NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, POPULÄR UND EIGENWILLIG / reichhaltig · holzig · blumig
Gift
Category
NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, POPULÄR UND EIGENWILLIG
Subcategory
reichhaltig · holzig · blumig
Origin
Volatility
Basisnote
Botanical
N/A — olfaktorische Akkord
Appearance
N/A — olfaktorische Akkord
Odor Strength
Mittel
Producing Countries
N/A — olfaktorische Akkord
Pyramid
Basis
Düster, bitter und bewusst transgressiv. Gift als Parfümeriekonzept ist kein einzelnes Material, sondern eine Absicht – der Duft von Gefahr, von Pflanzen, die töten, von Schönheit, die etwas Tödliches verbirgt.
Bittergrün, dunkelsüß und leicht narkotisch-muffig. Nicht im wahrsten Sinne des Wortes giftig – aber es erinnert an Pflanzen, die giftig sind. Die Bitterkeit ist scharf und alkaloidhaltig. Die Süße ist eher narkotisch als gourmandig. Ein muffiger, leicht fauliger Unterton deutet auf eine organische Gefahr hin.
Bitterer als herkömmliche grüne Noten. Dunkler als blumige Süße. Die Kombination ist bewusst beunruhigend – Schönheit mit dem gewissen Etwas.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Bitter-grün, scharf, dunkel süß — narkotisch und beunruhigend
After a few hours
After a few hours
Dunkler, muffiger — die süß-toxische Qualität vertieft sich
Gift in der Parfümerie ist eine konzeptionelle Note, die sich an den aromatischen Profilen giftiger Pflanzen orientiert — Tollkirsche (Tropanalkaloide), Oleander (bitter-grün), Schierling (muffig-mausig) und Eisenhut (bitter-scharf). Das Konzept trägt Gefahr, Verführung und die gotische Tradition schöner Gifte in sich.
Viele giftige Pflanzen haben besondere Düfte: Schierling riecht muffig und mausig; Fingerhut ist mild süß; Tollkirsche (belladonna) hat eine leicht süße, narkotische Qualität. Die 'Gift'-Note in der Parfümerie kombiniert typischerweise bitter-grüne, dunkel-süße und leicht narkotisch-muffige Elemente.
Die Note wird häufiger als kompositorisches Thema als als einzelne Zutat verwendet — ganze Düfte werden um das Gift-Konzept herum aufgebaut, anstatt nur einen Tropfen 'Gift' in eine Formel zu geben.
Belladonna (Atropa belladonna) hat ihren Namen vom italienischen Wort für „schöne Dame“ – Renaissance-Frauen verwendeten Tropfen Belladonna-Extrakt, um ihre Pupillen zu erweitern, was als attraktiv galt. Die Tropanalkaloide in der Pflanze (Atropin, Scopolamin) verursachen eine Pupillenerweiterung, können aber auch Halluzinationen, Krampfanfälle und den Tod verursachen.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Konzeptionelle Übereinstimmung. Keine einzelne Extraktion. Gebaut aus bittergrünen, narkotisch-blumigen und dunkel-muffigen Elementen aus verschiedenen Quellen. Aus offensichtlichen Sicherheitsgründen werden keine echten giftigen Pflanzenextrakte verwendet.
Molecular Formula
N/A — olfaktorische Akkord
CAS Number
N/A — olfaktorische Akkord
Botanical Name
N/A — olfaktorische Akkord
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Synonyms
TOXIN · GIFT
Physical Properties
Odor Strength
Mittel
Appearance
N/A — olfaktorische Akkord
In Perfumery
Poison ist eine Konzeptnote mit dunklem, transgressivem Charakter. Gebaut aus bittergrünen Elementen, narkotisch-süßen Blumennoten (Tuberose, Belladonna-Typ), muffigen Modifikatoren und dunklen, leicht beunruhigenden Akzenten. Nützlich für Gothic-, düster-feminine und provokative Kompositionen. Die Note ist eher ein Stimmungsmacher als eine bestimmte Zutat – sie färbt das emotionale Register einer gesamten Komposition.