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NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, BELIEBT UND SELTSAM / frisch · blumig · holzig
Seife
Category
NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, BELIEBT UND SELTSAM
Subcategory
frisch · blumig · holzig
Origin
Volatility
Herznote
Botanical
N/A — olfaktorische Akkord
Odor Strength
Mittel
Producing Countries
N/A — olfaktorisches Konzept
Pyramid
Herz
Rein, fettig-blumig, alkalisch. Der universelle Geruch von Sauberkeit – Natriumstearat, Rosengeranie und die besondere alkalische Glätte von verseiftem Fett.
Rein, fettig-alkalisch, mit schlichter floraler Überlagerung. Die Basis aus verseiftem Fett verleiht ihm eine glatte, leicht wachsartige Qualität. Die Blumen sind bewusst generisch gehalten – Rosen-Geranie oder Maiglöckchen, gerade genug, um angenehm zu wirken, ohne erkennbar zu sein. Der alkalische Charakter sorgt für eine besondere „geschrubbte“ Qualität. Geschmeidig, harmlos, kulturell aufgeladen.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Sauberer aldehydisch-floraler Ausbruch, frisch und geschmeidig
Seife als Duftnote bezieht sich auf den charakteristischen Geruch traditioneller Seifenstücke – eine Kombination aus verseiften Fetten (Natrium- oder Kaliumsalze von Fettsäuren), einfachen blumigen Düften und der besonderen alkalischen Sanftheit einer sauberen Oberfläche.
Die Fettsäuresalze selbst haben einen schwachen, wachsartig-sauberen Geruch. Die blumige Komponente ist typischerweise einfach und günstig: Geranie, Lavendel, Rose oder synthetisches Maiglöckchen in niedrigen Konzentrationen. Zusammen erzeugen sie den weit verbreiteten „sauberen“ Geruch, der kulturell mit Hygiene und häuslicher Umgebung gleichgesetzt wird.
In der Parfümerie kann „seifig“ entweder ein Ziel oder eine Kritik sein. Saubere, seifige Moschus- und Aldehydnoten werden bewusst in „sauberen“ Düften verwendet. Eine unbeabsichtigt seifige Qualität in einer komplexen Komposition ist jedoch meist ein Zeichen für eine Überdosierung von aldehydischen oder moschusartigen Materialien.
Das älteste bekannte Seifenrezept stammt aus dem alten Babylon, etwa 2800 v. Chr., und ist auf einer Tontafel angegeben: Wasser, Alkali und Cassiaöl. Während des größten Teils der Menschheitsgeschichte war Seife ein Luxusartikel – erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die tägliche Verwendung von Seife durch die industrielle Herstellung weitverbreitet.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Kein natürlicher Extrakt. Der Seifenakkord besteht aus Aldehyden, Moschus und einfachen Blumenmaterialien. Traditionelle Seife selbst wird durch Verseifung hergestellt – die Reaktion von Fetten (Talg, Kokosnussöl) mit Alkali (Natriumhydroxid).
Seife ist ein konzeptioneller Akkord, der in sauberen, frischen und von Hygiene inspirierten Kompositionen verwendet wird. Hergestellt aus Aldehyden (C-11 Undecylensäure, C-12 MNA), Seifenmoschus (Galaxolid, Habanolid in höheren Dosen), einfachen Blumen (Geraniol, Citronellol) und reinen Fettstoffen. Fungiert als Basismodifikator in „sauberen“ Düften. Der seifige Charakter bestimmter Aldehyde und Moschusstoffe ist ihrer Chemie inhärent – Parfümeure akzeptieren ihn entweder oder meiden ihn.