Nuit Élastique: Finalist, 12. Art and Olfaction Awards 2026

Premiere Peau 2 min

Drei Phasen der Blindverkostung. Kein Markenname, keine Verpackung, keine Herkunftsgeschichte. Ein internationales Gremium. Ein Kriterium: was der Duft auf dem Papier bewirkt.

2 Min

Nuit Élastique von Première Peau ist Finalist in der Kategorie Independent bei den 12. Art and Olfaction Awards. Die Preisverleihung findet am 11. Juni 2026 im Gazarte Kulturzentrum in Athen, Griechenland, statt.

Was die Art and Olfaction Awards auszeichnen

Die Art and Olfaction Awards werden seit 2014 vom Institute for Art and Olfaction (IAO) organisiert. Die Presse nennt sie „die Oscars der unabhängigen Parfümerie“. Vier Kategorien: Independent, Artisan, Newcomer und der Sadakichi Award für experimentelle Duftarbeiten.

Ein internationales Gremium aus Parfümeuren, Kritikern und Branchenexperten bewertet jede Einreichung in drei Runden. Vollständig anonymisiert. Keine Namen. Keine Verpackungen. Keine Preisangaben. Nur künstlerische und technische Qualität.

Die Kategorie Independent ist für Kompositionen, die von einer Marke in Zusammenarbeit mit einem Kompositionshaus geschaffen wurden. Zehn Finalisten aus weltweiten Einsendungen.

2026 Independent-Finalisten neben Nuit Élastique: Chinese Calligraphy and Japanese Whiskey (d'Annam), Crème de Menthe Café (Statik Olfactive), Deity (Ataraxia), Grounded Hills (DAN LO), Ici le pas s'arrête (TERRA·T), Laban Arruz und Torreja Sacra (NBITOR).

Die Komposition

Ugo Charron komponierte Nuit Élastique bei MANE.

Die erste Sekunde sticht. Upgecycelte Zitrone aus Italien, noch scharf genug, um durch einen geschlossenen Raum zu schneiden. Zypresse aus Frankreich folgt, nass und harzig. Schwarzer Tee aus Indien trocknet die Luft dahinter. Rotalgen aus der Bretagne und Curry Neo (ein MANE Jungle Essence™ Molekül) verweilen darunter wie Salz auf einem Dock bei Nacht.

Kein Jasmin-Soliflore. Charron schichtet sechs Blüten und lässt sie kämpfen. Jasmin sambac aus Indien öffnet das Herz, dicht und fast süß. Ägyptischer Jasmin grandiflorum drückt von der anderen Seite dagegen, grüner, lauter. Türkische Rose hält die Mitte. Chinesische Magnolie, roter Champaca aus Indien, Ylang-Ylang zuerst von Bourbon, Nelke: jede zieht in eine andere Richtung. Dann Olivenakkord, grün und schwarz, und Latex ziehen die ganze Struktur hinunter zur Haut. Dieser Zug nach unten ist das „Elastische“. Der Duft schwebt nicht. Er haftet.

Drei Stunden später die Basis. Virginia-Zeder und Karnataka Sandelholz (bezogen über MANEs kontrollierte Lieferkette) verankern alles im Holz. Heu aus Grasse und honduranischer Styrax weben Rauch hindurch. Siamese Benzoin, spanischer Zistrose, indischer Cypriol. Orcanox (upgecyceltes MANE-Molekül) und Rum Jungle Essence™ schließen ab, warm und eng am Kragen. Am nächsten Morgen riecht das Kissen noch.

Über Première Peau

Première Peau ist ein französisches Duftunternehmen. Gegründet von Pierre Mergui. Sieben Kompositionen in drei Kompositionshäusern: Takasago (Claire Liégent), dsm-Firmenich (Florian Gallo, Grégoire Balleydier) und MANE (Ugo Charron). Vier Parfümeure. Kein Hausparfümeur. Jede Komposition gehört der Nase, die sie geschaffen hat.

20 % Parfümextrakt. Handgeblasenes Borosilikatglas, Meister-Glasbläser aus Lot. Recycelter Zamak-Verschluss, N52 Neodym-Magnet. Komponiert in Paris. Hergestellt in Frankreich.

Die Bewertung war blind. Der Duft sprach ohne Namen.

Deine Haut wird dasselbe tun.

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