Grün, kräuterig, leicht bitterer Anis. Khella (Ammi visnaga) riecht wie ein Kräutergarten aus dem Nahen Osten – sauber, leicht medizinisch, mit einer Sellerie-Anis-Note.
Grün, kräuterig, leicht anisig-bitter, mit einer Sellerie-ähnlichen pflanzlichen Qualität. Rein, leicht medizinisch. Als würde man einen Stängel Ammi Visnaga zwischen den Fingern zerdrücken – grün, krautig, leicht süßlich nach Anis, mit einer sauberen, apothekenähnlichen Präzision.
Khella (Ammi visnaga) ist ein mediterranes Kraut aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae), dessen Früchte seit über 3.000 Jahren in der traditionellen Medizin verwendet werden, insbesondere in Ägypten. Die Pflanze enthält Khellin und Visnagin – Verbindungen, die die Grundlage für die Entwicklung moderner Asthmamedikamente (Cromoglicinsäure) bildeten.
Das ätherische Öl hat einen grünen, krautigen, leicht anis-bitteren Charakter, dominiert von Linalool, 2-Methylbutyratestern und verschiedenen Kumarinverbindungen. Der Duft ist sauber, leicht medizinisch, mit einer sellerieähnlichen pflanzlichen Note.
Ammi visnaga ist im Mittelmeerraum, Nordafrika und Westasien heimisch. Es wurde in ägyptischen Gräbern aus der 12. Dynastie (ca. 1990-1780 v. Chr.) gefunden.
In der Parfümerie verleiht Khella eine krautige, grün-medizinische Note mit nordafrikanisch/mittelöstlicher Spezifität.
Khellin aus Ammi Visnaga wurde jahrtausendelang von ägyptischen Ärzten zur Behandlung von Nierensteinen eingesetzt. In den 1960er Jahren synthetisierte Roger Altounyan (selbst Asthmatiker) Cromoglicinsäure aus Khellin und entwickelte damit eines der ersten vorbeugenden Asthmamedikamente.
Extraction & Chemistry
Extraction method: Wasserdampfdestillation von Ammi Visnaga-Früchten (Samen). Ausbeute ca. 0,5-1 %. Hergestellt in Ägypten, Marokko und Tunesien. Wird auch für die Herstellung von pharmazeutischem Khellin gewonnen.
Khella (Ammi visnaga) verleiht eine grüne, kräuter-medizinische Kopfnote. Dominant sind Linalool und 2-Methylbutyrat-Ester. Wird in Kräuter-, mediterranen und apothekenthemen Kompositionen verwendet. In der westlichen Parfümerie nicht häufig — häufiger in traditionellen Dufttraditionen des Nahen Ostens und Nordafrikas.