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Kokain

NATÜRLICH UND SYNTHETISCH, POPULÄR UND EIGENWILLIG  /  grün · erdig · Gourmand
Kokain
Kokain perfume ingredient
CategoryNATÜRLICH UND SYNTHETISCH, POPULÄR UND EIGENWILLIG
Subcategorygrün · erdig · Gourmand
Origin
VolatilityKopfnote
BotanicalErythroxylum coca
AppearanceWeißes kristallines Pulver (Freebase)
Odor StrengthMittel bis stark
Producing CountriesSüdamerika
PyramidOben

Chemisch, leicht süßlich, lösungsmittelartig. Der Geruch von Kokainhydrochlorid stammt nicht vom Kokablatt, sondern ist eine synthetisch-pharmazeutische Qualität aus der Verarbeitung von Chemikalien.

  1. Scent
  2. The Full Story
  3. Fun Fact
  4. Extraction & Chemistry
  5. In Perfumery

Scent

Chemisch rein, leicht süßlich, mit einer lösungsmittelartigen Note. Nicht natürlich riechend – die pharmazeutische Qualität dominiert. Die bei der Verarbeitung anfallenden Ether-Aceton-Rückstände verleihen ihm einen kalten, klinischen Charakter. Das Hydrochloridsalz selbst hat eine schwache, leicht süßliche Qualität. Nichts geht über eine Pflanze; vollständig ein Produkt der chemischen Verarbeitung.

Evolution over time

Immediately

Immediately

Chemisch-sauber, leicht süßlich, lösemittelartige Note
After a few hours

After a few hours

Verblassende chemische Qualität, leichte Süße
After a few days

After a few days

Fast verschwunden – flüchtiger Lösemittelcharakter verfliegt schnell

The Full Story

Kokain als Duftreferenz beschreibt zwei sehr unterschiedliche Gerüche: das Cocablatt (Erythroxylum coca), das ein mildes, grünes, teeartiges Aroma hat, und Kokainhydrochlorid (das verarbeitete Pulver), das einen chemischen, leicht süßlichen, lösemittelartigen Geruch durch Rückstände von Verarbeitungschemikalien (Äther, Aceton, Benzin) aufweist.

Die Coca-Pflanze selbst ist botanisch geruchlich unspektakulär – die Blätter haben eine milde, leicht bittere, grün-krautige Qualität. Was Menschen als „Kokain-Geruch“ identifizieren, ist fast ausschließlich der Geruch der chemischen Verarbeitung: Lösungsmittelrückstände, die besondere kristalline Qualität des Hydrochloridsalzes und Streckmittel.

In der Parfümerie ist diese Note äußerst selten und konzeptionell – sie verweist auf das Nachtleben, Grenzüberschreitungen und die Party-Ästhetik der 1970er- und 80er-Jahre. Sie besteht aus sauberen, chemischen, leicht süßen Materialien und synthetischen Stoffen, die an Lösungsmittel erinnern.

Diese Note in Première Peau. Simili Mirage · Gravitas Capitale. Probieren Sie alle sieben Extrakte im Discovery Set.

Verwandt: Alpha-Pinen · Angelika · Angelikawurzel · Angelikawurzelöl · Artemisia · Barrenwort · Beachheather · Behini-Baum

Did You Know?

Did you know?
Reines Kokainalkaloid (als Freebase) hat fast keinen Geruch. Eigentlich sind Drogenspürhunde darauf trainiert, Methylbenzoat aufzuspüren, ein Abbauprodukt von Kokain, das einen angenehmen, leicht fruchtig-blumigen Geruch hat. Die Hunde riechen das Abbauprodukt, nicht das Medikament selbst.

Extraction & Chemistry

Extraction method: Das Kokablatt wird nicht kommerziell für die Parfümerie gewonnen. In einigen Lebensmitteln wird entkokainierter Kokablattextrakt verwendet. Der „Kokaingeruch“ in der Parfümerie ist ein chemischer Lösungsmittel-Akkord, kein natürlicher Auszug.

Molecular FormulaC17H21NO4
CAS Number50-36-2
Botanical NameErythroxylum coca
IFRA StatusNicht anwendbar – Kokain ist eine Substanz der Liste II. Besitz, Gebrauch und Handel sind durch internationale Drogenübereinkommen geregelt.
SynonymsCOCA-ALKALOID · BENZOYLMETHYLECGONIN
Physical Properties
Odor StrengthMittel bis stark
AppearanceWeißes kristallines Pulver (Freebase)
Boiling Point187–188 °C (freie Base)
Melting Point98 °C (freie Base); 197 °C (Hydrochlorid)

In Perfumery

Kokain ist eine extreme konzeptuelle Note, die nur in provokanten, Nachtleben-bezogenen oder transgressiven Kompositionen verwendet wird. Hergestellt aus sauberen chemischen Materialien, lösungsmittelnahen Kunststoffen und leicht süßlichen kristallinen Elementen. Keine praktische Parfümzutat, sondern eine kulturelle Referenz. Fungiert als erzählerisch-atmosphärisches Element in Kompositionen, die sich mit Hedonismus und Nachtlebensästhetik auseinandersetzen.

Vom Rohstoff zum Duft

Das ist, was daraus wird.