Baldrian in der Parfümerie | Première Peau
| Category | GRÜNE, KRÄUTER UND FOUGERES |
| Subcategory | erdig · grün · holzig |
| Origin | |
| Volatility | Basisnote |
| Botanical | Baldrian officinalis |
| Appearance | hellbraune Flüssigkeit |
| Odor Strength | Mittel |
| Producing Countries | Belgien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Polen |
| Pyramid | Basis |
Schweißig, wurzelig, animalisch – dann unerwartet warm. Baldrianwurzel riecht nach feuchtem Waldboden, vermischt mit alten Käserinden und Kampfer, mit einem balsamischen Unterton, der erst aus der Distanz wahrnehmbar wird.
Scent
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Terroir & Origins
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The Full Story
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Extraction & Chemistry
Extraction method: Dampfdestillation von getrockneten Rhizomen und Wurzeln der Baldrianwurzel (Valeriana officinalis). Ausbeute: 0,5–2,0 % (stark variierend je nach Herkunft, Trocknungsmethode und Destillationsparametern). Die Wurzeln müssen vor der Destillation getrocknet werden – frische Wurzeln ergeben ein schwaches, unscheinbares Öl. Die Trocknung löst den enzymatischen Abbau von Valepotriaten zu freier Isovaleriansäure aus, die für den intensivierten Geruch des getrockneten Baldrians verantwortlich ist. Das resultierende Öl ist olivgrün bis bräunlich-gelb und hat eine hohe Viskosität. Die überkritische CO2-Extraktion liefert ein chemisch anderes Produkt mit dramatisch höherem Gehalt an Isovaleriansäure (bis zu 41,8 % gegenüber ca. 13 % bei der Wasserdampfdestillation) und einem anderen organoleptischen Charakter. Hauptproduktionsländer sind Belgien, Deutschland, Polen und China.
↑ See Terroir & Origins for origin-specific methods.
| Molecular Formula | N/A — komplexes ätherisches Öl (Schlüssel: Bornylacetat C₁₂H₂₀O₂, Valerensäure C₁₅H₂₂O₂) |
| CAS Number | 8008-88-6 |
| Botanical Name | Baldrian officinalis |
| IFRA Status | Eingeschränkt — IFRA empfiehlt maximal 1,0 % im Duftkonzentrat (aufgrund des Spurengehalts an Eugenol, <0,20 %). Nicht verboten. |
| Synonyms | Baldrianwurzel · Baldriangewächse |
| Physical Properties | |
| Odor Strength | Mittel |
| Appearance | hellbraune Flüssigkeit |
| Specific Gravity | 0,942 bis 0,984 @ 20 °C |
| Refractive Index | 1,476 bis 1,503 @ 20 °C |
In Perfumery
Baldrianwurzelöl fungiert als Basisnote mit animalischem Modifikator und wird in sehr niedrigen Dosen verwendet (typischerweise deutlich unter 1 %), um Kompositionen biologische Wärme zu verleihen. Der Gehalt an Isovaleriansäure macht die Dosierung kritisch: Eine Überdosierung erzeugt einen unangenehmen, schmutzig-schweißigen Effekt; die richtige Spurmenge wirkt als naturalistische Moschus-Haut-Tiefe. Hauptduftfamilien: Chypre (verstärkt die Eichenmoos-animalische Achse), Lederakkorde (fügen fermentierte Wärme neben Birkenpech und Bibergeil-Ersatzstoffen hinzu) und animalisch-orientalische Mischungen. Das Öl bietet eine funktionale Alternative zu Zibet und Bibergeil in Formeln, die natürlichen animalischen Charakter ohne tierische Materialien suchen. Kein synthetisches Molekül repliziert speziell das Profil von Baldrian, obwohl Mischungen aus Isovaleriansäure mit Bornylacetat und erdigen Moschusnoten es annähern. Valerensäure (CAS 3569-10-6), das primäre Sesquiterpenoid, wirkt als positiver allosterischer Modulator des GABA-A-Rezeptors – derselbe pharmakologische Mechanismus, der hinter der jahrhundertealten Verwendung von Baldrian als Beruhigungsmittel steht.
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