GRÜNE, KRÄUTER UND FOUGERES / erdig · holzig · reichhaltig
Getrocknete Herbstblätter
Category
GRÜNE, KRÄUTER UND FOUGERES
Subcategory
erdig · holzig · reichhaltig
Origin
Volatility
Basisnote
Botanical
N/A — verschiedene Laubbäume
Appearance
Braunes bis dunkelbraunes getrocknetes Blattmaterial; in der Parfümerie ein nachgebildeter erdig-holziger Akkord
Odor Strength
Mittel
Producing Countries
N/A — olfaktorisches Konzept
Pyramid
Basis
Feuchter Verfall und tanninbraune Wärme. Der Geruch des herbstlichen Waldbodens: halb verweste Eiche und Ahorn, pilzartig, erdig, mit einer leichten Süße durch freigesetzten Zucker.
Holzig-trocken mit tanninbrauner Adstringenz. Erdig und leicht pilzartig, als würde man eine Mulchschicht umdrehen. Eine leichte Süße durch die Zersetzung des Zuckers. Weniger scharf als grüne Blätter, weniger sauber als getrocknete Kräuter. Trotz des Namens eher feucht als staubig. Die Gesamtqualität ist von sanftem Verfall.
Evolution over time
Immediately
Immediately
Holzig-trocken, adstringierende Tanninnote
After a few hours
After a few hours
Erdig-pilzig, feuchte Verwesung, dezente Süße
After a few days
After a few days
Anhaltende erdige-holzige Wärme
The Full Story
Getrocknete gefallene Blätter sind ein Fantasieakkord in der Parfümerie, der den Duft von herbstlichem Laub einfängt. Es ist eine suggestive atmosphärische Note, die sofort saisonale Assoziationen weckt: gemäßigte Wälder im Oktober, kühle Morgen, das Knirschen unter den Füßen.
Der Duft ist eine komplexe Mischung aus Zersetzungschemie: Tannine, die aus zerbrochenen Zellwänden freigesetzt werden, Cellulose, die sich in Zucker zersetzt, Pilzorganismen, die ihre Arbeit beginnen, Bodenmikroorganismen, die Geosmin produzieren. Der Akkord kombiniert holzig-trockene Elemente (trockener Zedernholz, Birkenrinde), erdige-pilzartige Noten (Patschuli, Vetiver), tanninähnliche Adstringenz und eine leichte Süße aus zersetzenden Zuckern.
In der Komposition fungiert die Note als Herz-zu-Basis-Modifikator in herbstlichen, waldbodenbezogenen und melancholischen Kompositionen. Sie bietet zeitliche und räumliche Spezifität: nicht nur Bäume, sondern Bäume im November, nicht nur Wald, sondern Wald auf Bodenniveau.
Diese Note in Première Peau. Simili Mirage · Gravitas Capitale. Probieren Sie alle sieben Extrakte im Discovery Set.
Der spezifische Geruch von Herbstblättern entsteht größtenteils durch den Abbau von Carotinoidpigmenten beim Abbau von Chlorophyll. Diese Verbindungen waren den ganzen Sommer über vorhanden, wurden jedoch durch grünes Chlorophyll verdeckt. Zu ihren Zersetzungsprodukten gehört Beta-Ionon, das gleiche Molekül, das in Veilchen und Iris vorkommt.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Fantasie-Akkord. Keine Extraktion. Bestehend aus trockenen Holzölen (Zeder, Birkenrinde), Patschuli, Vetiver, Spuren von Geosmin und tanninähnlichen synthetischen Materialien.
Molecular Formula
N/A — komplexe Zersetzungsmischung
CAS Number
N/A – olfaktorisches Konzept, kein einzelnes Molekül
Botanical Name
N/A — verschiedene Laubbäume
IFRA Status
Keine bekannten Einschränkungen
Synonyms
Laub, Herbstblätter, trockenes Laubwerk
Physical Properties
Odor Strength
Mittel
Appearance
Braunes bis dunkelbraunes getrocknetes Blattmaterial; in der Parfümerie ein nachgebildeter erdig-holziger Akkord
In Perfumery
Getrocknete, gefallene Blätter sind ein fantasievoller Herz-zu-Grund-Modifikator in herbstlichen, Waldboden- und atmosphärischen Kompositionen. Es vermittelt den spezifischen Geruch der Verwesung ohne die Unannehmlichkeiten tatsächlicher Fäulnis. Hergestellt aus trockenen Holzmaterialien (Zeder, Birkenrinde), erdig-pilzigen Noten (Patschuli, Vetiver, Geosmin in Spuren) und tanninadstringierenden Modifikatoren. Unverzichtbar in Kompositionen, die sich auf Herbst- und gemäßigte Wälder beziehen.