POPULÄR UND EIGENWILLIG / animalisch · blumig · Betäubungsmittel
Para-Cresyl-Phenylacetat
Category
POPULÄR UND EIGENWILLIG
Subcategory
animalisch · blumig · Betäubungsmittel
Origin
Volatility
Herznote
Botanical
N/A — synthetisches Molekül
Appearance
weißes kristallines Pulver
Odor Strength
Mittel
Producing Countries
Weltweit hergestellt (China, Indien, Europa)
Pyramid
Herz
Animalisch-blumig, ledrig und narkotisch. Para-Cresyl Phenyl Acetate (PCPA) riecht nach der dunklen Unterseite der Narzisse – eine cremige, leicht fäkale Blumigkeit, die weißen Blüten ihre indolische Tiefe verleiht.
In voller Stärke: fäkal, scheunenartig, ledrig – deutlich animalisch. In Spuren: narkotisch, cremig, blumig-animalisch – die dunkle Wärme unter Narzisse oder Jasmin. Die Dualität ist das charakteristische Merkmal des Moleküls: aggressiv bei hohen Dosen, magisch bei niedrigen.
Weniger indolisch als Indol (das eher fäkal-blumig ist). Genauer gesagt ledriger als Skatol (das rein fäkal ist). PCPA hat eine Cremigkeit, die seine animalische Note mildert.
Weicherer, cremiger animalischer Charakter – narzissähnliche Tiefe
After a few days
After a few days
Anhaltende lederartig-animalische Spur – subtil und warm
The Full Story
Para-Cresylphenylacetat (PCPA) ist ein synthetischer Inhaltsstoff, der einen spezifischen animalisch-floralen Charakter verleiht. Das Molekül hat einen komplexen Geruch: Bei höheren Konzentrationen wirkt es deutlich fäkal oder nach Stall (die Mutterverbindung Para-Cresol riecht nach Pferdestall); in Spuren trägt es eine narkotische, lederartige Tiefe zu floralen Kompositionen bei.
PCPA ist ein Ester von Para-Cresol, das natürlich in Narzissen-Absolue, Jasmin-Absolue und anderen indolischen weißen Blumen vorkommt. Die Esterform (Phenylacetat) ist weicher und besser handhabbar als freies Para-Cresol, das stark animalisch wirkt. Dadurch ist PCPA ein kontrolliert freisetzender animalischer Modifikator – es verleiht Tiefe, ohne zu überwältigen.
In der Parfümerie wird PCPA in winzigen Mengen (typischerweise 0,1–1 % einer Formel) verwendet, um Floralen eine natürliche Komplexität zu verleihen. Es ist der Inhaltsstoff, der den Unterschied zwischen einer flachen, synthetisch wirkenden Blume und einer lebendig und dimensional riechenden ausmacht.
Parakresol, die Ausgangsverbindung von PCPA, ist einer der Hauptgeruchsstoffe im Pferdemist. Die Tatsache, dass dasselbe Molekül (in verdünnter Esterform) für die Schaffung wunderschöner Jasmin- und Narzissenakkorde unerlässlich ist, ist eine der kontraintuitivsten Wahrheiten der Parfümerie.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Synthetisches Molekül. Hergestellt durch chemische Synthese (Veresterung von Parakresol mit Phenylessigsäure oder ihren Derivaten). Als Standardzutat von mehreren Lieferanten erhältlich.
Molecular Formula
C₁₅H₁₄O₂
CAS Number
101-94-0
Botanical Name
N/A — synthetisches Molekül
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Synonyms
4-CRESYL-PHENYLACETAT · P-CRESYL-PHENYLACETAT
Physical Properties
Odor Strength
Mittel
Lasting Power
400 Stunden bei 20,00 %
Appearance
weißes kristallines Pulver
Boiling Point
310,00 °C bei 760,00 mm Hg
Flash Point
> 230,00 °F. TCC ( > 110,00 °C )
Melting Point
74,00 bis 76,00 °C bei 760,00 mm Hg
In Perfumery
PCPA ist ein Spurenelement, das als animalischer Modifikator in floralen Kompositionen verwendet wird. Es verleiht weißen Blumenakkorden – Jasmin, Tuberose, Narzisse, Orangenblüte – eine narkotische Tiefe und naturalistische Komplexität. Es wirkt in sehr niedrigen Konzentrationen (0,01–1 % einer Formel). Unverzichtbar für die Kreation überzeugender, natürlicher Blumenakkorde. Verwendet in Amber-, floral-animalischen und Nischenkompositionen. Teil des „dirty floral“-Werkzeugsatzes zusammen mit Indol, Skatol und Costus.