Grün, anis-süß, mit einem sellerieartigen Knack. Estragon riecht wie das Innere einer französischen Küche – kräuterig, strukturiert, leicht medizinisch, mit einem Lakritz-Unterton.
Grün, kräuterig-anisartig mit einem knackigen, fast sellerieähnlichen Biss. Weniger süß als Anis, weniger kampferartig als Fenchel, mehr pflanzlich und stängelartig als beide. Der Estragol-Charakter wird durch eine deutlich kräuterige Linse gefiltert – das Zerdrücken eines frischen Estragonblatts: hell, grün-anisiger Ausbruch mit einem leichten medizinischen Einschlag.
Auf einem Duftstreifen mildert sich die anfängliche grüne Schärfe zu einer warmen, leicht würzigen Süße. Die Sellerie-Note hält länger an als erwartet und verleiht dem Ausklang eine ungewöhnlich herzhafte Qualität.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Grün, kräuterig-anisartig—heller Estragol-Ausbruch mit einem knackigen, sellerieähnlichen Knall
After a few hours
After a few hours
Weicher, wärmer; die grüne Kante verblasst und hinterlässt würzig-süßen Anis und subtile Kräuter
After a few days
After a few days
Leichter kräuter-süßer Hauch; minimale Haltbarkeit im Vergleich zu Anis oder Fenchel
Terroir & Origins
Indicative 2025 wholesale prices.
The Full Story
Estragon (Artemisia dracunculus, Asteraceae) liefert eines der am wenigsten genutzten Kräuteröle in der Parfümerie. Das Öl wird durch Dampfdestillation aus den frischen oder getrockneten oberirdischen Pflanzenteilen gewonnen und wird von Estragol (Methylchavicol, CAS 140-67-0) dominiert, das typischerweise 60–81 % des französischen Estragonöls ausmacht. Es handelt sich um dasselbe Molekül, das in Basilikum und Anis vorkommt, aber im Estragon zeigt es einen deutlich grüneren, kräuterigeren Charakter.
Der Name „Estragon“ stammt vom französischen estragon, das wiederum vom lateinischen dracunculus („kleiner Drache“) abgeleitet ist, möglicherweise in Anspielung auf das schlangenartige Wurzelsystem der Pflanze. Französischer Estragon (die kulinarische Sorte) wird ausschließlich durch Stecklinge vermehrt – er bildet selten lebensfähige Samen.
Sabinen, Limonen, Beta-Ocimen und Methyl-Eugenol sind als Minderbestandteile vorhanden. Das Öl hat eine charakteristische grün-würzige Qualität mit besonders sellerieartigen Untertönen.
In der Parfümerie fungiert Estragonöl (mit der Bezeichnung „estragon“) als Spurenzutat in Chypre-, Fougère- und grünen Blumendüften. IFRA-Beschränkungen für Estragol begrenzen die Dosierung, aber kleine Mengen tragen erheblich zur aromatischen Komplexität bei.
Diese Note in Première Peau. Simili Mirage · Gravitas Capitale. Probieren Sie alle sieben Extrakte im Discovery Set.
Französischer Estragon ist praktisch ein Klon – die kulinarische Sorte produziert fast nie lebensfähige Samen und muss vegetativ vermehrt werden. Jeder französische Estragonzweig auf der Welt stammt von Stecklingen derselben genetischen Linie ab.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Wasserdampfdestillation frischer oder getrockneter oberirdischer Teile (Blätter und Blütenspitzen) von Artemisia dracunculus. Der Ölertrag aus frischen Kräutern beträgt etwa 0,3–1,0 %. Das Öl ist hellgelb bis grünlich.
Tarrag on Öl (Estrag on) ist ein Spurenelement-Modifikator in grünen, Chypre- und Fougère-Kompositionen. Bei 0,1–0,5 % eines Konzentrats verleiht es eine schwer anderweitig erreichbare krautige Komplexität. Sein Estragolgehalt sorgt für eine anisähnliche Süße, während terpenische Min- oder Komponenten eine grüne Frische beitragen. Die sellerieähnliche Note harmoniert mit Galbanum und Veilchenblatt in grünen Kompositionen.