Schwarzer Pfeffer in der Parfümerie | Première Peau
| Category | GEWÜRZE |
| Subcategory | würzig · warm · holzig |
| Origin | |
| Volatility | Herznote |
| Botanical | Piper nigrum |
| Appearance | Blassgelbe bis bernsteinfarbene Flüssigkeit |
| Odor Strength | Mittel bis stark |
| Producing Countries | Indien, Indonesien, Madagaskar, Vietnam |
| Pyramid | Herz |
Rissiges Holz, trockene Wärme, ein terpenartiger Knall – keinerlei Hitze. Schwarzes Pfefferöl ist der Geist des Gewürzes: alles, was die Nase wahrnimmt, wenn man eine Pfefferkörner mahlt, befreit von allem, was die Zunge fühlt.
Scent
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Terroir & Origins
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The Full Story
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Extraction & Chemistry
Extraction method: Dampfdestillation von getrockneten, zerkleinerten Pfefferkörnern. Ausbeute: 2-3 % bezogen auf das Rohmaterialgewicht (100 kg getrocknete Pfefferkörner ergeben etwa 2-3 kg Öl). Die Destillation dauert je nach Umfang und Ausrüstung 5-30 Stunden. Piperin (die Schärfekomponente, CAS 94-62-2, MW 285,34 g/mol) verbleibt im festen Rückstand – es schmilzt bei 128-131 °C, zersetzt sich jedoch, bevor es verdampft. Das resultierende Öl ist ein Komplex aus Monoterpen-Kohlenwasserstoffen (Limonen, Sabinen, Alpha-Pinen, Beta-Pinen, Delta-3-Caren) und Sesquiterpen-Kohlenwasserstoffen (vor allem Beta-Caryophyllen) mit geringfügigen oxygenierten Anteilen. Die CO2-Extraktion erzeugt ein reichhaltigeres Profil mit höherem Beta-Caryophyllen-Gehalt (bis zu 25 %). Hauptursprünge: Indien (Malabar, Tellicherry), Vietnam, Indonesien (Lampong/Sumatra), Sri Lanka, Madagaskar.
↑ See Terroir & Origins for origin-specific methods.
| Molecular Formula | N/A — komplexes ätherisches Öl (Schlüssel: Piperin C₁₇H₁₉NO₃, Beta-Caryophyllen C₁₅H₂₄) |
| CAS Number | 8006-82-4 |
| Botanical Name | Piper nigrum |
| IFRA Status | Akzeptabel |
| Synonyms | schwarzer Pfeffer, weißer Pfeffer, grüner Pfeffer |
| Physical Properties | |
| Odor Strength | Mittel bis stark |
| Appearance | Blassgelbe bis bernsteinfarbene Flüssigkeit |
| Boiling Point | 166,00 °C. @ 760,00 mm Hg |
| Flash Point | 122,00 °F. TCC ( 50,00 °C. ) |
| Specific Gravity | 0,87000 bis 0,89000 @ 25,00 °C. |
| Refractive Index | 1,48400 bis 1,48600 @ 20,00 °C. |
In Perfumery
Schwarzer Pfeffer wirkt als Herznoten-Modifikator, nicht als Protagonist. Sein Wert liegt in der Textur: eine trockene, terpenische Wärme, die glatte Blütendüfte aufraut, Zitrusnoten schärft und holzigen Basen ohne Süße Dimension verleiht. In orientalischen Kompositionen bringt er Würze ohne die Zimt-Zucker-Stütze. In frisch-würzigen Strukturen erzeugt er ein Wärmegefühl auf Hautniveau – eher Reibung als Feuer. Beta-Caryophyllen, das dominante Sesquiterpen, kommt auch in Nelkenknospen, Copaiba-Balsam und Hopfen vor, was die natürliche Affinität des Pfeffers zu diesen Materialien erklärt. Es fungiert als Brückenmolekül zwischen würzigen und holzigen Registern. Der Monoterpen-Anteil (Limonen, Sabinen, Alpha-Pinen) sorgt in den ersten Minuten des Tragens für Leichtigkeit und Strahlkraft, bevor er verdunstet und den wärmeren Sesquiterpen-Körper freilegt. Pfeffer ist strukturell wichtig in Fougère-, Chypre- und aromatisch-würzigen Familien. Er verbindet sich funktional mit Vetiver, Patchouli und Weihrauch in basislastigen Kompositionen, wo er durch Einführung terpenischer Kontraste Trübungen verhindert.
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