wenn sie frisch sind, ledrig und erdig, wenn sie verrotten, und tragen stets den Hauch von Tannin in sich.
Tannin, grün bis braun, adstringierend. Frische Blätter erscheinen als knackiges, leicht bitteres Grün; Absterbende Blätter sorgen für eine ledrige, teeartige Note. Zersetzende Blätter bringen Erde vom Waldboden mit. Die Tanninkomponente ist der Faden – eine trockene, den Mund kräuselnde Adstringenz, die in Duft umgesetzt wird. Strukturierter als generische „Grünblatt“-Noten.
Erdiger, pilzartiger Waldboden, ruhig und beständig
Terroir & Origins
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The Full Story
Eichenblätter in der Parfümerie beziehen sich auf das Laub von Quercus-Arten – nicht die Rinde oder das Holz, sondern die Blätter selbst in verschiedenen Stadien: frisch grün, trocknend und gefallen. Jedes Stadium hat einen anderen olfaktorischen Charakter. Frische Eichenblätter sind grün, leicht adstringierend und tanninhaltig. Trocknende Blätter entwickeln eine lederartige, teeähnliche Qualität. Gefallene, sich zersetzende Blätter tragen erdige, pilzartige Petrichor-Noten bei.
Es gibt kein kommerzielles ätherisches Öl aus Eichenblättern. Die Note wird rekonstruiert mit grünblattigen Aldehyden (für Frische), Methylsalicylat (für die tanninhaltige Adstringenz), Castoreum oder castoreumähnlichen Molekülen (für die lederartige Qualität der trocknenden Blätter) und Geosmin oder Vetiver (für die Zersetzungsphase des Waldbodens). Der Tannincharakter kann durch Gallatester oder Tee-Noten angedeutet werden.
Funktional wirken Eichenblätter als grün- bis erdiger Modifikator im Übergang vom Herz- zum Basisakkord. Die Note bietet einen spezifischen Bezugspunkt zum Laubwald: gemäßigt, europäisch, herbstlich. Sie funktioniert in Wald-, Chypre- und naturthematischen Kompositionen.
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Eichenblätter enthalten bis zu 10 % des Trockengewichts Tannine – genug, um Leder zu bräunen. Mittelalterliche europäische Gerber verwendeten als primäres Gerbmittel zerkleinerte Eichenrinde und -blätter, weshalb der Vorgang „Gerben“ (vom germanischen Wort für Eiche: Tanna) genannt wird.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Es gibt kein kommerzielles ätherisches Öl oder Absolue aus Eichenblättern. Die Note wird aus grünen Blattaldehyden, Methylsalicylat (gerbstoffhaltige Adstringenz), ledrigen Molekülen und erdigen Modifikatoren (Geosmin, Vetiver) rekonstruiert.
Komplexe Mischung: verschiedene Tannine, phenolische Verbindungen, Blattalkohole
CAS Number
N/A — natürliches Pflanzenmaterial (Absolue verfügbar; keine einzelne CAS-Nummer)
Botanical Name
Quercus spp.
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Synonyms
Eichenblatt, Feuille de chêne
Physical Properties
Odor Strength
Mittel
Appearance
Blassgelbe bis bernsteinfarbene Flüssigkeit
In Perfumery
Eichenblätter verleihen dem Übergang vom Herzen zur Basis einen laubwechselnden Übergang von Grün zu Erde. Die Note erfasst mehrere Blattstadien: frisch (grüne Aldehyde), trocknend (ledrig, Methylsalicylat) und zerfallend (Geosmin, erdig). Es bietet eine Referenz an den gemäßigten europäischen Wald in Chypre-, Wald- und Herbstkompositionen. Der tanninhaltige Charakter unterscheidet ihn von tropischen oder Nadelholzblattnoten.