Kräuterartig, leicht süßlich und schwach medizinisch. Sanfter als Teebaumöl, weniger kampferartig, honigartiger. Ein warmer, krautiger Charakter mit einer sauberen, leicht holzigen Basis. Die Triketon-Verbindungen verleihen ihm eine schwache, besondere würzige Note, die in anderen Kräuterölen nicht zu finden ist. Weniger scharf als Eukalyptus, weniger durchdringend als Teebaum.
Ausgeglichene kräuterige Wärme, weich und anhaltend
Terroir & Origins
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The Full Story
Manuk a (Leptospermum scoparium) ist ein Strauch, der in Neuseeland und im Südosten Australiens heimisch ist, bekannt für Manuk a-Honig, aber auch für ätherisches Öl. Das Öl, das durch Dampfdestillation aus Blättern und Zweigen gewonnen wird, hat einen besonderen krautig-süßen, leicht medizinischen Charakter mit Triketon-Verbindungen (Leptospermone, Isoleptospermone, Flavesone), die ihm einzigartige antimikrobielle Eigenschaften verleihen.
Manukaöl unterscheidet sich vom Teebaumöl (Melaleuca alternifolia), trotz der häufigen Verwechslung. Während Teebaumöl kampfer-scharf und medizinisch wirkt, ist Manukaöl weicher, süßer und krautiger – eher wie ein honigartiges Kraut als ein chemisches Desinfektionsmittel.
In der neuseeländischen Maori-Tradition wird Manuka seit Jahrhunderten medizinisch verwendet. Die Pflanze besiedelt gestörte Böden aggressiv und ist damit eine der ersten holzigen Pflanzen, die sich nach der Rodung von Wäldern ansiedelt – ein botanischer Pionier.
Die berühmten antibakteriellen Eigenschaften des Manuka-Honigs beruhen auf Methylglyoxal (MGO), das entsteht, wenn die Bienen Nektar aus Manuka-Blüten verarbeiten. Das ätherische Öl enthält verschiedene antimikrobielle Verbindungen (Triketone) – Honig und Öl bekämpfen Bakterien also auf völlig unterschiedlichen chemischen Wegen.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Wasserdampfdestillation von Blättern und Zweigen von Leptospermum scoparium. Produktion ausschließlich in Neuseeland. Ergibt ein blassgelbes Öl, das reich an Sesquiterpenen und Triketonen (Leptospermon, Isoleptospermon) ist.
Manukaöl fungiert als Herznote in Kräuter-, medizinischen und Neuseeland-inspirierten Kompositionen. Seine einzigartige Triketon-Chemie unterscheidet es von anderen Kräuterölen. Es wirkt in aromatischen, grünen und honigbetonten Kompositionen. Außerdem wird es in der Natur- und Aromatherapie-orientierten Parfümerie wegen seiner antimikrobiellen Eigenschaften und seiner besonderen botanischen Identität verwendet.