N/A — gefunden in Pinus-Arten und vielen ätherischen Ölen
Appearance
Farblos klare Flüssigkeit
Odor Strength
Hoch
Producing Countries
Brasilien, China, Europa, Vereinigte Staaten
Pyramid
Oben
Holzig-kiefernartig mit einer trockenen, kräuterigen Note. Beta-Pinen ist der ruhigere Bruder von Alpha-Pinen – weniger scharf, holziger, mit einem subtilen grün-krautigen Unterton.
Holzig-kiefernartig, trockener und weniger scharf als Alpha-Pinen. Kräuteriger, mit einer grünen Note ähnlich getrocknetem Rosmarin oder Petersilie. Weniger terpenhaltig, zugänglicher. Auf dem Duftstreifen ist es kurzlebig — etwas länger anhaltend als Alpha-Pinen, aber immer noch klar in der Kopfnote. Die holzige Qualität verleiht ihm eine subtile Struktur, die Alpha-Pinen fehlt.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Holzig-kiefernartiger Auftakt, trockener und weniger scharf als Alpha-Pinen.
After a few hours
After a few hours
Kurzes krautig-grünes Herz. Holziger Charakter stabilisiert sich kurzzeitig.
CAS 127-91-3. Ein bicyclisches Monoterpen und Strukturisomer von Alpha-Pinen. Während Alpha-Pinen stark kiefernartig und scharf ist, ist Beta-Pinen holziger, trockener und kräuterartiger. Es kommt in Kiefernharz, Rosmarin, Petersilie, Basilikum und Hopfen vor.
Der Duftunterschied zu Alpha-Pinen ist subtil, aber für Parfümeure bedeutend: Beta-Pinen hat einen trockeneren, holzig-kräuterigen Charakter mit weniger Terpentin-Schärfe. Es wirkt wie „Kiefer aus der Ferne“ statt „Kiefer direkt im Gesicht“. Es gibt eine leichte grün-kräuterige Unterton, ähnlich wie bei Rosmarin oder Dill.
In der Parfümerie wird Beta-Pinen als natürlicher Modifikator in Nadelholz- und Aromakompositionen geschätzt. Es verleiht holzig-grüne Tiefe ohne die lösemittelartige Schärfe von Alpha-Pinen. Das Molekül ist auch ein wichtiger Zwischenstoff bei der Synthese anderer Aromastoffe – insbesondere ist es das Ausgangsmaterial für die Myrcen-Herstellung, die wiederum in die Synthese von Linalool und Geraniol einfließt.
Beta-Pinen ist der unbesungene Held der Duftindustrie – nicht wegen seines eigenen Dufts, sondern weil es das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Myrcen ist, das dann in Linalool umgewandelt wird. Jährlich werden über 100.000 Tonnen synthetisches Linalool hergestellt, und der größte Teil davon geht auf Beta-Pinen aus Papierfabrik-Terpentin zurück.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Durch fraktionierte Destillation aus Terpentin isoliert. Beta-Pinen macht je nach Kiefernart und Verarbeitungsmethode etwa 5–30 % des Terpentins aus. Der Kraft-Aufschlussprozess ergibt Sulfat-Terpentin, das reich an beiden Pinen-Isomeren ist. Die Jahresproduktion ist beträchtlich und wird hauptsächlich durch die nachgelagerte chemische Synthese und nicht durch den direkten Einsatz in der Parfümerie angetrieben.
Molecular Formula
C₁₀H₁₆
CAS Number
127-91-3
Botanical Name
N/A — gefunden in Pinus-Arten und vielen ätherischen Ölen
Kopfnoten-Modifikator in holzig-grünen, koniferen- und aromatischen Kompositionen. Beta-Pinen verleiht Kiefernakkorden holzige Tiefe ohne terpentinartige Schärfe. Es kommt natürlich in Rosmarin-, Kiefern- und Wacholderölen vor. Seine wichtigste industrielle Bedeutung liegt als Ausgangsstoff für die Myrcen-Synthese, dem Vorläufer von Linalool — einem weltweit verbreiteten Duftstoffmolekül. Damit ist Beta-Pinen ein Grundpfeiler der Terpen-Lieferkette.