Rauchig, holzig und weniger süß als Bourbon-Vanille. Vanilla Bahiana (Vanilla bahiana) ist eine wilde brasilianische Vanilleart – erdiger, trockener und harziger als die Madagaskar-Vanille, die in der Parfümerie dominiert.
Holzig, rauchig und mäßig süß – eine Vanille ohne überschüssige Süßwaren. Weniger Vanillin-dominant als Bourbon-Vanille. Mehr Guajakol-Rauch. Trockener und erdiger, mit einer harzigen Note, die eher an Copal oder Balsam als an Kuchenteig erinnert.
Im Vergleich zur Tahiti-Vanille (die anisisch-blumig ist) ist Bahiana rauchiger und herber. Im Vergleich zur Bourbon-Vanille (die reichhaltig und süß ist) ist sie trockener und mineralischer. Eine „Parfüm-Vanille“ statt einer „Gebäck-Vanille“.
Evolution over time
Immediately
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Rauchig, holzig-süß — Guajakol und Vanillin zusammen
After a few hours
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Tiefer, trockener — harzig, weniger süß, balsamischer
After a few days
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Beständige, warme, rauchig-vanillige Basis — holzig und erdig
Terroir & Origins
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The Full Story
Vanilla bahiana ist eine wilde Vanilleart, die im Atlantischen Wald von Bahia, Brasilien, heimisch ist. Im Gegensatz zur kommerziell dominierenden Vanilla planifolia (Bourbon-/Madagaskar-Vanille) oder V. tahitensis (Tahitianische Vanille) produziert V. bahiana Schoten mit einem charakteristischen aromatischen Profil – weniger rein süß, mehr holzig-harzartig, mit rauchigen und erdigen Untertönen.
Der Vanillingehalt in V. bahiana ist typischerweise niedriger als in V. planifolia, aber sie enthält höhere Anteile anderer phenolischer Verbindungen – Guaiacol, 4-Methylguaiacol und Vanillinsäure – die Rauchnoten und holzige Tiefe beitragen. Das Ergebnis ist eine Vanille, die roher und weniger süßlich wirkt.
V. bahiana wird nicht kommerziell in großem Maßstab angebaut. Sie existiert hauptsächlich als wild geerntete botanische Kuriosität, wird für ihr Potenzial in Zuchtprogrammen untersucht und von Nischenparfümeuren für ihren atypischen Vanillecharakter geschätzt.
Brasilien ist die ursprüngliche Heimat der Vanillegattung – alle Vanillearten haben sich im tropischen Amerika entwickelt. Trotzdem ist Brasilien heute ein kleiner Vanilleproduzent. Die weltweite Vanilleindustrie wird von Madagaskar dominiert, wo die mexikanische Art V. planifolia angebaut wird, die im 19. Jahrhundert von französischen Kolonisten auf die Inseln im Indischen Ozean verpflanzt wurde.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Lösungsmittelextraktion oder CO2-Extraktion aus getrockneten Vanilleschoten (Vanilla bahiana). Wild geerntet aus dem Atlantischen Regenwald im Bundesstaat Bahia, Brasilien. Nicht im kommerziellen Maßstab angebaut. Als Parfümerie-Rohstoff nur sehr begrenzt verfügbar. Die Bohnen erfordern den gleichen Reifeprozess (Blanchieren, Schwitzen, Trocknen) wie andere Vanillearten.
Vanilla Bahiana ist eine Nischenbasisnote, die rauchige, holzige Vanilletiefe bietet – eine Alternative zur Süße der herkömmlichen Vanille für Kompositionen, die eine erdigere, strengere Wärme wünschen. Sie verbindet Vanille- und rauchig-balsamische Bereiche. Nützlich in holzig-ambernen, rauchigen und avantgardistischen Kompositionen, bei denen herkömmliche Vanille zu süß wäre. Die Guajakol- und holz-phenolischen Komponenten verleihen ihr eine Affinität zu Weihrauch-, Vetiver- und Ledernoten.