Ein blasses, sprödes Harz aus philippinischen Agathisbäumen. Almaciga (Manila Copal) riecht nach reiner Pinien-Zitrus-Helligkeit mit einem weichen, balsamisch-süßen Unterton – weniger kirchlich als Weihrauch, weniger dunkel als Myrrhe.
Hell und sauber beim Öffnen – Pinien-Terpentin-Frische mit einer zitrusartigen Transparenz, die für Harze ungewöhnlich ist. Weniger dunkel als Myrrhe, weniger kampferhaltig als Weihrauch, weniger phenolisch als Perubalsam. Die mittlere Phase ist sanft balsamisch-süß mit einer honigartigen Wärme. Der nächste Verwandte ist Elemi, aber Almaciga ist weicher und weniger zitronig. Der Abgang ist ruhig warm – alter Lack, trockenes Holz, ein Hauch von Süße.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Heller, klarer Kiefern-Zitrus-Ausbruch — Terpentinfrische mit einer süßen, balsamischen Sanftheit
After a few hours
After a few hours
Kiefer verblasst, eine warme, honigartige harzige Süße tritt hervor — weicher als Elemi, klarer als Labdanum
After a few days
After a few days
Leiser, warmer, schwach süßer harziger Nachklang — trockenes Holz und alter Lack
The Full Story
Almaciga ist Manila-Kopal — ein blasses, halbtransparentes Harz, das von Agathis-Bäumen (A. philippinensis, A. dammara) auf den Philippinen und in Indonesien gewonnen wird. Es gehört zur großen Familie der Kopalharze: junge, noch nicht versteinert Harzausscheidungen von Bäumen, die chemisch zwischen frischen Oleoresinen und echtem Bernstein (versteinertes Harz, Millionen Jahre alt) liegen.
Der Duft ist klarer und heller als die meisten Parfümharze. Während Weihrauch eine terpen-kampherartige Schärfe hat und Myrrhe dunkel und bittersüß ist, öffnet sich almaciga mit einer Kiefern-Zitrus-Transparenz, die fast leuchtend wirkt. In der Kopfnote gibt es eine Terpentinfrische, die an Elemi erinnert (ein botanischer Verwandter aus der Familie der Burseraceae), gefolgt von einem warmen, honigsüßen balsamischen Körper, der sanfter und weniger kirchlich als Olibanum ist.
In der Parfümerie wird almaciga als Tinktur (Harz in Ethanol gelöst) oder als Resinoid (lösungsmittel-extrahiert) verwendet. Es verleiht Räucherwerksakkorden harzige Helligkeit, eine natürlich riechende Alternative zu synthetischen harzigen Basen. Es harmoniert mit Elemi für einen vollen Agathis-Burseraceae-Akkord, mit Bergamotte und Zitrone für Zitrus-Räucherwerk-Effekte und mit Labdanum und Benzoe für reichere, vielschichtigere balsamische Kompositionen.
Almaciga-Harz war während der spanischen Kolonialzeit (16.-19. Jahrhundert) ein wichtiges Exportgut der Philippinen und wurde über die Manila-Galeonen-Handelsroute nach Mexiko verschifft. Die Spanier verwendeten es als kostengünstigeren Ersatz für europäischen Mastix in Lacken, Imprägnierungen und Weihrauch.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Das Harz wird durch Anzapfen lebender Agathis philippinensis- oder Agathis dammara-Bäume auf den Philippinen und in Indonesien gewonnen. Der Baum strahlt ein blasses, halbtransparentes Harz aus, das an der Luft aushärtet. Für die Verwendung in der Parfümerie wird das Harz entweder in Ethanol gelöst, um eine Tinktur herzustellen, oder durch Lösungsmittelextraktion verarbeitet, um ein Resinoid herzustellen. Durch Wasserdampfdestillation entsteht ein leichtes, terpentinähnliches Öl. Almaciga gehört zu den „Kopal“-Harzen – einer breiten Kategorie junger, halbversteinerter Baumharze.
Beschränkt — Peroxidwerte müssen gemäß den IFRA-Richtlinien unter 20 mmol/L bleiben
Synonyms
Manila-Elemi, Elemi-Harz, Pili-Harz
Physical Properties
Odor Strength
Mittel
Appearance
Farblose bis blassgrüne Flüssigkeit
Refractive Index
1.480–1.490
In Perfumery
Almaciga (Manila-Kopal, aus Agathis philippinensis oder Agathis dammara) fungiert als eine harzige Kopf- bis Herznote, die Helligkeit und Transparenz in Räucherwerk-Akkorde bringt. Im Gegensatz zu Weihrauch (der eine ausgeprägte terpenisch-kampherartige Qualität hat) oder Myrrhe (die dunkel und balsamisch wirkt), ist Almaciga leichter, klarer und mit einer zitrusartigen Note versehen. Es dient als natürliche Alternative zu synthetischen harzigen Noten in transparenten holzigen und Räucherkompositionen. In der traditionellen philippinischen Praxis wird Almaciga-Harz als Räucherwerk verbrannt. In der Parfümerie kann das Harz in Ethanol angesetzt oder als Resinoid verwendet werden. Es harmoniert mit Elemi (einem botanischen Verwandten), mit Zitrusnoten für frische, harzige Effekte und mit Labdanum für reichere, komplexere balsamische Akkorde.