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Grün, anis-süß, mit einem sellerieartigen Knack. Estragon riecht wie das Innere einer französischen Küche – kräuterig, strukturiert, leicht medizinisch, mit einem Lakritz-Unterton.
Grün, kräuterig-anisartig mit einem knackigen, fast sellerieähnlichen Biss. Weniger süß als Anis, weniger kampferartig als Fenchel, mehr pflanzlich und stängelartig als beide. Der Estragol-Charakter wird durch eine deutlich kräuterige Linse gefiltert – das Zerdrücken eines frischen Estragonblatts: hell, grün-anisiger Ausbruch mit einem leichten medizinischen Einschlag.
Auf einem Duftstreifen mildert sich die anfängliche grüne Schärfe zu einer warmen, leicht würzigen Süße. Die Sellerie-Note hält länger an als erwartet und verleiht dem Ausklang eine ungewöhnlich herzhafte Qualität.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Grün, kräuterig-anisartig—heller Estragol-Ausbruch mit einem knackigen, sellerieähnlichen Knall
After a few hours
After a few hours
Weicher, wärmer; die grüne Kante verblasst und hinterlässt würzig-süßen Anis und subtile Kräuter
After a few days
After a few days
Leichter kräuter-süßer Hauch; minimale Haltbarkeit im Vergleich zu Anis oder Fenchel
Terroir & Origins
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The Full Story
Estragon (Artemisia dracunculus, Asteraceae) produziert eines der am wenigsten genutzten Kräuteröle in der Parfümerie. Das Öl wird durch Dampfdestillation aus den frischen oder getrockneten oberirdischen Pflanzenteilen gewonnen und wird von Estragol (Methylchavicol, CAS 140-67-0) dominiert, das typischerweise 60–81 % des französischen Estragonöls ausmacht. Es handelt sich um dasselbe Molekül, das auch in Basilikum und Anis vorkommt, jedoch zeigt es im Estragon einen deutlich grüneren, kräuterigeren Charakter.
Der Name „Estragon“ stammt vom französischen estragon, das wiederum vom lateinischen dracunculus („kleiner Drache“) abgeleitet ist, möglicherweise in Anspielung auf das schlangenartige Wurzelsystem der Pflanze. Französischer Estragon (die kulinarische Sorte) wird ausschließlich durch Stecklinge vermehrt – er bildet nur selten lebensfähige Samen.
Sabinen, Limonen, Beta-Ocimen und Methyl-Eugenol sind als Minder- oder Begleitbestandteile vorhanden. Das Öl besitzt eine charakteristische grün-würzige Qualität mit besonders sellerieartigen Untertönen.
In der Parfümerie fungiert Estragonöl (mit der Bezeichnung „estragon“) als Spurenelement in Chypre-, Fougère- und grünen Blumendüften. IFRA-Beschränkungen für Estragol begrenzen die Dosierung, aber kleine Mengen tragen erheblich zur aromatischen Komplexität bei.
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Französischer Estragon ist praktisch ein Klon – die kulinarische Sorte produziert fast nie lebensfähige Samen und muss vegetativ vermehrt werden. Jeder französische Estragonzweig auf der Welt stammt von Stecklingen derselben genetischen Linie ab.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Wasserdampfdestillation frischer oder getrockneter oberirdischer Teile (Blätter und Blütenspitzen) von Artemisia dracunculus. Der Ölertrag aus frischen Kräutern beträgt etwa 0,3–1,0 %. Das Öl ist hellgelb bis grünlich.
Estragonöl (Estragon) ist ein Spurenelement-Modifikator in grünen, Chypre- und Fougère-Kompositionen. Bei 0,1–0,5 % eines Konzentrats verleiht es eine kräuterige Komplexität, die sonst schwer zu erreichen ist. Sein Estragolgehalt sorgt für eine anisähnliche Süße, während terpenische Minorkomponenten für eine grüne Frische sorgen. Die sellerieähnliche Note harmoniert in grünen Kompositionen mit Galbanum und Veilchenblatt.